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biografiA. - Lexikon österreichischer Frauen, Band 2, I – O
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J | Joss-Reich1520 Rothen berg , Ruth: Notes for posterity, possibly. In: Jewish Chronicle, 9. 4. 1999, Soutar, Ian: Messages to ourselves. In: Sheffield Telegraph, 14. 3. 1997 Susanne Blumesberger Joss-Reich Lilly, geb. Joseph; Fotografin, Fotojournalistin, Übersetzerin und Fachschriftstellerin Geb. Wien, 28. 6. 1917 Herkunft, Verwandtschaften: Vater: Georg I. Joseph; Mutter: Ida Joseph. LebenspartnerInnen, Kinder: 1948 Heirat mit dem erfolgreichen Bühnenautor Richard Reich. Ausbildungen: Gymnasium, absolvierte einen Kurs für Fotografie, Fotografenlehre 1933 –36, an der TU Berlin inskribiert. Laufbahn: Ging 1923 nach Paris, lebte später bei Verwandten in Berlin; war in Paris als selbständige Fotografin tätig, 1936/37 eigenes Fotostudio. Floh 1939 nach Marokko, gab deutschen Sprachunterricht und fertigte Übersetzungen aus dem Deutschen an. Sie hielt sich bis 1941 in Casablanca auf, emigrierte anschließend in die USA und ließ sich in New York nieder. Als Fotojournalistin für verschiedene Zeitschriften (u. a. „Life“ und „Look“) tätig, später wiederum selbständige Fotografin. Wegen eines Augenleidens musste sie den erlernten Beruf aufgeben. Veröffentlichte ein erfolgreiches Kochbuch. W.: „The Viennese Pastry Cookbook“ (1970) L.: Auer 1997, Ausstellung Moderne auf der Flucht 2008, ÖNB 2002 Jost Margarete (Grete); Widerstandskämpferin und Hilfsarbeiterin Geb. Wien, 26. 5. 1916 Gest. Wien, 15. 1. 1943 G. J. wird am 26. Mai 1916 in Wien-Erdberg geboren. Die Familie, die im Gemeindebau Rabenhof wohnt, ist sozialdemokratisch eingestellt. G. J. und ihre beiden Schwestern wer- den in marxistischem Sinne erzogen. Bereits im Alter von sieben Jahren tritt sie dem „Ar- beiterturnverein“ bei, sie gehört von 1926 bis 1930 den „Kinderfreunden“ an und ist bis 1934 in der Freien Gewerkschaft des Zentralvereins der kaufmännischen Angestellten organisiert. Im Jahre 1934 tritt sie der seit Mai 1933 verbotenen KPÖ bei, nimmt an Schulungen und Aktionen teil, führt neue Mitglieder ein, ist bis Herbst 1937 Zellenkassierin und betätigt sich im Druckschriftenverteilungsapparat. M. J. vermittelt ab 1938 Kontakte zwischen ParteigenossInnen und den höheren KPÖ Funk- tionärInnen. Sie wird als Verbindungsperson zu den verbotenen Organisationen der KPÖ an der Südbahnstrecke (Bezirksorganisation Baden) eingesetzt. G. J. leitet einerseits Anwei- sungen der Parteiführung weiter und nimmt andererseits Berichte über die illegale Arbeit der kommunistischen Bezirksorganisationen in diesem Gebiet entgegen. Trotz der im Juli 1940 erfolgten Festnahmen von 40 KommunistInnen umfasst die Organisation in Baden und Umgebung 50 Parteimitglieder. G. J. kassiert Beitragsgelder, die zur Unterstützung der festgenommenen GenossInnen und deren Angehörigen dienen sollen. G. J. fährt mehrmals in Begleitung anderer Parteimitglieder nach Baden, um Fragen über die politische Lage und die illegale Arbeit der KPÖ zu erörtern. Sie verteilt in diesem Gebiet auch regelmäßig antifaschistische Schriften der KPÖ wie zum Beispiel die „Rote Fahne“, „Weg und Ziel“
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biografiA. Lexikon österreichischer Frauen, Band 2, I – O
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
biografiA.
Untertitel
Lexikon österreichischer Frauen
Band
2, I – O
Herausgeber
Ilse Korotin
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2016
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79590-2
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1026
Kategorie
Lexika
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