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Schäfer | S 2845
zu helfen. 1949 trat sie zum ersten Mal in den USA auf, stellte in einem Gastspiel im „Cafe
Vienna“ in New York ihr neues Programm vor.
L.: Trapp/Mittenzwei 1999
Schäfer Gisela, geb. Gittel Sara Rubel; Philosophin
Geb. Strylice bei Horodenka, Galizien (Gorodenka, Ukraine), 20. 8. 1876
Gest. ?
Herkunft, Verwandtschaften: Ihr Vater war Moses Rubel, Gutsbesitzer in der Nähe von
Husiatyn, heutige Ukraine, und ihre Mutter Maria Switkes. Sie hatte möglicherweise einen
Bruder, Israel Rubel. Religionsbekenntnis: mosaisch. Muttersprache: polnisch (manchmal
auch deutsch angegeben).
Ausbildungen: Nach mehrjährigen Privatstudien bestand sie im Herbst 1897 die Auf-
nahmeprüfung in die achte Gymnasialklasse am k. k. Staats-Obergymnasium in Bielitz
(Bielsko, Polen). Nach Abschluss der achten Klasse absolvierte sie im September 1898 die
Maturitätsprüfung am k. k. Staats-Obergymnasium in Troppau (Opava, Tschechien). Vom
Wintersemester 1898/99 bis zum Wintersemester 1903/04 studierte sie als ordentliche Hö-
rerin (unter dem Namen Gisela Schäfer) an der philosophischen Fakultät der Wiener Uni-
verstität. Als erste Frau promovierte sie 1903 in Philosophie auf Basis ihrer Dissertation
(eingereicht 1902) mit dem Titel „Versuch einer kritischen Darstellung über das Wesen der
Affekte“. In ihrer Arbeit fasst sie die Kritik damals neuerer psychologischer und physiolo-
gischer Theorien zusammen und versucht sich in einer Definition und Klassifikation der
Affekte. Die Begutachter der Dissertation waren die Professoren Jodl und Müller.
Während des Studiums besuchte sie zunächst Lehrveranstaltungen, welche sich zumeist
mit Leben und Geschichte der Antike (römisches Recht, griechische Geschichte, …) be-
schäftigten, und natürlich auch mit den Philosophen. Im späteren Verlauf studierte sie auch
zunehmend Psychologie und Physiologie, zumeist bei den Professoren Stöhr, Jodl und Ex-
ner. Selbst mit dem Doktordiplom in der Tasche, besuchte sie noch Vorlesungen zur Ex-
perimentalphysik und physiologischen Experimenten bzw. Messungen, speziell im Bereich
des Nervensystems.
Erwähnenswert sei noch, dass G. Sch. während ihrer Studienzeit viermal den Wohnort
wechselte, welches, wie ihre gesamte schulische Laufbahn, auf eine gewisse Ungebundenheit
hindeutet.
Qu.: UA Wien, Rigorosenakt, Nationale; UB Wien, Dissertation, Search Database, Jewish
Records Indexing Poland: http://www.jewishgen.org/jri-pl/jriplweb.htm (22. 06. 09) Such-
begriff: Any Field „Rubel“ AND Any Field „Moses“.
Reinhard Stanzl
Schäfer Isolde; Kinder- und Jugendbuchautorin
Geb. Dorsten, Deutsches Reich (Deutschland), 27. 4. 1938
Ausbildungen: Absolvierte eine kaufmännische Lehre.
Laufbahn: Wuchs in Linz auf, war als Kontoristin tätig, ab 1969 Teilzeitkraft in einer Bank.
Beschäftigte sich mit Bauernmalerei, Pflanzenstoffdruck, Ikebana u. a. 1990 trat sie erstmals
als Autorin an die Öffentlichkeit.
biografiA.
Lexikon österreichischer Frauen, Band 3, P – Z
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
- Titel
- biografiA.
- Untertitel
- Lexikon österreichischer Frauen
- Band
- 3, P – Z
- Herausgeber
- Ilse Korotin
- Verlag
- Böhlau Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 2016
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79590-2
- Abmessungen
- 17.4 x 24.5 cm
- Seiten
- 1238
- Kategorie
- Lexika