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Sanetty | S 2825
Sanetty Karoline, Caroline; Philanthropin und Wohltäterin
Geb. 15. 2. 1820
Gest. Wien, 17. 12. 1897
Herkunft, Verwandtschaften: Tochter des Messerschmieds Andreas Hackmesser.
LebenspartnerInnen, Kinder: 1846 Heirat mit Peter Sanetty (1814 –1885), Nadlermeister,
Teilhaber der Firma „Johann Grünhold und Peter Sanetty“ am Hohen Markt, Gründer des
Josefstädter Waisenhauses (1881 gestiftet und 1884 eröffnet); Peter Sanetty kam aus ärms-
ten Verhältnissen, wuchs im Waisenhaus auf, gelangte später zu Wohlstand.
Laufbahn: K. S. stiftete 1886 50.000 Gulden (lt. Internet sogar Aktien im Wert von 112.000
Gulden) für die Erbauung eines städtischen Waisenhauses für Mädchen im achten Wiener
Bezirk (Josefstädter Strasse 97). Dieses Heim konnte 1889 eröffnet werden. Vereinigt mit
dem Waisenhaus für Knaben bot der Komplex auch Platz für eine Volksschule und eine
Bürgerschule für Mädchen. Ab 1922 wurden nur mehr Knaben ins Waisenhaus aufgenom-
men, 1938 wurde das Heim geschlossen.
Ausz.: Große Goldene Salvatormedaille; Ehrengrab am Zentralfriedhof (Arkadengrüfte Nr. 28);
1902 Verkehrsflächenbenennung: Sanettygasse, 8. Bezirk.
L.: Autengruber 1995, Ehrengräber am Wiener Zentralfriedhof: http://www.viennatourist-
guide.at/Friedhoefe/Zentralfriedhof/
Šantel Augusta, auch Avgusta, geb. v. Aigentler; Malerin
Geb. Stainz (bei Graz), Stmk., 12. 5. 1852
Gest. Ljubljana, Jugoslawien (Ljubljana, Slowenien), 29. 5. 1935
Herkunft, Verwandtschaften: Mutter: Henrika (Henriette) von Aigentler, geb. Fischer
(1828–1873); Vater: Hugo von Aigentler (1819 –1864), Gerichtsrat, der aus Liebhaberei Mi-
niaturen malte. Älteste Schwester von Henriette von Aigentler, verh. Boltzmann.
LebenspartnerInnen, Kinder: 1873 Heirat mit Anton Šantel (1845–1920), Gymnasialpro-
fessor; Sohn: Aleksander (Sasa) (1883–1945), Maler, Grafiker und Musiker; Töchter: Hen-
rietta (Henrika) (1874 –1940), Malerin und Avgusta (1876–1968), Malerin.
Ausbildungen: 1865–72 Malereistudium an der Kunstakademie in Graz bei Tunner und
Schwach; anschließend bis zu ihrer Heirat Malereistudium in München.
Laufbahn: A. S. war zuerst an der höheren Mädchenschule in Görz tätig. Während des Ersten
Weltkrieges lebte die Familie in Gurkfeld (Krsko), ab 1920 in Marburg a. d. Drau (Maribor)
und ab 1929 in Laibach (Ljubljana). Sie widmete sich vor allem der Porträtmalerei. Ihr mehr
als 500 Arbeiten umfassendes Oeuvre in Kreide und Pastell ist in der Tradition des Bieder-
meiers gehalten. Sie malte auch Bilder ihrer Schwester Henriette und deren Gatten Ludwig
Boltzmann. Ausstellungen: Laibach 1900, Görz 1912, Nova Gorica 1970 (Familienausstellung).
L.: Flamm 1995, Fuchs 1979, ÖBL, Thieme/Becker 1992
Santifaller Maria Christina (gen. „Maria Ditha“), verh. Hemsoth, verh. Sellschopp, Ps.
Christina Suntaval; Kunsthistorikerin, Lyrikerin, Übersetzerin, Kulturorganisatorin und
Unternehmerin
Geb. Kastelruth, Südtirol, (Italien), 30. 6. 1904
Gest. Dortmund, NRW, BRD (Deutschland), 5. 11. 1978
biografiA.
Lexikon österreichischer Frauen, Band 3, P – Z
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
- Titel
- biografiA.
- Untertitel
- Lexikon österreichischer Frauen
- Band
- 3, P – Z
- Herausgeber
- Ilse Korotin
- Verlag
- Böhlau Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 2016
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79590-2
- Abmessungen
- 17.4 x 24.5 cm
- Seiten
- 1238
- Kategorie
- Lexika