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biografiA. - Lexikon österreichischer Frauen, Band 2, I – O
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K | Kainz1542 in Konzertsälen und Kirchen, Musikpädagogin für Gesang und Klavier, sozial engagiert. Öffentliche Wahrnehmung als Komponistin beim Gründungskonzert des „Sängerbundes“ 1863 im Linzer „Volksgarten-Salon“. Aufführungen ihrer Werke in Wiener Kirchen. Ausz.: 1890 Goldenes Verdienstkreuz der Kanzlei des Ministerpräsidenten und Innenmi- nisters Grf. Eduard Taafe für ihr „unermüdliches humanitäres Wirken“. W.: Zwölf ihrer Werke bei Musikverlag Böhm & Sohn in Augsburg verlegt, sakrale Musik, insgesamt etwa 62 Werke nachweisbar, vermutlich mehr. L.: Marx/Haas 2001 Kainz Christine, geb. Guggenberger; Bibliothekarin Geb. Wien, 12. 1. 1927 Gest. Wien, 14. 10. 2004 Herkunft, Verwandtschaften: Vater: Dr. Sigmund Guggenberger, öffentlicher Verwalter der RAVAG; Mutter: Anna Guggenberger, geb. Fitzinger. LebenspartnerInnen, Kinder: 1959 Heirat mit Dr. Heinrich Kainz (später Direktor der Wirtschaftskammer Wien); Sohn: Dr. Christoph Kainz (geb. 1960), Tochter: Michaela, kurz nach der Geburt (1966) gestorben. Ausbildungen: Nach dem Abschluss des Gymnasiums 1945 (kriegsbedingte Schulwechsel, u. a. Gymnasium der Ursulinen in Wien und Gymnasium Boerhaavegasse in 1030 Wien) studierte Ch. K. an der Universität Wien Geschichte mit den Nebenfächern Philosophie und Germanistik und promovierte im März 1950 zum Dr. phil. Laufbahn: Am 1. April 1950 begann Ch. K. ihren Dienst bei der Österreichischen Post- und Telegraphenverwaltung im Büro des Generaldirektors. Unter anderem war sie hier für die Gestaltung und Herausgabe der Mitarbeiterzeitschrift „Postrundschau“ zuständig. Mit 1. Mai 1955 übernahm Ch. K. die „Amtsbibliothek“ der Post-Generaldirektion. Unter Ihrer Leitung wurde diese Stelle nach modernen Gesichtspunkten reorganisiert und zu einer wissenschaftlichen Fachbibliothek ausgebaut. Ebenso führte Frau Dr. K. die dokumentarische Erschließung des post- und fernmeldetechnischen Schrifttums ein. Im Jahr 1975 wurde die Amtsbibliothek aufgrund eines erweiterten Aufgabenbereiches (z. B.: Erstellung des täglichen Pressespiegels) zur Abteilung „Information und Dokumentation“. Zusätzlich zu ihrer Tätigkeit als Abteilungsleiterin wurde Ch. K. mehrmals mit Sonder- aufgaben betraut: Beim 15. Weltpostkongress 1964 und beim CCIR-Kongress 1965 wurde sie vom Kongresspräsidenten Generalpostdirektor Dr. Benno Schaginger zur persönlichen Assistentin berufen.1985 wirkte sie bei der Landesausstellung „2000 Jahre Post“ in Schloss Halbturn als wissenschaftliche Beraterin führend mit. Ein besonderes Anliegen war ihr die Intensivierung der Zusammenarbeit mit österreichi- schen Behördenbibliotheken und internationalen Postbibliotheken im Rahmen von CEPT. Sie arbeitete daher engagiert in den entsprechenden Gremien. Mit 31. Dezember 1992 trat Ch. K. in den Ruhestand, betreute aber noch bis zu ihrem Tod ehrenamtlich posthistorische Forscher und Philatelisten in der Bibliothek der Österreichi- schen Post. Neben und nach ihrer beruflichen Tätigkeit, aber in enger thematischer Verbindung damit, publizierte Ch. K. weit über 100 post- und fernmeldehistorische Beiträge und Studien, die
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biografiA. Lexikon österreichischer Frauen, Band 2, I – O
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
biografiA.
Untertitel
Lexikon österreichischer Frauen
Band
2, I – O
Herausgeber
Ilse Korotin
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2016
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79590-2
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1026
Kategorie
Lexika
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