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Sajević | S 2811
Ausz.: Besitzt österreichische Orden, 1895 goldenes Verdienstkreuz, Ehrendiplom mit der
goldenen Medaille des Niederösterreichischen Frauen-Gewerbevereins.
W.: „Die Kunst der Goldstickerei. Nebst einer Anleitung zur Verwendung der Goldstickerei
in Verbindung mit Application (1896, vom k. k. Ministerium für Kultus und Unterricht
approbiertes Lehrbuch)
L.: Pataky 1898, Kosel 1902–1906, http://www2.onb.ac.at/ariadne/vfb/bio_saintgeorge.htm.
Sajević Ivana, geb. Sullina; Schauspielerin
Geb. Graz, Stmk., 4. 2. 1846
Gest. Lovran, Kroatien, 5. 1. 1914
LebenspartnerInnen, Kinder: 1866 Heirat mit Aleksandar Sajević (Sandor) (1843–1891),
Schauspieler und Sänger.
Ausbildungen: I. S. erhielt 1866 ein Stipendium für eine einjährige Ausbildung in Wien.
Laufbahn: I. S. debütierte 1862 in Agram (Zagreb) und spielte dann mit Erfolg jugendliche
Naive. Nach ihrer Rückkehr aus Wien verkörperte sie vor allem Salondamen oder tragische
Heldinnen. Ab 1872 trat sie mit ihrem Mann in Neusatz (Novi Sad) auf, wo sie in den
folgenden Jahren in Hauptrollen des klassischen Repertoires besonders geschätzt wurde.
1878 kehrte I. S. nach Agram zurück und spielte vor allem in zahlreichen Charakterrollen in
in- und ausländischen Stücken. 1901 zog sie sich von der Bühne zurück.
Hauptrollen: Jele (I. Vojnovic, Ekvinocij), Gertrude (W. Shakespeare, Hamlet), Julia (ders.,
Romeo und Julia), Herzogin von York (ders., Richard III.), Königin Elisabeth (F. v. Schil-
ler, Maria Stuart), Amalia (ders., Die Räuber), Luise (ders., Kabale und Liebe), Fedora (V.
Sardou, Fedora)
L.: ÖBL
Salburg-Falkenstein Editha Ernestine Gräfin, verh. Freifrau von Krieg-Hochfelden, geb.
Gräfin von Salburg, Ps. Edith Salburg; Lyrikerin, Dramatikerin und Schriftstellerin
Geb. Steyr-Schloss Leonstein, OÖ, 14. 10. 1868 (Gemeinde Grünburg; 4. 10. Geißler)
Gest. Dresden, Deutsches Reich (Deutschland), 3. 12. 1942
Herkunft, Verwandtschaften: Vater: Graf Otto Salburg-Falkenstein (1834 –1891); Mutter:
Hildegard, geb. Holenia (* 1849), zwei jüngere Brüder, eine jüngere Schwester.
LebenspartnerInnen, Kinder: 1898 Heirat mit Dr. Franz Freiherr Krieg von Hochfelden
(1857–1919), Professor der Mathematik, Neffe Benedeks. Tochter Valentine.
Ausbildungen: Privatunterricht im Elternhaus in Graz, besonders in Geschichte und Litera-
turwissenschaft, entscheidende Anregungen von P. Rosegger und R. Hamerling.
Laufbahn: Veröffentlichte schon mit 16 Jahren Lyrik, wandte sich später dem Drama zu.
E. S.-F. lebte ihres kranken Mannes wegen in Arco (Trentino) und gewann dort Einblick
in die Grenzlandprobleme, die ihre deutsch-nationale Einstellung bestärkten. In ihren Ro-
manen und Dramen polemisierte sie gegen aristokratische und klerikale Standesdünkel und
setzte sich vielfach mit den Schicksalen Armer und Notleidender, mit Hilfe der Satire, der
Ironie und der direkten Anklage, auseinander. In ihren Salonromanen vertrat sie eine natio-
nale Einstellung und offenbarte zudem eine antisemitische Tendenz. Nach dem Tod ihres
Mannes war sie darauf angewiesen, ihren Lebensunterhalt selbst zu finanzieren. Neben ihrer
biografiA.
Lexikon österreichischer Frauen, Band 3, P – Z
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
- Titel
- biografiA.
- Untertitel
- Lexikon österreichischer Frauen
- Band
- 3, P – Z
- Herausgeber
- Ilse Korotin
- Verlag
- Böhlau Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 2016
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79590-2
- Abmessungen
- 17.4 x 24.5 cm
- Seiten
- 1238
- Kategorie
- Lexika