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Schaaf | S 2843
Laufbahn: 1912–14 Lehrerin für Französisch am Cottage-Lyzeum. Während des Krieges
im Kriegsspital Kaasgraben in Wien tätig. Ab 1918 Lektorin für Rumänische Sprache an
der Universität Wien, 1920 –25 zusätzlich Rumänisch-Lehrerin an der Wiener Lehranstalt
für orientalische Sprachen, 1921 beeideter Gerichtsdolmetsch, 1921 Versuch sich zu habi-
litieren. Wissenschaftlich beschäftigte sich A. S. hauptsächlich mit dem wissenschaftlichen
Quellenwerk aus dem Mittelalter über die Frau in der Geschichte.
Ausz.: Silberne Ehrenmedaille mit der Kriegsdekoration 1918, 1925 Titel Professor.
W.: „Der russisch-türkische Krieg im Jahre 1711 und die Politik des Fürsten Demeter Cau-
temir. Phil. Diss.“ (1911)
L.: Kralik von Meyrswalden 2009, Richter 1997, Archivinformationssystem des Archivs der
Universität Wien
Schaaf Auguste, geb. Wilfert; Praterunternehmerin
Geb. Wien, 1847
Gest. Wien, 1908
Herkunft, Verwandtschaften: Stammt aus der bereits im Prater ansässigen Schausteller-
familie Wilfert. Älteste Tochter von Ernst Christian Wilfert und Johanna Emilie, geb.
Gähnrich. Schwestern: Anna, Emilie.
LebenspartnerInnen, Kinder: 1870 Heirat mit August Schaaf (1821–1885), Gründer der
gleichnamigen Praterhüttendynastie. Kinder: Max (* 1871), Sophie (* 1877), Richard (* 1882),
Hermine (* 1889).
Laufbahn: Der aus Leipzig stammende August Schaaf, der als Besitzer kleiner Menagerien
und Affentheater Mitteleuropa bereiste und in Wien bald als „König der Bankisten“ (wie
man Inhaber von Schaugeschäften nannte) Karriere machte, übernahm 1866 ein Panopti-
kum im Prater (in dem Gipsfiguren gezeigt wurden). Das Etablissement blieb bis 1918 im
Besitz der Familie. August Schaaf zeigte menschliche Abnormitäten, stellte 1877 aber auch
die 1. Schlagmaschine auf. Nach seinem Tod (1885) übernahm seine Witwe A. das Geschäft
und führte dieses bis zu ihrem Tod. Sie brachte in dieser Zeit die verschiedensten Attrak-
tionen (z. B. 1886 die 1. Wasserrutschbahn, 1889 Bauchredner und dressierte Hunde, 1890
Karl Juhasz‘ Zaubertheater, 1894 einen Fußkünstler, 1895–97 den elektrischen Mann, 1900
ein Fahrradkarussell und 1905 eine Kraftmaschine).
L.: Czeike Bd. 5, 2004, www.praterdynastien.at/
Schäch Frau, Vorname unbekannt; Brunnenfrau
Geb. ?
Gest. ?
Laufbahn: Die Frau des Maurermeisters Peter Schäch war Rädelsführerin des so genannten
„Egerer Weibersturms“ am 18. August 1791. Der Aufstand der Frauen richtete sich gegen
die auf Veranlassung des Egerer Stadtphysikus Dr. Bernard Adler durchgeführte Einfrie-
dung der Franzensbader Quelle, deren heilkräftiges Wasser seit langem von Brunnenfrauen
geschöpft und verkauft wurde und die sich in ihren Rechten beschränkt fühlten. Die Befes-
tigungen wurden von der Menge gestürmt und zerstört.
L.: Prökl 1845
biografiA.
Lexikon österreichischer Frauen, Band 3, P – Z
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- Titel
- biografiA.
- Untertitel
- Lexikon österreichischer Frauen
- Band
- 3, P – Z
- Herausgeber
- Ilse Korotin
- Verlag
- Böhlau Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 2016
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79590-2
- Abmessungen
- 17.4 x 24.5 cm
- Seiten
- 1238
- Kategorie
- Lexika