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Korner1754
Korner Leopoldine, verh. Blasel-Korner; Sängerin und Schaupielerin
Geb. Wien, 10. 8. 1858
Gest. Wien, 8. 6. 1926
LebenspartnerInnen, Kinder: 1889 Heirat mit Paul Blasel (1831 –1922) in Brünn.
Laufbahn: War u. a. Schülerin des berühmten Operettenkomponisten Franz von Suppé in
Wien. 1875 begann sie ihre Karriere als Sängerin und Schauspielerin am Wiener Carlthea-
ter. 1877 sang sie am Theater von Linz (Donau), 1878 in Baden bei Wien, 1879 in Mün-
chen, 1880 in Budapest, 1881 in Salzburg, 1882–83 am Münchner Theater am Gärtnerplatz.
In der Saison 1883–84 kam sie am Friedrich Wilhelmstädtischen Theater Berlin, 1885 am
Carl Schultze-Theater Hamburg, an dem sie als Laura im „Bettelstudenten“ von Millöcker
debütierte, zu großen Erfolgen. In der Spielzeit 1887–88 war sie wieder am Friedrich Wil-
helmstädtischen Theater Berlin anzutreffen. 1889 heiratete sie in Brünn (Brno) den Ope-
rettensänger und Schauspieler Paul Blasel, der ein Neffe des berühmten Wiener Operetten-
sängers und Komikers Carl Blasel (1831–1922) war. Sie begleitete diesen bei den folgenden
Engagements in Brünn (1889), am Carltheater in Wien (1889 – 90) und in Innsbruck, wo er
1890 die Direktion des Stadttheaters übernahm. Er leitete später die Theater von Regensburg
(1891– 95), Teplitz (Teplice, 1895 –97), Ulm (1898), Salzburg (1899 –1902) und Pressburg
(Bratislava, seit 1902). An all diesen Bühnen trat auch L. K. auf, die später in Wien lebte.
L.: Eisenberg 1891
Körner Ruth (Ps), geb. Elisabeth Schwarz, verh. Passer; Journalistin und Publizistin
Geb. Wien, 16. 5. 1908
Gest. München, Deutschland, 5. 9. 1995
Herkunft, Verwandtschaften: Einziges Kind des Kunst- und Antiquitätenhändlers Hans
Schwarz und seiner Frau Nelly, geb. Schulhof. Der Vater starb kurz nach ihrer Geburt. Mut-
ter und Tochter lebten später in Hamburg.
LebenspartnerInnen, Kinder: 1946 heiratete sie ihren Lebensgefährten, den Verleger und
Chemiker Dr. Rolf Passer, 1951 trennte sie sich von ihm.
Ausbildungen: Da die Mutter der konventionellen Schulbildung misstraute, erhielt sie bis
zu ihrem neunten Lebensjahr Privatunterricht, ein Jahr besuchte sie die Volksschule und für
zwei Jahre ein Lyzeum. Anschließend nahm sie Schauspielunterricht. Ab 1927 Studium an
der Berliner Hochschule für Politik, 1933 Abbruch.
Laufbahn: Mit 14 Jahren ging sie an das Theater in Plauen. Es folgten Engagements in
Innsbruck, Wien und Hamburg. Ende der 1920er Jahre gab sie die Schauspielerei auf um zu
studieren. Während der Wintersemester besuchte sie die Hochschule, die Sommersemester
verbrachte sie mit ihrer Mutter auf Reisen in Südosteuropa, im Vorderen Orient, in Indien
und Ceylon. Ihre Reiseberichte erschienen in verschiedenen Zeitungen (Berliner Börsen-
courier, Berliner Tageblatt) und waren der Beginn ihrer journalistischen Tätigkeit. Durch
ihr sozialpolitisches Engagement und ihre jüdische Abstammung gefährdet, ging sie im
Mai 1933 zurück nach Wien und war hier in der Arbeiterbildung tätig, Mitarbeiterin der
„Arbeiter-Zeitung“ und der „Bunten Woche“. Nach den Februarkämpfen schloss sie sich
dem Widerstand an. Sie versteckte mehrere Personen in ihrer Wohnung, unter anderem
Luitpold Stern, den Leiter der Arbeiterbildungszentrale. 1934 hielt sie sich in Moskau auf,
biografiA.
Lexikon österreichischer Frauen, Band 2, I – O
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
- Titel
- biografiA.
- Untertitel
- Lexikon österreichischer Frauen
- Band
- 2, I – O
- Herausgeber
- Ilse Korotin
- Verlag
- Böhlau Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 2016
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79590-2
- Abmessungen
- 17.4 x 24.5 cm
- Seiten
- 1026
- Kategorie
- Lexika