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Schett | S 2871
Schett Sophie; Schachspielerin
Geb. 1836
Gest. 1902
Laufbahn: Lebte in Oberwaltersdorf/NÖ. Komponistin von mehr als 400 Schachproblemen,
welche auf große Zustimmung stießen und über zehn Jahre lang in den wichtigsten inter-
nationalen Fachzeitschriften erschienen. Die Isolation in der kleinen Gemeinde brachte es
jedoch mit sich, dass Sch. nie einen Schachklub aufsuchte und der Austausch mit Experten
sich auf Briefe beschränkte. Sch.s subtile Kompositionen blieben fast hundert Jahre lang
verschollen und werden erst in letzter Zeit von der Fachwelt wieder entdeckt.
W.: Veröffentlichungen u. a. in: Nuova Rivista degli Scacchi, Sept. 1880, Österreichische
Lesehalle 1881, Brentano’s Chess Monthly 1882, Wiener Hausfrauen-Zeitung 1882
L.. Eyvazova 1986, Listen der Vernunft: Standard v. 28. 4. 2012
Scheu-Close Elizabeth, Lisl Close; Architektin
Geb. Wien, 4. 6. 1912
Gest. Minneapolis, Minnesota, USA, 29. 11. 2011
Herkunft, Verwandtschaften: Vater: Gustav Scheu, sozialdemokratischer Stadtrat für Wohnungs-
wesen; Mutter: Helene Scheu-Riesz, Schriftstellerin; 1938 amerikanische Staatsbürgerschaft.
LebenspartnerInnen, Kinder: Verheiratet mit Winston Close (1906–1997), Architekt.
Ausbildungen: 1930–32 Studium der Architektur an der Technischen Hochschule in Wien
(Bauschule), 1932–35 als Stipendiatin Studium am Massachusetts Institute of Technology
(M. I. T.), 1934 Bachelor of Architecture, 1935 Master (einzige Frau ihrer Abschlussklasse).
Wechsel in die USA wegen der ggü. der Architekturmoderne wenig aufgeschlossenen und
frauenfeindlichen Atmosphäre in Wien.
Laufbahn: 1935–38 Mitarbeiterin in Architekturbüros, z. B. Oscar Stonorov, Philadelphia
(ein Pionier der Städteplanung in den USA, Vertreter einer stark sozial geprägten Archi-
tekturauffassung), Magney & Tusler, bei beiden in öffentlichen Wohnbauprojekten; Min-
neapolis; 1938 gemeinsam mit ihrem späteren Mann Gründung eines Architekturbüros in
Minneapolis, Minnesota (Close & Scheu, später Elizabeth and Winston Close, seit 1969
Close Associates, Inc.), welches hauptsächlich von ihr geleitet wurde, bis 1992 als Architekt-
in tätig; 1936–37 Lehrtätigkeit an der Minneapolis School of Art, 1938–39 an der School of
Architecture der University of Minnesota; E. Sch.-C. gilt heute als wichtige Persönlichkeit
der regionalen Architektur des amerikanischen Mittelwestens. Neben ihrer Tätigkeit als
Architektin beteiligte sie sich als Cellistin aktiv am Musikleben ihrer Stadt.
Ausz., Mitglsch.: Diverse Architekturpreise: 1964 Honor Award der Public Housing Ad-
ministration, 1975 Honor Award der Minnesota Society American Institute of Architects
(MSAIA), 1983 Outstanding Woman of the Year der Young Women’s Christian Association
(YWCA), 1988 25 Year Award der Minnesota Society of Architecture, 2002 AIA Minnesota
Gold Medal; seit 1969 Fellow, 1986–87 Jury of Fellows des American Institute of Architects
(AIA), 1964–69 Leiterin der Sektion Minneapolis der AIA, Minnesota Society of Archi-
tects, 1951–68 Civic Orchestra Minneapolis, Mitglied verschiedener Musikvereinigungen.
biograph. Mitteilungen, Hinweise: Fragebogen der Research Foundation for Jewish Im-
migration, New York; Judaica-Archiv/ÖNB.
biografiA.
Lexikon österreichischer Frauen, Band 3, P – Z
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
- Titel
- biografiA.
- Untertitel
- Lexikon österreichischer Frauen
- Band
- 3, P – Z
- Herausgeber
- Ilse Korotin
- Verlag
- Böhlau Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 2016
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79590-2
- Abmessungen
- 17.4 x 24.5 cm
- Seiten
- 1238
- Kategorie
- Lexika