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biografiA. - Lexikon österreichischer Frauen, Band 2, I – O
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Kaan | K 1533 Kaan Maria; Chemikerin Geb. Wien, 21. 2. 1892 Gest. ? Ausbildungen: Besuchte 4 Klassen am Beamtentöchterlyceum Wien VIII, Langegasse, nach Privatstudium maturierte sie am 12. 7. 1911 am Akademischen Gymnasium Wien. Vom WS 1913 bis Juli 1919 studierte sie, mit Unterbrechung WS 1914, Chemie und Physik an der Universität Wien. Die Dissertation fertigte sie unter Anleitung von Prof. Schlenk und pro- movierte 1919 mit der Dissertation „Über eine neue Ausführungsform der Grignardschen Synthese“ im Studienfach Chemie. Laufbahn: Laut C. V. in den Studienjahren 1917/18 und 1918/19 während der Arbeit an ihrer Dissertation am II. Chemischen Laboratorium als wissenschaftliche Hilfskraft ange- stellt. Ab 1921/22 am Institut für angewandte medizinische Chemie bei Professor Fromm beschäftigt. Im Studienjahr 1921/22 ist ihre Beurlaubung verzeichnet. Qu.: UA Wien, nawi-Modul Bischof. Kachler Friederike, verh. Jandl, Kierdorf; Gastwirtin und Widerstandskämpferin Geb. Debant, Tirol, 30. 10. 1919 Herkunft, Verwandtschaften: Vater: Jäger. LebenspartnerInnen, Kinder: Heiratet 1941 in Köln den Polizisten Kierdorf. Laufbahn: Im Alter von dreizehn Jahren muss sie bereits zum Lebensunterhalt der Familie beitragen und arbeitet bei einem Bauern in St.Veit, später drei Jahre lang als Hausgehilfin in Wien. Ab 1938 verbringt sie sechs Jahre in Köln, wo sie auch zum ersten Mal heira- tet (insgesamt drei Ehen). Nach ihrer Rückkehr nach Österreich hilft sie ihren Eltern, die mittlerweile in Eisenkappel (Kärnten) wohnen, bei der Unterstützung von PartisanInnen. Am 8. April wird sie verhaftet und wegen Partisanenunterstützung und regimekritischer Äußerungen in Klagenfurt inhaftiert, später wird sie nach Ravensbrück überstellt, arbeitet im Büro der politischen Abteilung und kann so Nachrichten übermitteln. Ausz.: 1978 Silbernes Ehrenzeichen der Republik für Verdienste um die Befreiung Österreichs. L.: Amesberger/Halbmayr 2001 Kadmon Stella; Kabarett- und Theaterdirektorin, Schauspielerin und Kabarettistin Geb. Wien, 16. 7. 1902 Gest. Wien, 12. 10. 1989 Vater: Moritz Kadmon, aus einer Belgrader sephardischen Familie stammend, Absolvent der TU Wien, dann Beamter (geb. 1872; kam ins KZ Theresienstadt, von dort nach Auschwitz depor- tiert und ermordet). Mutter: Malvine, geb. Nelken (1878–1953), diplomierte Konzertpianistin und Musikpädagogin, von ihrem Mann geschieden, emigrierte nach Palästina. Geschwister: 1) Richard („Riki“) Kadmon (1900 –1971), Ringer des jüdischen Sportvereins „Hakoah“, emigrier- te nach Palästina, wo er eine Ringerschule unterhielt, nach der Remigration Unternehmer in Wien. 2) Otto Kadmon (1907–1995), Anwalt, engagierte sich in den 30er-Jahren für die kom- munistische „Rote Hilfe“, emigrierte über die Schweiz und Frankreich in die USA. St. K. erbte die Theaterleidenschaft von ihrer Mutter, die jedoch aus Familienrücksichten auf den Beruf einer Schauspielerin verzichten musste. St. absolvierte die Akademie für Musik
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biografiA. Lexikon österreichischer Frauen, Band 2, I – O
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
biografiA.
Untertitel
Lexikon österreichischer Frauen
Band
2, I – O
Herausgeber
Ilse Korotin
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2016
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79590-2
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1026
Kategorie
Lexika
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