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biografiA. - Lexikon österreichischer Frauen, Band 2, I – O
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Kahr | K 1539 1934–36 wissenschaftliche Hilfskraft am Anthropologischen Institut, Betreuung der Insti- tutsbibliothek und des Archivs anthropologischer Fotografien, Betreuung der Kontakte mit den Instituten der medizinischen Fakultät; Unterstützung Weningers bei dessen Tätigkeit als gerichtlicher Sachverständiger in Vaterschaftsprozessen; 1936–45 Assistentin am Insti- tut (zunächst als dritte, unbesoldete Assistentin, ab April 1938 als besoldete Assistentin); im Herbst 1938 Untersuchungen an Wiener Juden im Versorgungshaus Lainz, 1938 – 45 NS-Abstammungsgutachterin, im Juli 1941 am Institut für Erb- und Rassenhygiene an der Universität Prag, „Kurzlehrgang über erbbiologische Methoden“; 1942 Expedition ins polnische „Generalgouvernement“, Vermessung der Bewohner einer volksdeutschen Sied- lung, seit 1942 einzige ausgebildete Anthropologin des Anthropologischen Instituts; nach 1945 keine Rückkehr ans Anthropologische Institut, 1959 Privatassistentin von Ordinarius Leopold Breitenecker am Gerichtsmedizinischen Institut, neuerlich Vaterschaftsgutachten, seit den 1960er Jahren Spezialisierung in Serologie, vor allem Untersuchung von Rhesusfak- toren am Institut für Blutgruppenforschung der Universität Wien. Qu.: UA Wien, ÖStA. W.: „Der rassendiagnostische Wert des Humerus. Untersuchungen an Hominiden und Anthro- poiden. Phil. Diss.“ (1934), „Ein Beitrag zur Syndaktylie und ihrer Vererbung. In: MAG 53“ (1933), „Anthropologische und morphologische Beobachtungen an der menschlichen Hand. In: MAG 68“ (1938), „Nachtrag zur Vorlesung in der ,Deutschen Gesellschaft zur Rassenforschung‘. In: MAG 67“ (1938), „Ein Beitrag zur Morphologie der Hand. In: Verhandlungen der Deut- schen Gesellschaft für Rassenforschung IX“ (1938), „Häufigkeiten von Extremitätendefekten. In: Der Erbarzt Nr. 4“ (1938), „Vorläufiger Bericht über rassenkundliche Aufnahmen an Juden. In: Verh. Dt. Ges. Rassenf. X“ (1940), „Praktische Erfahrungen bei der Anwendung der Essen-Möl- ler’schen Formel in Wiener Vaterschaftsuntersuchungen. In: Homo II“ (1951), „Erythrozyten- und Serumsmerkmale bei Einwohnern der Kanarischen Inseln. In: Anth. Anz. 31“ (1968) L.: Aly 1997, Aly/Heim 1997, Dissertationsverzeichnis, Fuchs 1996, Fuchs 2002, Tuppa 1970 Kahr Brigitte; Schriftstellerin Geb. Wien, 22. 4. 1931 Herkunft, Verwandtschaften: Vater: Arzt, stirbt 1945 an der Front. Ausbildungen: Studierte Philosophie. Laufbahn: Kurz nach dem Tod des Vaters beginnt B. K. zu schreiben. Als 15-jährige wird sie Preisträgerin im „Literaturwettbewerb der österreichischen Jugend 1946/47“. Sie schreibt ab dieser Zeit Gedichte und Erzählungen. 1949/50 arbeitete sie als freie Mitarbeiterin für sozialistische Blätter. Qu.: Tagblattarchiv (Personenmappe). W.: Ihre Erzählungen erscheinen in unregelmäßigen Abständen in der „Arbeiterzeitung“ vom 16. 6. 1949 (Die Brücke) bis 7. 8. 1959 (Auf dem Heimweg). L.: Trotzdem (Wien) Die Zeitschrift der jungen Sozialisten. 7. 4. 1951 Kahr Erika; Violinistin Geb. Seegraben, Stmk., 28. 10. 1910 Herkunft, Verwandtschaften: Vater: Emil Kahr; Mutter: Melitta, geb. Genal.
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biografiA. Lexikon österreichischer Frauen, Band 2, I – O
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
biografiA.
Untertitel
Lexikon österreichischer Frauen
Band
2, I – O
Herausgeber
Ilse Korotin
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2016
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79590-2
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1026
Kategorie
Lexika
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