Seite - 1543 - in biografiA. - Lexikon österreichischer Frauen, Band 2, I – O
Bild der Seite - 1543 -
Text der Seite - 1543 -
K |
Kainz1542
in Konzertsälen und Kirchen, Musikpädagogin für Gesang und Klavier, sozial engagiert.
Öffentliche Wahrnehmung als Komponistin beim Gründungskonzert des „Sängerbundes“
1863 im Linzer „Volksgarten-Salon“. Aufführungen ihrer Werke in Wiener Kirchen.
Ausz.: 1890 Goldenes Verdienstkreuz der Kanzlei des Ministerpräsidenten und Innenmi-
nisters Grf. Eduard Taafe für ihr „unermüdliches humanitäres Wirken“.
W.: Zwölf ihrer Werke bei Musikverlag Böhm & Sohn in Augsburg verlegt, sakrale Musik,
insgesamt etwa 62 Werke nachweisbar, vermutlich mehr.
L.: Marx/Haas 2001
Kainz Christine, geb. Guggenberger; Bibliothekarin
Geb. Wien, 12. 1. 1927
Gest. Wien, 14. 10. 2004
Herkunft, Verwandtschaften: Vater: Dr. Sigmund Guggenberger, öffentlicher Verwalter der
RAVAG; Mutter: Anna Guggenberger, geb. Fitzinger.
LebenspartnerInnen, Kinder: 1959 Heirat mit Dr. Heinrich Kainz (später Direktor der
Wirtschaftskammer Wien); Sohn: Dr. Christoph Kainz (geb. 1960), Tochter: Michaela,
kurz nach der Geburt (1966) gestorben.
Ausbildungen: Nach dem Abschluss des Gymnasiums 1945 (kriegsbedingte Schulwechsel,
u. a. Gymnasium der Ursulinen in Wien und Gymnasium Boerhaavegasse in 1030 Wien)
studierte Ch. K. an der Universität Wien Geschichte mit den Nebenfächern Philosophie
und Germanistik und promovierte im März 1950 zum Dr. phil.
Laufbahn: Am 1. April 1950 begann Ch. K. ihren Dienst bei der Österreichischen Post- und
Telegraphenverwaltung im Büro des Generaldirektors. Unter anderem war sie hier für die
Gestaltung und Herausgabe der Mitarbeiterzeitschrift „Postrundschau“ zuständig.
Mit 1. Mai 1955 übernahm Ch. K. die „Amtsbibliothek“ der Post-Generaldirektion. Unter
Ihrer Leitung wurde diese Stelle nach modernen Gesichtspunkten reorganisiert und zu einer
wissenschaftlichen Fachbibliothek ausgebaut. Ebenso führte Frau Dr. K. die dokumentarische
Erschließung des post- und fernmeldetechnischen Schrifttums ein. Im Jahr 1975 wurde die
Amtsbibliothek aufgrund eines erweiterten Aufgabenbereiches (z. B.: Erstellung des täglichen
Pressespiegels) zur Abteilung „Information und Dokumentation“.
Zusätzlich zu ihrer Tätigkeit als Abteilungsleiterin wurde Ch. K. mehrmals mit Sonder-
aufgaben betraut: Beim 15. Weltpostkongress 1964 und beim CCIR-Kongress 1965 wurde
sie vom Kongresspräsidenten Generalpostdirektor Dr. Benno Schaginger zur persönlichen
Assistentin berufen.1985 wirkte sie bei der Landesausstellung „2000 Jahre Post“ in Schloss
Halbturn als wissenschaftliche Beraterin führend mit.
Ein besonderes Anliegen war ihr die Intensivierung der Zusammenarbeit mit österreichi-
schen Behördenbibliotheken und internationalen Postbibliotheken im Rahmen von CEPT.
Sie arbeitete daher engagiert in den entsprechenden Gremien.
Mit 31. Dezember 1992 trat Ch. K. in den Ruhestand, betreute aber noch bis zu ihrem Tod
ehrenamtlich posthistorische Forscher und Philatelisten in der Bibliothek der Österreichi-
schen Post.
Neben und nach ihrer beruflichen Tätigkeit, aber in enger thematischer Verbindung damit,
publizierte Ch. K. weit über 100 post- und fernmeldehistorische Beiträge und Studien, die
biografiA.
Lexikon österreichischer Frauen, Band 2, I – O
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
- Titel
- biografiA.
- Untertitel
- Lexikon österreichischer Frauen
- Band
- 2, I – O
- Herausgeber
- Ilse Korotin
- Verlag
- Böhlau Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 2016
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79590-2
- Abmessungen
- 17.4 x 24.5 cm
- Seiten
- 1026
- Kategorie
- Lexika