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Kafka | K 1537
1992 nach ihr benannten städtischen Wohnhausanlage in 1050 Wien, Margaretenstraße 105.
In Mödling wurde 1995 jene Gasse, in der sich ihre langjährige Wirkungsstätte befand, nach
ihr benannt. 2000 erfolgte die Benennung des Platzes neben der U6-Station Handelskai in
1200 Wien als Maria-Restituta-Platz.
L. u. a.: Beinhauer 1993, Beinhauer 1999, Dokumentationsarchiv 1984, Dokumentations-
archiv 1998, Exenberger/Arnberger 2001, Franziskanerinnen 1998, Kapp 1958, Maimann
1983, Sagardoy 1996, Sauer 1998
Christine Kanzler
Kafka Irene; Schriftstellerin, Übersetzerin und Lyrikerin
Geb. Ostrava, Mährisch-Ostrau (Tschechien), 1. 9. 1888
Gest. KZ Ravensbrück, Deutsches Reich (Deutschland), 9. 5. 1942
LebenspartnerInnen, Kinder: Ferdinand Kafka.
Laufbahn: Die Schriftstellerin I. K. hat Werke von Maurice Baring, Agatha Christie, Julien
Green, Robert Hichens, Pierre Loti, Francis de Miomandre, Moliere, Alfred de Musset, Ar-
thur John Rees und Pierre de Ronsard aus dem Französischen bzw. Englischen ins Deutsche
übertragen. Daneben erschienen Ende der 1920er- und Anfang der 1930er-Jahre in der „Neu-
en Freien Presse“ sowie im „Neuen Wiener Tagblatt“ auch Übersetzungen einzelner Gedichte
von Jules Romains, Marcel Proust, Émile Verhaeren sowie einige ihrer eigenen Gedichte.
Durch die am 19. Juli 1931 in der „Frankfurter Zeitung“ veröffentlichte Erzählung „Viel-
leicht ein Traum“ (Originaltitel: „Perchance A Dream“) hat I. K. auch in James Joyces Leben
und Werk Spuren hinterlassen, weil das von ihr übersetzte, aber von Michael Joyce stam-
mende Werk unter James Joyces Namen veröffentlicht wurde, worin dieser den vorsätz-
lichen Missbrauch seines Namens sah.
In Fritz von Herzmanovsky-Orlandos Briefwechsel wird I. K. als bekannte Übersetzerin
erwähnt und ihm als mögliche Bearbeiterin für die Dialoge seines Bühnenstückes „Kaiser
Joseph und die Bahnwärterstochter“ empfohlen.
Wegen angeblicher „Gräuelpropaganda“ („schriftstellerische Tätigkeit für deutschfeindliche
Auslandszeitungen“) wurde I. K. am 7. Mai 1940 festgenommen, von der Gestapo fotogra-
fiert und am 9. Mai 1942 im KZ Ravensbrück ermordet.
Qu.: DÖW.
L.: Meder/Eiblmayr 2009 Andreas Weigel
Kahane Anne; Bildhauerin
Geb. Wien, 1. 3. 1924
Herkunft, Verwandtschaften: Die Familie emigrierte 1925 und ließ sich ca. 1929 in Mon-
treal nieder.
LebenspartnerInnen, Kinder: Verheiratet mit Robert Langstadt (1912–1987).
Ausbildungen: 1945 bis 1947 Studium an der Cooper Union School, New York City (USA)
sowie an der École des Beaux-Arts in Montréal.
Laufbahn: A. K. fertigte Skulpturen aus Holz und später Aluminium an. Sie lehrte in den
1980er Jahren an der Concordia University und 1980–82 an der McMaster University.
biografiA.
Lexikon österreichischer Frauen, Band 2, I – O
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
- Titel
- biografiA.
- Untertitel
- Lexikon österreichischer Frauen
- Band
- 2, I – O
- Herausgeber
- Ilse Korotin
- Verlag
- Böhlau Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 2016
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79590-2
- Abmessungen
- 17.4 x 24.5 cm
- Seiten
- 1026
- Kategorie
- Lexika