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biografiA. - Lexikon österreichischer Frauen, Band 1, A – H
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H | Hütter1416 Strafe unter vier Jahren Zuchthaus zu beantragen. Ähnlich gelagerte Fälle werden künftig ohne Einholung meiner Weisung entsprechend zu behandeln sein.“ A. H. wird am 13. Dezember 1940 vom Oberstaatsanwalt beim Landgericht Innsbruck als Sondergericht angeklagt und am 16. Dezember 1940 „Im Namen des Deutschen Volkes“ wegen Verstoßes gegen das Rundfunk- gesetz und das Heimtückegesetz entgegen der Weisung aus Berlin jedoch zu „nur“ zwei Jahren Zuchthaus verurteilt, weil als Milderungsgründe ihr Geständnis, ihre Pflegetätigkeit im Ersten Weltkrieg und ihre Nervenkrankheit angerechnet wurden. Qu.: DÖW 11. 463. L.: Dokumentationsarchiv 1984b Karin Nusko Hütter Marianne, geb. Tribl; Lehrerin und Schriftstellerin Geb. Kirchberg am Wagram, NÖ, 1902 Gest. Mistelbach, NÖ, 1991 Herkunft, Verwandtschaften: Eltern: Juli Tribl, geb. Sagl und Franz Tribl. Die Eltern ih- rer Mutter betrieben eine Mühle bei Drosendorf, ihr Vater war Beamter. Schwester: Grete Schalk. Sie wurde als mittlere von drei Töchtern geboren. LebenspartnerInnen, Kinder: 1928 Heirat mit Karl Hütter (1898 –1960). Tochter: Gertrude Dober (* 1934). Ausbildungen: Besuchte die Schule der englischen Fräulein und später die Lehrerinnenbil- dungsanstalt in Krems. Laufbahn: War an mehreren Orten als Lehrerin im niederösterreichischen Waldviertel tä- tig.1932 auf Grund eines Schilddrüsenleidens pensioniert. 1938 kam sie wegen der Verset- zung ihres Mannes nach Wien. Als er nach der Machtübernahme aus politischen Gründen aus dem Militärdienst entlassen wurde, zog die Familie nach Eggenburg. Sie war bis in die späten 1940er Jahre schriftstellerisch tätig und veröffentlichte mehrere hundert Theaterstü- cke für Kinder. Ihre Tochter unterstützte sie beim Vertrieb und Verkauf ihrer Werke. Qu.: Sammlung Frauennachlässe. L.: Gerhalter 2008 Hüttl-Folter Gerta; Slawistin Geb. Wien, 8. 5. 1923 Gest. Wien, 18. 11. 2000 Herkunft, Verwandtschaften: Vater: Dr.iur. Heinrich Hüttl, als Polizeikommissär bis zuletzt für die Abwehr nationalsozialistischer Demonstrationen verantwortlich, nach dem „An- schluss“ sofort verhaftet und mit dem ersten Transport nach Dachau gebracht, Delogierung der Familie. G. F.-H. wurde von der Familie ihrer Schulfreundin Maria Razumovsky aufge- nommen, lernte dadurch russische Gastfreundschaft und Kultur kennen. Ausbildungen: Mit 16 Jahren auf der Konsularakademie Abendkurse in Russisch, noch vor Abschluss des Gymnasiums Studium am Institut für slawische Philologie; Studium der sla- wischen Sprachen und Literaturen (Russisch und Kroatisch) an der Universität Wien, im Nebenfach Osteuropäische Geschichte. 1946 Promotion zum Dr. phil., 1953 Docteur de l’Université Paris-Sorbonne; in den USA Post-Graduate-Studien.
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biografiA. Lexikon österreichischer Frauen, Band 1, A – H
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
biografiA.
Untertitel
Lexikon österreichischer Frauen
Band
1, A – H
Herausgeber
Ilse Korotin
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2016
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79590-2
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1422
Kategorie
Lexika
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