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Schimke2886
Laufbahn: Mittelschullehrerin, ab 1932 Mitarbeiterin/Assistentin von Franz Cižek (1865 –1946) in
dessen Jugendkunstklasse. Nach seinem Tod übernahm A. Sch. die Leitung der Jugend-Kunst-
klassen. 1955, aufgrund zahlreicher Anfeindungen und Schwierigkeiten, legte sie die Leitung nieder.
L.: Heller 2008, Seber 2001, http://www.architektenlexikon.at/Hans Schimitzek
Schimke Helma; Alpinistin und Architektin
Geb. Seekirchen am Wallersee, Sbg., 16. 2. 1926
LebenspartnerInnen, Kinder: Verheiratet mit Konrad Schimke († 1961), Richter. Eine
Tochter, zwei Söhne.
Ausbildungen: Staatsgewerbeschule in Salzburg, Studium der Architektur im Wien (u. a. bei
Clemens Holzmeister).
Laufbahn: Pionierin des Frauenbergsteigens. Begann mit 13 Jahren mit dem Bergsteigen. Ne-
ben ihrer beruflichen Karriere absolvierte H. Sch. ab den 1950er Jahren mit SeilpartnerInnen
(darunter z. B. die Skirennläuferin und Olympiasiegerin Christl Haas) zahlreiche schwere
Bergtouren bis zum VI. Grad (u. a. Mont Blanc Brenvaflanke und Peutereygrat, Piz Badile
Nordostwand, Grossglockner Pallavicinirinne, Maukspitze Westwand, Fleischbank Südost-
verschneidung, Monte Rosa Ostwand). Zählte in den 1950er und 1960er Jahren zu den welt-
weit besten Bergsteigerinnen. 2002 Porträt in dem Dokumentarfilm „Über allem der Berg“ von
Ulrike Gschwandtner und Annette Mäser. Arbeitet als freiberufliche Architektin in Salzburg.
Mitglsch.: Ältestenrat des Salzburger Alpenvereins.
W.: „Auf steilen Wegen. Aus dem Bergfahrtenbuch einer Frau“ (1961), „Über allem der Berg. Ge-
schehnis und Einsicht an einer Lebenswende“ (1964), „Berge. Auf Wegen zu sich selbst“ (1986)
L.: Wikipedia, http://www.alpinismus.at/, http://www.salzburg.com/…/Helma_Schimke
Schindel Gerti (Gerty, Gertrude), auch: Schindl, Schindel-Nürnberger, „Suzanne Soël“;
Angestellte und Widerstandskämpferin
Geb. Wien, 5. 1. 1913
Gest. Wien, 11. 3. 2008
G. Sch. wurde 1913 als Tochter des Buchhalters Salomon Schindel (1867–1941, deportiert und
ermordet) und der Irene Rachel, geb. Winter (1879–1935) in Wien geboren. Zusammen mit
ihren Brüdern Georg (1901–1941, deportiert und ermordet) und Erich (1906–1993) wuchs
sie in bescheidenen Verhältnissen in der Leopoldstadt auf. In der vierten Klasse brach sie das
Gymnasium ab und begann eine Lehre als Gärtnerin. 1927 schloss sie sich dem Kommunisti-
schen Jugendverband an. Im Juli 1931 folgte sie ihrem Lebensgefährten, dem kommunistischen
Funktionär Anton Reisinger (1903–1943), in die Sowjetunion, wo sie drei Jahre verblieb. Zu-
rück in Wien, wurde sie im Februar 1935 wegen Teilnahme an einer Demonstration verhaftet
und zu sechs Wochen Arrest verurteilt. Die Verbreitung von verbotenen Propagandaschriften
führte wenig später zu einer neuerlichen Festnahme und zu einer Anklage wegen Hochverrats.
1937 von der KPÖ nach Paris entsandt, arbeitete sie in der Transportorganisation der Inter-
nationalen Brigaden, mit deren Hilfe Freiwillige nach Spanien geschleust wurden. Nach dem
Fall der Spanischen Republik war sie als Unterstützerin und Fluchthelferin für die in franzö-
sischen Lagern internierten Genossen aktiv. Im Herbst 1941 stand sie gemeinsam mit ande-
ren österreichischen Emigranten in Montauban wegen Hochverrats vor einem Militärgericht,
biografiA.
Lexikon österreichischer Frauen, Band 3, P – Z
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- Titel
- biografiA.
- Untertitel
- Lexikon österreichischer Frauen
- Band
- 3, P – Z
- Herausgeber
- Ilse Korotin
- Verlag
- Böhlau Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 2016
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79590-2
- Abmessungen
- 17.4 x 24.5 cm
- Seiten
- 1238
- Kategorie
- Lexika