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biografiA. - Lexikon österreichischer Frauen, Band 3, P – Z
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Savoyen-Carignan | S 2835 Ausbildungen: A. S. besuchte in Wien das Realgymnasium (Novaragasse) bis zur 5. Klasse und erhielt nebenbei 5 Jahre Klavierunterricht, nahm in England den Schulbesuch wieder auf und schloss mit dem O-Level ab. 1960 legte sie die Klavierlehrerprüfung am Royal College of Music ab. Laufbahn: A. S. kam mit dem Kindertransport am 10. 12. 1938 nach England, lebte in meh- reren Heimen und Pflegefamilien, schließlich musste sie sich in achtmonatige Behandlung begeben. Sie arbeitete 1943 –1950 als Kranken- und Kinderschwester, danach als Stenoty- pistin und Sekretärin und später als Übersetzerin bei der National Westminster Bank. 1983 ging sie in Pension und widmet sich seither der Musik. W.: „Little Grass-Orphan Annie“ (1994), „Only a Kindertransportee“ (2002) L.: Wimmer 1993 Savoyen-Carignan Maria Theresia Herzogin von, geb. Prinzessin Liechtenstein; Gründerin eines Stiftes Geb. Schwarzkosteletz, Böhmen (Kostelec nad Černými lesy, Tschechien), 11. 5. 1694 Gest. Wien, 20. 2. 1772 Herkunft, Verwandtschaften: Vierte Tochter von Hans Adam I., Fürst von Liechtenstein und Edmunda Maria Theresia, geb. von Dietrichstein-Nikolsburg. LebenspartnerInnen, Kinder: 1713 Heirat mit Prinz Thomas Emanuel von Savoyen-Carig- nan (1687–1713), einem Neffen Prinz Eugens. Laufbahn: Bereits 1729 verwitwet, verfügte T. S.-C. über ein großes Vermögen, das sie für di- verse wohltätige Zwecke verwendete. Auf ihren Gütern hob sie die Leibeigenschaft auf und förderte das Schul- und Spitalswesen 1756 stiftete die Herzogin die Savoyensche adelige Ritterakademie, die 1778 im Theresianum aufging. Neben vielen anderen Legaten bestimm- te sie in ihrem Testament von 1769, in dem sie den Fürsten Alois Liechtenstein zu ihrem Universalerben einsetzte, ein adeliges weltliches Fräuleinstift. Die 20 Stiftsdamen sollten von altem Adel, bei der Aufnahme zwischen 15 und 40 Jahre alt sein, nicht mehr als 4000 Gulden Vermögen besitzen und Waisen oder vaterlos sein. Sie wohnten im Stiftsgebäude, hatten Andachtsübungen zu verrichten und schwarze Kleidung mit dem Ordenszeichen zu tragen, durften aber ausgehen, verreisen und sogar heiraten. Ursprünglich stand dem Stift eine Oberin vor, seit der Zeit Kaiser Josephs II wählten die Stiftsdamen 3 Regentinnen. Als Stiftungshaus diente das ehemalige Wohnhaus der Herzogin in der Johannesgasse 15 in Wien Innere-Stadt. Nach dem Ableben der Stifterin erhielt es von Maria Theresia am 21. Juli desselben Jahres „das Installirungspatent und Statuten“. Dem Savoyschen Stift stand eine Äbtissin vor, der mittels Diplom Maria Theresias vom 9. Juli 1772 der Fürstentitel ver- liehen worden war. L.: Czeike Bd. 5, 2002, DBE, Gampl 1960, http://www.liechtenstein-immobilien.at/de/ge- baeude/savoysches_damenstift_johannesgasse/geschichte.html Savs Viktoria; Soldatin Geb. Reichenhall, Oberbayern, Deutsches Reich (Bad Reichenhall, Deutschland), 27. 6. 1899 Gest. Salzburg, Sbg., 31. 12. 1979
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biografiA. Lexikon österreichischer Frauen, Band 3, P – Z
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
biografiA.
Untertitel
Lexikon österreichischer Frauen
Band
3, P – Z
Herausgeber
Ilse Korotin
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2016
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79590-2
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1238
Kategorie
Lexika
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