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biografiA. - Lexikon österreichischer Frauen, Band 3, P – Z
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S | Schilder2880 eine Schauspieltruppe, die bis 1788 in Wiener Neustadt, Klagenfurt, Triest und Laibach nachweisbar ist. Sie unterstützte Friedel in seinem Direktorsposten am Wiener Freihaus- theater und wurde von ihm zu seiner Universalerbin eingesetzt. Nach dem Tod von Friedel versöhnte sie sich mit Emanuel, wohl auch deshalb, weil ihr alleine die Führung des Thea- ters nicht bewilligt worden wäre und leitete in der Folge mit ihm das Theater. Sie trat auch weiterhin noch in Hauptrollen auf. Sie blieb auch in der Zeit seines finanziellen, später auch psychischen, Niedergangs an seiner Seite. Für 1815 ist für sie noch ein günstig aufgenom- mener Gastauftritt im Theater an der Wien bezeugt. L.: Blümml 1923, Castelli 1914, Eisenberg 1903, Gallerie von Teutschen Schauspielern und Schauspielerinnen 1910, Honolka 1984, Komorzynski 1951, ÖBL, Rommel 1952, Schi- kaneder 1934, Wurzbach, www.musiklexikon.ac.at, http://www.freiebuehnewieden.at/ Schilder Elisabeth, Luise Zellhofer; Sozialpädagogin und Fürsorgerin Geb. Wien, 8. 9. 1904 Gest. Wien, 18. 2. 1983 Herkunft, Verwandtschaften: Stammt aus einem assimilierten bürgerlich-jüdischen Eltern- haus mit politisch offenem Diskussionsklima; ihre Mutter war in der Frauenbewegung en- gagiert. LebenspartnerInnen, Kinder: Sie blieb unverheiratet, adoptierte zwei Mädchen. Ausbildungen: Mädchenrealgymnasium Wien 8, Albertgasse; Fürsorgediplom; Studium an der Universität Wien (Studienaufenthalt in Berlin), promovierte 1933 zum Dr. rer. pol. und zum Dr. iur., Besuch der „Akademie für Soziale Verwaltung“. Laufbahn: E. Sch. war von 1928 bis 1933 neben ihrem Studium an der Wiener Arbeiterkam- mer tätig, vermittelt über Käthe Leichter. 1930–33 als Mitarbeiterin der Zeitung „Arbeit und Wirtschaft“ publizierte sie u. a. zu wirtschaftspolitischen und frauenpolitischen Fragen. Nach ihrem Studienabschluss 1933 übernahm sie die Leitung der Frauenrechtsschutzstelle in einem Arbeiterheim in Wien-Ottakring. In der Zeit des ständestaatlichen Regimes war sie für die Revolutionären Sozialisten aktiv und Redakteurin des wirtschaftspolitischen Teils beim „In- formationsdienst der RSÖ“. 1938 emigrierte sie über die Schweiz nach Frankreich, wo sie den Krieg teilweise interniert verbrachte (1940 bis 1941 Inhaftierung im Übergangslager Gurs). Nach ihrer Rückkehr aus der Emigration, wo sie erste praktische Berufserfahrungen als Sozial- arbeiterin machen konnte, arbeitete sie bis zu ihrer vorzeitigen Pensionierung 1965 als Juristin und leitende Beamtin im Jugendamt der Gemeinde Wien und in einer Frauenrechtschutzstel- le. Sie gilt als eine Pionierin der Sozialarbeit in Österreich und war am Aufbau der sozialen (Jugend-)Arbeit, des Instituts für Erziehungshilfe, des Vereins für Bewährungshilfe (heute: Neustart) und dem Verein für Sachwalterschaft beteiligt. Sie verfasste juristische Ratgeber und zahlreiche Beiträge für verschiedene österreichische Zeitungen, vor allem für die „Arbeiterzei- tung“. Ihr Lebenswerk ist geprägt von sozialem und politischem Engagement basierend auf einer linkssozialistischen Überzeugung. Am besten lassen sich ihre lebenslangen Bemühungen in den Bereichen Politik, Recht und Sozialarbeit mit ihren eigenen Worten charakterisieren: „Wenn schon nicht Weltrevolution, dann wenigstens Sozialarbeit“ (Brandstaller, S. 221). Mitglsch.: Vereinigung (später: Verband) sozialistischer Mittelschüler (1919) und der Sozia- listischer StudentInnen, Mitglied der „Roten Front“, ab 1934 Mitarbeit bei den Revolutionä-
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biografiA. Lexikon österreichischer Frauen, Band 3, P – Z
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
biografiA.
Untertitel
Lexikon österreichischer Frauen
Band
3, P – Z
Herausgeber
Ilse Korotin
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2016
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79590-2
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1238
Kategorie
Lexika
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