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biografiA. - Lexikon österreichischer Frauen, Band 3, P – Z
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S | Saidler2806 gemeinsam mit ihrer Freundin Franziska Schneikel am Aufbau des KJV mit. Sie operierte im Rahmen des KJV entlang der Südbahnlinie, die die Industriegebiete dieser Region mit den Ortschaften Ternitz, Grünbach, Schlöglmühl, Pottschach, Gloggnitz und Neunkirchen einschloss; leitender Funktionär in diesem Gebiet war Karl Flanner; trotz der Konspiration wurden die KJV-Gruppen im Zuge der Verhaftungswelle 1934 enttarnt, was einen Neuauf- bau unter erhöhter Vorsicht erforderte. Ab 1937 bestand auf der S-Bahnstrecke wieder eine KJV-Organisation, die das obersteirische Industriegebiet und Kärnten einschloss, wobei die Verbindungen bis Hallein und Salzburg sowie Innsbruck weitergingen. Geleitet vom Mit- glied der „Provinzkommission“ (PROKO), nach 1938 von H. S., wurde hier ein Netz von Zellen vor allem in den Betrieben aufgebaut. Im April 1938 trat sie, vermutlich auf Weisung der KPÖ, dem BDM bei. Sie war auch Mitglied des NS-Lehrerbundes. Sie versuchte ab April 1939 Verbindungen zu jugoslawischen KommunistInnen herzustellen. Am 31. Mai 1939 wird H. S. verhaftet, im Juni mehrfach von der Gestapo verhört und ab 24. Juni 1939 im Gerichtsgefängnis des LG Graz inhaftiert. Am 18. Oktober 1939 muss sie als Zeugin im Prozess gegen Franz Resch vor dem LG Graz aussagen. Am 10. April 1940 wird sie wegen Vorbereitung zum Hochverrat zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Biograph. Mitteilungen, Hinweise: Projektgruppe „Frauen im antifaschistischen Widerstand“. Qu.: Datenbank DÖW. L.: Baier 1987, BLÖF, Brauneis 1974, Historische Kommission, Klagenfurt 2004, Spiegel 1974, Zeugen Jehovas 1998 Saidler Maria, geb. Müller, Mitzi; Köchin, Haushälterin und Gegnerin des NS-Regimes Geb. 1900 Gest. 1994 LebenspartnerInnen, Kinder: Verwitwet, nach anderen Angaben: verheiratet Laufbahn: M. S. arbeitete als Köchin im Haushalt der jüdischen Familie Fleischner/Flei- scher und half ihnen auch nach 1938. 1942, als die Familie deportiert werden sollte, bot ihnen M. S. an, sie zu verstecken. Sie lehnten dieses Angebot ab und wurden nach Theresien- stadt deportiert, wohin ihnen M. S. regelmäßig Pakete schickte, bis zu ihrer Deportation nach Auschwitz, wo sie ermordet wurden. M. S. stellte ihre Wohnung einer Insassin eines jüdischen Frauenheims, Anna Sommer, die von der Deportation bedroht war, als Zufluchts- ort zur Verfügung und ermöglichte so deren Überleben. Ausz.: Auszeichnung „Gerechte unter den Völkern“ durch Yad Vashem, 31. 5. 1978. L.. Gutman/Fraenkel/Borut 2005, Weinzierl 1985, http://www.gerechte-der-pflege.net/ wiki/…/Maria_Saidler Saiko Berta Wilhelmina, geb. Pittner, verh. Saiko, Saiko-Pittner, adopt. Pitsch; Chemikerin Geb. Pola, Istrien (Pula, Kroatien), 25. 12. 1893 Gest. Wien, 25. 10. 1937 Herkunft, Verwandtschaften: Eltern: Ottokar Ludwig Pittner und Berta Johanna Adler. LebenspartnerInnen, Kinder: Verheiratet mit Franz Gustav Saiko, Pächter der Apotheke von Max Stills Witwe Therese „Zur Mariahilf“ in Wien 21., Brünnerstraße 128. Das Paar hatte vier Kinder.
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biografiA. Lexikon österreichischer Frauen, Band 3, P – Z
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
biografiA.
Untertitel
Lexikon österreichischer Frauen
Band
3, P – Z
Herausgeber
Ilse Korotin
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2016
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79590-2
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1238
Kategorie
Lexika
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