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biografiA. - Lexikon österreichischer Frauen, Band 2, I – O
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Kaltenegger | K 1555 einjährige Kaderschulung erhielt. Zurück in Wien, begann sie 1932 ihre Tätigkeit als Funk- tionärin der Revolutionären Gewerkschaftsopposition (R. G. O.) und war unter anderem in der Leitung der R. G. O. der Textilarbeiter tätig. Nach dem Februar 1934 wirkte sie in der Kommission zum Wiederaufbau der Freien Gewerkschaften. Mit ihrer Verhaftung im März 1935 ist ihrer illegalen Tätigkeit vorerst ein Ende gesetzt. Gegen sie wird eine sechs- monatige Arreststrafe verhängt, im Anschluss daran eine dreimonatige Anhaltehaft. Ihre Haft verbüßte sie bis zu ihrer Entlassung vor Weihnachten 1935 im Polizeigefangenenhaus Rossauer Lände. Im Oktober 1936 hatte G. K. „einen besonderen Parteiauftrag zu erledi- gen“: die Organisation der Flucht ihres Lebensgefährten Franz Honner, ZK-Mitglied der KPÖ, der als Verurteilter im Sozialistenprozess im Anhaltelager Wöllersdorf inhaftiert war. Mit ihrem Auftauchen auf der am Lager vorbeiführenden Straße, so war vereinbart worden, gab sie das Signal zum Ausbruch Honners, der sich nach Prag absetzte. G. K. wurde im Februar 1937 erneut verhaftet, aber aus Mangel an Beweisen nach zwei Wochen freige- lassen. Kurz darauf folgte sie Honner nach Prag, dem Sitz der Parteileitung der KPÖ, wo sie im Verbindungsdienst der Partei arbeitete. Die Verlegung des Auslands-ZK führte das Paar nach Paris. Nach Ausbruch des 2. Weltkrieges reisten G. K. und Franz Honner nach Jugoslawien, wo sie sich in Dubrovnik niederließen und Verbindungen zur Jugoslawischen Kommunistischen Partei knüpften. Im Mai 1940 gelangten sie nach Moskau. Dort besuchte G. K. eine Parteischule, die im Oktober 1941 nach Kuschnarenkowo evakuiert wurde. 1943 zurück in Moskau, arbeitete sie unter anderem im „Institut 205“, in dem Redaktionen und Sender der mittlerweile aufgelösten Komintern untergebracht waren. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges kehrte G. K. nach Wien zurück. Ab Juni 1946 war sie beim ZK der KPÖ beschäftigt. In der gewerkschaftlichen Arbeit und als Mitglied der Schiedskommission der Sozialversicherung vertrat sie die Interessen der arbeitenden Frauen. Sie trat auch als Ver- fasserin von Artikeln zu gewerkschaftlichen Fragen in der Parteipresse hervor. Qu.: Grete Kalteis ist 80 Jahre. DÖW, Schnittarchiv, ohne weitere Angaben; DÖW 20.000/ K61, 21.000/5266, 50120/Ga4 (Herbert Steiner: Die Jugoslawische Kommunistische Partei im Mai 1940, Typoskript). W.: „Die Forderungen der Arbeiterinnen auf dem Gewerkschaftskongress. In: Die Arbeit, Nr.  6, keine weiteren Angaben (Personenmappe, Tagblattarchiv)“, „Gleicher Lohn für glei- che Arbeit. In: Österreichische Volksstimme, 26. 10. 1948“ Qu.: Verstorbenensuche: http://www.friedhoefewien.at. L.: Honner o. J., McLoughlin/Schafranek/Szevera 1997, Pasteur 1986, Genossin Grete Kalteis zum Geburtstag, Volksstimme, 20. 6. 1971, S. 5 Christine Kanzler Kaltenegger Therese; Näherin und Parteifunktionärin Geb. Gnigl-Itzling, Sbg., 1893 Gest. ? Laufbahn: Th. K. war bis 1934 sozialdemokratische Gemeinderätin in Salzburg-Itzling. Während der NS-Herrschaft versuchte sie bei alltäglichen Zusammenkünften wie z. B. beim Einkaufen die Bevölkerung gegen den Nationalsozialismus zu beeinflussen. Th. K. war im Verein der Heimarbeiterinnen in Salzburg bereits sehr früh für die Sozialdemokratie aktiv.
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biografiA. Lexikon österreichischer Frauen, Band 2, I – O
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
biografiA.
Untertitel
Lexikon österreichischer Frauen
Band
2, I – O
Herausgeber
Ilse Korotin
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2016
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79590-2
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1026
Kategorie
Lexika
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