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biografiA. - Lexikon österreichischer Frauen, Band 3, P – Z
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Saiko | S 2807 Ausbildungen: Beginnt ca. 1912 mit der Ausbildung zur Apothekerin, studiert an der Uni- versität Wien Pharmazie und schließt 1917 mit dem Mag.pharm ab. Setzt jedoch ihre Stu- dien fort, lässt sich ihr Pharmaziestudium anrechnen und promoviert schließlich 1920 in Chemie mit der Dissertation „Zur Kenntnis des Bixins“, die sie bei Prof. Herzog durchge- führt hat. Laufbahn: In den Studienjahren 1934/35 bis 1935/36 scheint sie als unbesoldete Assistentin am Pharmakognostischen Institut der medizinischen Fakultät der Universität Wien auf. „Frau Berta Saiko wurde am 25. Dezember 1893 in Pola [Pula, Istrien] geboren. Ihr Vater war der k. u. k. Marineingenieur Otto Pittner. Ihr Mittelschulstudium absolvierte sie in Wien, wo sie 1911 die Maturitätsprüfung ablegte. Nach Erledigung der Apothekenpraxis […] erhielt sie das Zeugnis des bestandenen Tirociniums beim Wiener Apotheker-Haupt- gremium 1915. Sie bezog […] die Universität und erlangte […] das Magisterdiplom, wor- auf sie sich dem Chemiestudium widmete […] und wurde 1920 als Doktor der Philosophie promoviert. Während ihres Chemiestudiums und nachher betätigte sie sich auch praktisch in Wiener Apotheken. 1921 verheiratete sie sich […]. Es war Frau Saiko nun möglich, sich ganz den Interessen der Familie und der Vertiefung in die pharmazeutischen Wissen- schaften zu widmen. 1926 trat sie in die Chem.-pharmazeutische Untersuchungsanstalt des Volksgesundheitsamtes als Volontärin ein. Dort verblieb sie bis 1933 [das bedeutet sieben Jahre unbezahlte Arbeit E. F.] und beteiligte sich besonders an den Arbeiten für das neue österreichische Arzneibuch. Nach dem Tode des Regierungsrates Mr. Karl Foch- mann übernahm sie die Stelle der Schriftführerin der Arzneibuchkommission [immer noch unbezahlt]. 1934 wurde sie Assistentin am Wiener Pharmakognostischen Institut [der medizinischen Fakultät der Universität, dessen Leiter der Verfasser dieses Nachrufs war.], mußte aber nach zwei Jahren die Stelle aufgeben, weil wegen ihrer Verheiratung die Weiterbeschäftigung als Assistent von gesetzeswegen [Doppelverdienerverordnung] nicht möglich war. Sie betätigte sich aber auch weiterhin [wieder unbezahlt] am Institut und in der Chemisch-pharmazeutischen Untersuchungsanstalt. Ihre Bestellung zum un- besoldeten Assistenten am pharmakognostischen Institute verhinderte ihr vorzeitiger Tod, der auch ihre redaktionelle Arbeit an der neu gegründeten ,Wiener Heilmittelrundschau‘ unterbrach. Sie starb […], ihren Gatten, vier Kinder und ihre Adoptiveltern in tiefstem Schmerze zurücklassend.“ (Wasitzky 1937) B. S. betätigte sich in der Abteilung für pharmazeutische Technik des Pharmakognostischen Instituts im Unterricht und in der Forschung. Prof. Wasitzky nennt die von der Verstorbe- nen publizierten Arbeiten und resümiert: „Die angeführten Arbeiten stellen die Ergebnisse gediegener und wertvoller wissenschaftlicher Betätigung dar, für die ihr die Institutionen, in denen Dr. Saiko wirkte, zu Dank verpflichtet sind,“ und rühmt „ihr gründliches Wissen und Können, das sich mit reichen Erfahrungen aus der Praxis verband, und ihre scharfe kritische Einstellung.“ (Wasitzky 1937) B. S. betreute auch DissertantInnen bei ihren wissenschaft- lichen Arbeiten. Qu.: Personalstandsverzeichnis der Universität Wien für die entsprechenden Jahre, Rigoro- senakt PN 4917, UA Wien. L.: Fritsch 2007, Wasitzky 1937, http://records.ancestry.com/Berta_Wilhelmina_Pittner
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biografiA. Lexikon österreichischer Frauen, Band 3, P – Z
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
biografiA.
Untertitel
Lexikon österreichischer Frauen
Band
3, P – Z
Herausgeber
Ilse Korotin
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2016
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79590-2
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1238
Kategorie
Lexika
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