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biografiA. - Lexikon österreichischer Frauen, Band 3, P – Z
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Salzmann | S 2817 ihrer Geburt in der Brünnlbadgasse 4 in Wien 8 und zog später in die Kochgasse 16. Die Eltern kamen in Theresienstadt ums Leben. LebenspartnerInnen, Kinder: 1942 Heirat mit dem Laryngologen Dr. Friedrich Grossmann. Ausbildungen: Die ersten drei Schuljahre wurde sie von einer Hauslehrerin unterrichtet. Später besuchte sie das Realgymnasium in Wien 8, Albertgasse. 1922 bis 1928 Ausbildung an der Wiener Frauenakademie. Schülerin von Prof. Ferdinand Kitt, André Lhote in Paris (1928) und Oscar Kokoschka in Salzburg. Laufbahn: 1929 bezog sie ein eigenes Atelier. Lea Bondy förderte sie, fast jährlich stellte sie 1933 bis 1938 in der Galerie Würthle aus, alleine, mit Bettina Ehrlich, Lisl Weil oder Henri Matisse. Die Sommer verbrachte sie mit anderen KünstlerInnen, u. a. Bettina Bauer-Ehrlich und Hilde Spiel, am Wolfgangsee in Zinkenbach, in der so genannten Malerkolonie Zinken- bach, wo auch ihr Lehrer Ferdinand Kitt, Josef Dobrowsky und die besten Künstler ihrer Ge- neration tätig waren. In Wien waren ihre Bilder zuletzt in der Frühjahrsausstellung 1938 der Wiener Secession zu sehen. Sie galt als sehr talentierte aufstrebende Künstlerin. Ihr späterer Mann wollte am 13. März 1938 eine Praxis eröffnen, die politischen Umstände zerschlugen diese Pläne, er ging nach Amerika. L. S. blieb noch bis August in Wien, über Paris emigrierte sie nach New York. In Amerika entwickelte sie sich immer mehr zu einer Gesellschaftsmale- rin. Sie schuf hauptsächlich Porträts und Landschaftsbilder. 1939–1948 fertigte sie vor allem Schnellporträts an. 1948 verbrachte sie einen Arbeitsaufenthalt in Fort Defiance, Arizona, einem Reservat der Navajo Indianer. 1949 folgte sie ihrem Mann nach Kalifornien, 1950 übersiedelten sie nach Seattle. Das Frye Art Museum in Seattle widmete ihr, insbesondere ihren Werken mit Limoges-Emailtechnik, in den 1970er und 1980er Jahren mehrere Aus- stellungen. Nach dem Tod ihres Mannes besuchte sie 1954 erstmals wieder Wien, 1984 letzt- malig Hilde Spiel am Wolfgangsee. Zahlreiche Bilder, die sie von ihren MalerkollegInnen, u. a. von Schiele erhalten hatte, musste sie für ihre Altersvorsorge verkaufen. 1998 verfasste sie ihre Lebensgeschichte, außerdem sammelte sie Kinderbücher. 2003 widmete das Museum Zinkenbacher Malerkolonie St. Gilgen der Exil-Künstlerin eine Ausstellung. Ausz., Mitglsch.: 1947, 1952 Auszeichnungen der National Ceramic Exhibition im Syra- cuse Museum of Fine Arts für die Wiederbelebung der Limoges-Emailtechnik. 1997 first honorary member of the Austrian-American Council Chapter in the State of Washington, Goldenes Ehrenkreuz der Österreichischen Regierung. Qu.: Tagblattarchiv (Personenmappe), Nachricht v. Andrea Kraihammer, MZMK Wissen- schaftl. Beirat, Kuratorin der Ausstellung 2005 (www.malerkolonie.at). L.: Steinmetzer 2003, Internet: Sheila Farr: Obituary: Lisel Salzer, 99, Seattle artist who fled Nazis, in Seattle Times art critic: http://seattletimes.nwsource.com/, Sheila Farr: A find from the ‚lost generation’: Austrian painter Lisel Salzer in Seattle Times art critic: http:// archives.seattletimes.nwsource.com/, http://www.malerkolonie.at/, http://jewishnews.at/ jewish-news-from-austria-6/2007/ Salzmann Juliane, Sternad, Juliana Sternat, Julianna; Widerstandskämpferin Geb. Kothvogel b. Stainz, Stmk., 5. 2. 1909 (1905) Gest. KZ Ravensbrück, Deutsches Reich (Deutschland), 6. 12. 1944 LebenspartnerInnen, Kinder: Anfang der 1930er Jahre Heirat mit Hugo Salzmann (1902–
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biografiA. Lexikon österreichischer Frauen, Band 3, P – Z
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
biografiA.
Untertitel
Lexikon österreichischer Frauen
Band
3, P – Z
Herausgeber
Ilse Korotin
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2016
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79590-2
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1238
Kategorie
Lexika
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