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biografiA. - Lexikon österreichischer Frauen, Band 3, P – Z
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S | Sauter2834 Sauter Lilly von, Lilli, geb. Pleschner, eigentl. Juliane Sauter; Schriftstellerin, Kinder- und Jugendbuchautorin und Kunsthistorikerin Geb. Wien, 19. 6. 1913 Gest. Innsbruck, Tirol, 7. 3. 1972 Herkunft, Verwandtschaften: L. S. war die Tochter des bekannten Wiener Urologen und Universitätsprofessors Hans Gallus Pleschner. Ausbildungen: L. S. maturierte 1931 in Wien und studierte anschließend Kunstgeschichte und Archäologie. Während des Studiums hielt sie sich zeitweise in London, Rom und Paris (hier lernte sie Oskar Kokoschka kennen) auf. 1936 schloss sie das Studium in Wien bei Julius von Schlosser ab. LebenspartnerInnen, Kinder: 1936 heiratete sie Heinz von Sauter, dessen Familie in Tirol ansässig war. Es folgte die Übersiedlung nach Berlin. Während des Zweiten Weltkriegs kamen ihre beiden Söhne in Innsbruck zur Welt. Sie pendelte in den Kriegsjahren mit den Kindern zwischen Seefeld und Berlin. Im Februar 1943 wurde ihr Mann eingezogen und sie zog mit den Kindern ganz nach Seefeld zu ihren Eltern, die 1938 von Wien dorthin übersiedelt waren. Laufbahn: L. S. arbeitete als Kunst- und Theaterkritikerin, als Feuilletonredakteurin und beim Rundfunk. Als Mitarbeiterin bei Radio Tirol betreute sie neben zahlreichen kultu- rellen Sendungen unter anderem die Reihe „Unser Filmgespräch“. Sie war 1946/47 Redak- teurin der Monatszeitschrift „Wort und Tat“ (mit G. M. Bourgeois), übersetzte aus dem Englischen und Französischen und veröffentlichte eigene Werke. Von 1950–1958 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin des Institut Français, das damals eines der wichtigsten kul- turellen Zentren Innsbrucks war. 1961 arbeitete sie an der internationalen Ausstellung „Eu- ropäische Kunst um 1400“ im Kunsthistorischen Museum Wien mit. 1962 wurde sie zur Kustodin der kunsthistorischen Sammlung auf Schloss Ambras berufen. Ihr sind z. B. die Wiederentdeckung der Kunst- und Wunderkammer sowie die Einführung der sommer- lichen Schlosskonzerte zu verdanken. Ausz.: 1958 Kunstförderungspreis der Stadt Innsbruck. Berufung in den Kulturbeirat des Landes Tirol. Neben Auszeichnungen des Auslandes (z. B. Ordre des Arts et Lettres) erhielt sie 1970 das Verdienstkreuz des Landes Tirol; Verkehrsflächenbenennung: In Igls wurde ein Weg nach ihr benannt. Qu.: Nachlass Forschungsinstitut Brenner-Archiv, Universität Innsbruck http://www.uibk. ac.at/brenner-archiv/archiv/; Tagblattarchiv (Personenmappe). W.: „Spiegel des Herzens. Gedichte“ (1948), „Ruhe auf der Flucht. Roman“ (1951), „Mond- finsternis. Novelle“ (1957), „Zum Himmel wächst das Feld. Gedichte“ (1973), „Die blauen Disteln der Kunst. Prosa und Lyrik“ (1993), Übersetzungen: ca 30 Werke aus dem Engli- schen und Französischen, u. a.: „Mauriac, Francoise: Das Geheimnis Frontenac“ (1961) L.: Bruckmann 2001, Pfaundler-Spath 2005, Pichler 1955, Stock 1995, www.innsbruck. at/frauenlexikon, www.aeiou.at, Lexikon Literatur in Tirol (Online-Datenbank des Bren- ner-Archivs) Saville Annette, geb. Annie Bankier; Sekretärin und Übersetzerin Geb. Wien, 21. 11. 1923 Herkunft, Verwandtschaften: Ihre Eltern konnten nach Shanghai flüchten.
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biografiA. Lexikon österreichischer Frauen, Band 3, P – Z
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
biografiA.
Untertitel
Lexikon österreichischer Frauen
Band
3, P – Z
Herausgeber
Ilse Korotin
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2016
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79590-2
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1238
Kategorie
Lexika
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