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biografiA. - Lexikon österreichischer Frauen, Band 3, P – Z
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Schaffgotsch | S 2847 Glaubens und konvertierte anlässlich ihrer Heirat zum Katholizismus. Sohn Nils entstamm- te der 1. Ehe. Laufbahn: Im Jahr 1934 beteiligte sich H. Sch.s zweiter Ehemann aktiv an der Niederschla- gung eines nationalsozialistischen Putschversuches in seiner Wohngemeinde Lamprechts- hausen. Nach dem Einmarsch der deutschen Truppen in Salzburg im März 1938 kehrte er von einer gemeinsamen Italienreise mit seiner jüdischen Ehefrau Hedwig nicht mehr nach Österreich zurück und wurde, nach einem kurzen Aufenthalt in Triest, in Zagreb ansässig. Dort verdiente er sich seinen Lebensunterhalt vor allem durch kirchliche Aufträge und Re- staurierungsarbeiten. 1942 wurde er von den kroatischen Behörden festgenommen und in einem deutschen Internierungslager in Dubrovnik inhaftiert. Dort verstarb er am 21. De- zember 1942 unter ungeklärten Umständen. H. Sch. arbeitete ab 1943 in Dubrovnik und in einem italienischen Feldlazarett. Sie lebte ab 1944 in Turin, ab 1947 in Berlin. H. Sch., die dem Naziterror entkommen war, veröffentlichte 1949 ein Buch über das Schicksal ihres Mannes und ihr eigenes während der nationalsozialistischen Herrschaft. W.: „Die Liebenden sind alle von einer Nation. Ein Frauenschicksal.“ (1959) L.: Haslinger/Mittermayr 1987, Jessewitsch/Schneider 1999, Kuzio-Podrucki 2009, Schaffer 1988, Wedel 2010, Wikipedia Schaffgotsch Maria Gräfin, Sr. Mechthild vom armen Kinde Jesus; Ps. Maria von und zu Kynast und Greiffenstein; Schriftstellerin, Lyrikerin und Ordensfrau Geb. Wiesbaden, Hessen-Nassau, Preußen, Deutscher Bund (Deutschland), 2. 2. 1857 Gest. Wien, 18. 12. 1919 Herkunft, Verwandtschaften: Vater: Graf Josef Schaffgotsch von und zu Kynast und Greiffen- stein († 1859); Mutter: Gräfin M. Franziska zu Stollberg, Enkelin des Konvertiten Fr. Leo pold Stollberg, Dichterin; Bruder: Levin Gotthard Graf Schaffgotsch, Verwaltungsbeamter. Ausbildungen: M. Sch. wurde in Klosterinternaten erzogen, zunächst im Sacré Coeur Marien thal bei Münster und später bei den Salesianerinnen zu Thurnfeld bei Hall. Laufbahn: M. Sch. lebte ab 1872 bei ihrer Mutter in Innsbruck, wo sie auch karitativ tätig war. Tiefgläubig trat sie 1878 in Wien-Döbling ins Kloster der Schwestern vom armen Kinde Jesu ein, 1883 feierlicher Profess. Ihrer Abneigung gegen überwiegend kontemplativer Lebensweise entsprechend, war sie im Kloster auch vielseitig praktisch tätig. Sie hatte 1894 einen Unfall, durch den sie wegen eines Genickleidens bis ans Lebensende ans Bett gefesselt blieb. Sie schrieb Lyrik und Prosa mit religiös-ethischem Inhalt, auch mit Bezug auf das Zeitgeschehen. W. u. a.: „Mystisches Leben des hl. Franz v. Assisi und St. Bonaventura“ (1869), „Johanna d’ Arcs Maientage. Erzählerisches Gedicht in 22 Gesängen“ (1898), „Weiße Narzissen. Reli- giöse Gedichte“ (1907), „Eine Blume vom Karmel. Schwester Theresia, vom Kinde Jesu … frei nach ihrer Selbstbiographie bearbeitet“ (1908), „Sie gingen aus, Ihn zu suchen. Eucha- ristische Erzählungen nach dem Leben“ (1912), „Im Auftrage der Mutter“ (1913), „Schwes- ter Elisabeth von der heiligsten Dreifaltigkeit, Karmelitin von Dijon (1880 –1906)“ (1914), „Kriegsbüchlein“ (1916), „Harfenklänge. Geistliche Lieder“ (1922), „Mutter Assumpta, Ma- rie de Exterde vom armen Kinde Jesus“ (1924), Übersetzungen, Beiträge in Zeitschriften L.: Brümmer 1913, Friedrichs 1981, Giebisch/Gugitz 1964, Harrasser 1907, Kosch 1933, Kosch 1968, ÖBL, Schmid-Bortenschlager/Schnedl-Bubenicek 1982, Schweter 1934, Stock 1995
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biografiA. Lexikon österreichischer Frauen, Band 3, P – Z
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
biografiA.
Untertitel
Lexikon österreichischer Frauen
Band
3, P – Z
Herausgeber
Ilse Korotin
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2016
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79590-2
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1238
Kategorie
Lexika
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