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biografiA. - Lexikon österreichischer Frauen, Band 3, P – Z
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Sartory | S 2829 Töchtern an die Regierung mit der Bitte um Informationen über den Verbleib von Sao Kya Seng blieben unbeantwortet. Nach seiner Verhaftung war I. S. unter Hausarrest gestellt wor- den, konnte aber 1964 mit ihren zwei Töchtern nach Österreich flüchten. Dennoch blieb sie in Hsipaw unvergessen. In vielen Haushalten hängen wieder Schwarz- Weiß-Fotos des Prinzenpaares samt ihren beiden Töchtern. Später ging I. S. wieder in die USA, wo sie erneut heiratete. W.: „Dämmerung über Birma: Mein Leben als Shan-Prinzessin“ (2006) L.: http://www.kleinezeitung.at/kaernten/…/wurde-inge-sargent.story, http://derstandard. at/…/Inge-Eberhard-Eine-himmlische-Regentin-aus-dem-Lavanttal Sartory (Sartori) Josefa, geb. Schmid(t); Schauspielerin und Sängerin Geb. Wien, 18. 3. 1771 (Taufdatum 19. 3. ) Gest. Wien, 26. 6. 1844 Herkunft, Verwandtschaften: Vater: Bedienter und ehemaliger Logenmeister; Schwager: Johann Sartory (Sartori) (1759 –1840), Schauspieler, Regisseur und Theaterleiter. LebenspartnerInnen, Kinder: 1795 Heirat mit Anton J. Sartory (Sartori) (1767–1821), der ebenfalls am Leopoldstädtertheater (erstes Auftreten 1783) engagiert war und auch einige unbedeutende Theaterstücke verfasste. Laufbahn: J. S. gehörte zu den bedeutendsten Schauspielerinnen des Alt-Wiener Volksthea- ters im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts. Sie war ab 1788 im Soubrettenfach am Wiener Leopoldstädtertheater engagiert, wo sie vorerst in Singspielen J. Perinets als Partnerin J. La- roches und A. Baumanns, ab Mitte der 1790er Jahre als Geliebte des von A. Hasenhut krei- erten Thaddädl erfolgreich war. In Lokalstücken Kringsteiners gelang ihr, gleichzeitig mit der Entdeckung ihres komischen Talents, der Übergang in ein neues Rollenfach. Obwohl sie noch bis 1810 ihre Soubrettenrollen beibehielt, traten an die Stelle der munteren und naiven jungen Dienstbotin immer mehr die teilweise sogar für sie geschriebenen Rollen älterer Frauen aus dem Volk, wie Haushälterinnen, Wäscherinnen, Marktweiber sowie verliebte alte Jungfern. Eine schnelle, sich überstürzende Sprache sowie die Verwendung stehender Redensarten und ein karikaturistisches Spiel waren Elemente ihrer Komik, die teilweise aber auch als grell und übertrieben eingeschätzt wurde. Erst im Zusammenspiel mit I. Schuster verfeinerte sich ihre Darstellung und sie erreichte 1813 –17 ihren künstlerischen Höhepunkt. In den 1820er Jahren wurde sie immer seltener eingesetzt und schied 1828 aus dem Ensemble des Theaters. J. S.s Entwicklung von der Lokalsängerin und munteren Soubrette zur Charakterkomikerin und komischen Alten spiegelt zugleich die theatergeschichtliche Entwicklung des Alt-Wiener Volkstheaters von der burlesken Typenkomik zur Charakterkomik. Hauptrollen: Lisette (J. Perinet, Das Neu-Sonntagskind), Lorchen (ders., Die Schwestern von Prag), Rosa (J. Huber, Der eiserne Mann), Frau Resel (F. Kringsteiner, Othello, der Mohr von Wien), Frau v. Drescherl (ders., Ehestands-Szenen), Fräulein Julchen von Ei- senfeil (ders., Hanns in Wien und ders., Hanns in der Heimat), Ursula Quintel (A. Bäuer- le, Staberls Hochzeit oder der Kourier und ders., Staberls Wiedergenesung), Pimpernelle Hauswurzen (ders., Der Fiaker als Marquis), Madame Würfel (ders., Der Leopoldstag oder Kein Menschenhaß und keine Reue), Maragrethe (J. A. Gleich, Die Musikanten am Ho- henmarkt), Trudel (K. Meisl, Der Kirchtag in Petersdorf).
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biografiA. Lexikon österreichischer Frauen, Band 3, P – Z
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
biografiA.
Untertitel
Lexikon österreichischer Frauen
Band
3, P – Z
Herausgeber
Ilse Korotin
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2016
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79590-2
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1238
Kategorie
Lexika
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