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Kanduth | K 1559
setzer- und Dolmetscherausbildung, 1985 –88 Vorstand des Instituts für Romanistik der
Universität Wien, 1996 Emeritierung.
Die Verbundenheit E. K.s mit dem deutsch-italienischen Sprach- und Kulturraum zeigt sich
bereits in der Wahl der Studienrichtungen Germanistik und Romanistik und in der fächer-
übergreifenden Dissertation über den Petrarkismus in der Lyrik des deutschen Frühbarock.
1968 erscheint das Buch „Wesenszüge der modernen italienischen Erzählliteratur“, in dem
E. K. drei Vertreter jener Generation gegenüberstellt, die in den Vierzigerjahren eine „neue“
italienische Erzählliteratur begründen: Dino Buzzati, Guido Piovene und Alberto Mora-
via. Auch Cesare Pavese gehört dieser Generation an; er wird in E. K.s Habilitationsschrift
1971 im Rahmen der pessimistischen italienischen Literatur präsentiert. Von den zahlreichen
Aufsätzen sind v. a. die monographischen Arbeiten zu Umberto Saba, Ugo Betti, Primo
Levi und Fulvio Tomizza hervorzuheben. Von den „großen“ italienischen Dichtern gehört,
neben Dante Alighieri, auch Torquato Tasso E. K.s besonderes Interesse. Die Kulturbezie-
hungen zwischen Italien und Österreich, namentlich die Erscheinungen und Einflüsse der
italienischen Literatur in Österreich vom 17. bis zum 19. Jahrhundert, und nicht zuletzt die
italienische Librettistik, sind weitere Schwerpunkte E. K.s, die das rein literaturwissenschaft-
liche Lehr- und Forschungsprogramm der Romanistik vielfach durchbrechen bzw. ergänzen.
Nach Elise Richter ist E. K. lange Zeit die einzige Ordinaria am Institut für Romanistik.
In den Fußstapfen Rabuses setzt sie die Wiener Dantetradition fort. Daneben bleibt die
neuere italie nische Erzählliteratur einer der Schwerpunkte in Forschung und Lehre. Aus
ihren Seminaren, in denen sich der französische und der italienische Sprachraum oft durch
übergreifende Themen verknüpfen, gehen zahlreiche Diplomarbeiten und Dissertationen
hervor. Mit ihren über hundert Aufsätzen in der einschlägigen Fachliteratur hat E. K. ei-
nen repräsenta
tiven Beitrag zur Wiener Romanistik geleistet und als Ordinaria nicht nur
maßgeblich zur Sicherung der Lehre, sondern auch zum Aufbau und zur Entwicklung des
Instituts beigetragen.
Ausz., Mitglsch.: Vorstandsmitglied der Deutschen Dante-Gesellschaft, der Gesellschaft für
die Herausgabe der Denkmäler der Tonkunst in Österreich, der Societa Dante Alighieri
Wien; Mitglied der Deutschen Leopardi-Gesellschaft, Trägerin des Ordre National des Pal-
mes Académiques.
W. u. a.: Ein ausführliche Bibliographie findet sich in: Loewe, Siegfried / Martino, Alberto /
Noe, Alfred (Hg.), unter Mitarbeit von Pauer, Monika: Literatur ohne Grenzen. Festschrift
für Erika Kanduth. (Wiener Beiträge zur Komparatistik und Romanistik, 3) 1993, S. XV–
XX, sowie auf der Homepage des Instituts für Romanistik, Universität Wien.
„Wesenszüge der modernen italienischen Erzählliteratur. Gehalte und Gestaltung bei Buz-
zati, Piovene und Moravia“ (1968), „Cesare Pavese im Rahmen der pessimistischen italie-
nischen Literatur. Wiener Romanistische Arbeiten, Band IX“ (1971), „Das Stadtbild in der
italienischen Lyrik. In: Sprachkunst – Beiträge zur Literaturwissenschaft Jg. III, Heft 1/2“
(1972), „Die italienischen Libretti der Opern Joseph Haydns. In: Zeman, Herbert (Hg.):
Joseph Haydn und die Literatur seiner Zeit. Jahrbuch für Österreichische Kulturgeschichte
Band 6“ (1976), „Der kaiserliche Hofdichter im 18. Jahrhundert. In: Zeman, Herbert (Hg.):
Die Österreichische Literatur. Eine Dokumentation ihrer literarhistorischen Entwicklung.
Ihr Profil an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert (1750 –1830). Teil I“ (1979), „Zum
biografiA.
Lexikon österreichischer Frauen, Band 2, I – O
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- Titel
- biografiA.
- Untertitel
- Lexikon österreichischer Frauen
- Band
- 2, I – O
- Herausgeber
- Ilse Korotin
- Verlag
- Böhlau Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 2016
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79590-2
- Abmessungen
- 17.4 x 24.5 cm
- Seiten
- 1026
- Kategorie
- Lexika