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biografiA. - Lexikon österreichischer Frauen, Band 3, P – Z
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S | Schedl2858 Laufbahn: A. Sch. sang als Kind in der Kirche. Nach ihrer Ausbildung mit 15 Jahren als Choristin an der Dresdner Hofoper, debütierte sie 1831 (1830) dort in der Rolle des Benjamin in Méhuls „Joseph und seine Brüder“, trat aber auch als Schauspielerin auf. Nach erfolgrei- chen Gastspielen in Berlin und Leipzig war sie 1832–36 Mitglied des Deutschen Theaters in Pest (Budapest), an dem sie in heftige Konkurrenz zur Sopranistin Mink geriet. Ab 1836 war sie ausschließlich als gastierende Sängerin tätig. Sie tauschte das feste Engagement gegen ein unstetes Wanderleben als reisende Sängerin mit eigener Kutsche und in Begleitung ihrer Schwester, das finanziell aufwändig, mühsam und bisweilen auch gefährlich war. Damit wich ihr Leben stark von der Norm für bürgerliche Frauen um die Mitte des 19. Jahrhunderts ab. Sie gastierte an Bühnen in verschiedenen Teilen Europas, an den führenden deutschen Opernhäusern, auch in Breslau, Riga, Warschau und Lemberg und feierte triumphale Erfolge. Jedoch ihre Bemühungen um eine Verpflichtung an die Wiener Hofoper (1836) und um An- erkennung in Paris (1838) und Italien (1839 Triest, Venedig, Mailand) waren erfolglos. 1842 beendete sie in Karlsruhe ihre Karriere und lebte nach ihrer Heirat in Heilbronn. Nach der Trennung von ihrem Mann gab sie musikalisch-deklamatorischen Unterricht (der Helden- tenor Schott war ihr bekanntester Schüler) und arbeitete als Schriftstellerin. Ihre Autobiogra- fie und ihr Werk „Rede und Geberde“ spiegeln ihre Fähigkeit wieder, ihren Rollen auch durch theoretische Reflexion nahe zu kommen. A. Sch. war in Deutschland als dramatische Sängerin (Sopran und Mezzosopran) in der Nachfolge der Schröder-Devrient sehr anerkannt, berühmt waren ihre Darstellung des Romeo (V. Bellini, I Capuleti ed i Monetcchi) und der Medea (L. Cherubini, Medea), Rollen, in denen ihre szenische Begabung zum Tragen kam. Ihre gesang- lichen Mittel werden als gut geschult, aber nicht außergewöhnlich bezeichnet. W.: „Aus dem Leben einer Künstlerin“ (1857), „Rede und Geberde. Studien über mündli- chen Vortrag und plastischen Ausdruck“ (1861) L.: ADB, Bernsdorf 1856–65, Eisenberg 1903, Gaßner 1849, Kohut 1887, Kohut 1908, Kutsch/Riemens 1987, ÖBL, Rieger 1980, Wurzbach, Martina Rebmann: Agnese Schebest: http://mugi.hfmt-hamburg.de/ Schedl Charlotte E.; Zoologin und Holzschutzforscherin Geb. Schladnitz bei Leoben, Stmk., 20. 9. 1923 Gest. Wien, 15. 9. 2012 Herkunft, Verwandtschaften: Ch. E. Sch. ist die erste Tochter von Karl E. Schedl (1898– 1979), österr. Zoologe und Forstentomologe, und dessen Frau Herta, geborene Tretzmüller. Bruder: Wolfgang D., Zoologe. Ausbildungen: Ch. E. Sch. absolvierte drei Jahre lang die Oberschule in Hannoversch-Mün- den, Deutschland, und legte 1942 die Matura in Kassel an der Jacob-Grimm-Schule ab. Im Sommersemester 1942 begann sie das Studium der Zoologie und Botanik an der Univer- sität Göttingen mit den Schwerpunkten Zoologie, Entomologie, Systematik, Physiologie, Mikrobiologie und Mineralogie. Im Winter 1942 setzte sie ihr Studium an der Universität Wien fort. 1948 Fortsetzung des Studiums nach Kriegseinsatz an der Universität in Graz am Zoologischen Institut bei Professor Karl von Frisch, Professor Umrath, Professor Reisinger, Systemische Botanik bei Professor Widder und bei Professor Weber in Pflanzenphysiologie. Ihre Promotion erfolgte am 8. Mai 1951.
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biografiA. Lexikon österreichischer Frauen, Band 3, P – Z
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
biografiA.
Untertitel
Lexikon österreichischer Frauen
Band
3, P – Z
Herausgeber
Ilse Korotin
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2016
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79590-2
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1238
Kategorie
Lexika
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