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kloster zurückkehren. Abt Rupert Keutzl von St. Peter (amt. 1466–1495) äußert sich an-
erkennend über ihre geistliche Lebensführung in seinem Empfehlungsschreiben an die
Äbtissin von Niedermünster (Brief vom 3. Oktober) und bittet um ihre freundliche Wie-
deraufnahme. Lange ist sie in Niedermünster jedoch nicht verblieben, 1468 ist sie wieder
ins Kloster der Petersfrauen zurückgekehrt. Bei ihrer Rückkehr vermachte sie dem Kloster
einen Becher mit einem vergoldeten Reifen. Am 9. August 1469 lobte sie dem Abt von
St. Peter Gehorsam. Am 4. Mai 1471 schenkte sie dem Kloster einen Goldring mit einem
Diamanten.
W.: U. S. übersetzte den Traktat von Silvester von Rebdorf († 1465), „De passione Domini“
ins Deutsche (Salzburg, St. Peter, Cod. b VIII 27ra-177rb)
L.: Hayer 1982, Höver 1988, Höver 1992, Jahn 2011, Schellhorn 1925, Tietze 1913
Ingrid Roitner
Sauberer Adele, geb. Steinbach; Botanikerin
Geb. Wien, 23. 4. 1914
Gest. Wien, 28. 3. 2005
Herkunft, Verwandtschaften: Eltern: Hauptschullehrerehepaar Johann und Adele Steinbach,
geb. Haberfellner; der Vater arbeitete an einer Dissertation über die Vegetationsverhält
nisse
des Irrseebeckens in Oberösterreich, ab 1924 verbrachte die Familie deshalb die Ferien in Zell
am Moos.
LebenspartnerInnen, Kinder: 1938 Heirat mit Dr. Franz Sauberer (1899 –1959), Bio-
klimatologe an der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik in Groß-Hollenstein
in NÖ; Sohn: Michael (* 1942).
Ausbildungen: 1919–24 Volksschule, bis 1932 Realgymnasium der Bundeserziehungsanstalt
Wien XVII, Matura mit Auszeichnung, ab Herbst 1932 Studium der Naturgeschichte und
Physik an der philosophischen Fakultät der Universität Wien, zugleich als Externistin Be-
such der Bundeslehrerinnenbildungsanstalt in Wien I, Hegelgasse, 1933 Reifezeugnis für
Volksschulen mit Auszeichnung; 16. 3. 1938 Promotion zum Dr.phil.
Laufbahn: 1935–38 vegetationskundliche Studien in den linksseitig gelegenen Donau-
auen im südöstlichen Nahbereich von Wien (Untere Lobau) unter der Anleitung von Prof.
August Ginzberger, nach dessen Tod bei Prof. Knoll; 1938–40 Unterricht an städtischen
Schulen und an der Volksschule für Mädchen in Wien XIV, Johnstraße; 1940 freiwilliges
Ausscheiden aus dem Schuldienst; 1941/42 in Kärnten, wo ihr Mann als Meteorologe ein
Jahr am Fliegerhorst in Klagenfurt Dienst zu machen hatte, von Klagenfurt aus betreuten
beide sämtliche Wetterstationen in Kärnten und Osttirol, nebenbei Untersuchung der op-
tischen Eigenschaften der Kärntner Seen; 1939–45 wiederholte Aufenthalte in der Biolo-
gischen Station Lunz am See; von Prof. Marinelli 1946 für den Botanikunterricht an die
Volkshochschule Wien-Ottakring geholt, 1946–1986 botanische Kurse in Ottakring, in der
Urania und bei den Gehörgeschädigten in Wien XIV, viele botanische Exkursionen; 1961–
86 am Pädagogischen Institut der Stadt Wien Exkursionen zur Vorbereitung von Schul-
wanderungen; 1960–65 Leitung der Arbeitsgemeinschaft naturwissenschaftlicher Lehrer
an Volksschulen; 1950–1980 wiederholt Teilnahme an den Seminaren von Franz Rief, 1963
Seminarleiterin und für die Herausgabe eines naturkundlichen Führers in die Umgebung
biografiA.
Lexikon österreichischer Frauen, Band 3, P – Z
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
- Titel
- biografiA.
- Untertitel
- Lexikon österreichischer Frauen
- Band
- 3, P – Z
- Herausgeber
- Ilse Korotin
- Verlag
- Böhlau Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 2016
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79590-2
- Abmessungen
- 17.4 x 24.5 cm
- Seiten
- 1238
- Kategorie
- Lexika