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Sch. auf ihre erste Tournee als Solistin, welche sie in zahlreiche Städte Deutschlands, wie
z. B. Speyer, Zweibrücken, Mannheim, Mainz, Darmstadt, Augsburg, Landshut, Regensburg
und schließlich nach Wien führte. Hier gab sie mit Unterstützung F. X. Mozarts und ihrem
späteren Ehemann Ernst Johann Krähmer (1795–1837) drei sehr erfolgreiche Konzerte als
Solistin, eines davon bei Hof. Noch im selben Jahr (1822) fand die Heirat des Paares im Wie-
ner Stephansdom statt, Trauzeugen waren A. Mittag und F. X. Mozart. Trotz zehn Schwan-
gerschaften in nur 14 Ehejahren trat das Ehepaar Krähmer regelmäßig in Wien auf und ging
auf Konzertreisen nach Ungarn, Slowenien, Russland, Deutschland, die Schweiz und durch
Österreich, wobei sie stets jeweils als Solistin (Ernst Johann Krähmer auf der Oboe und dem
Csakan (Spazierstockflöte), C. Sch. auf der Klarinette und Geige) sowie gemeinsam im Duo
auftraten. Nach dem Tod Krähmers (1837) blieb C. Sch. mit fünf minderjährigen Kindern
zurück, welche sie dank einer kleinen finanziellen Unterstützung des Hofes, sowie durch ihre
Lehrtätigkeit und Konzertauftritte gemeinsam mit ihren Söhnen ernähren konnte. Einzig
bislang bekannte Schülerin war Marie von Ebner-Eschenbach (1830 –1916).
Trotz ihres hohen Bekanntheitsgrades (u. a. befreundet mit L. v. Beethoven) geriet C. Sch.
noch zu Lebzeiten in Vergessenheit, so dass ihr Todesdatum nach wie vor ungewiss ist.
Ausz.: Öffentliche Auszeichnungen sind nicht bekannt, allerdings belegen zahlreiche Belo-
bungsdekrete, Zeitungskritiken sowie zwei Empfehlungsschreiben F. Danzis C. Sch.s au-
ßergewöhnliche Leistungen als Musikerin.
W. : Kompositionen: „Sonatine pour Piano avec Clarinette ou Violon obligé“ (Sauer & Lei-
desdorf), „Sechs Lieder“ (Gesang, Klavier) K. F. Müller, „Variationen für Klarinette“, „Ecos-
saises and waltzes“ (Klavier). Tätigkeitsfeld: Instrumentalistin (Klarinette, Klavier, Geige,
Gitarre), Lehrtätigkeit (Klavier, Gesang, Gitarre), Dirigiertätigkeit, Komposition.
L.: Cohen 1981, Ebner-Eschenbach 1989, Flotzinger 2004, Gassner 1849, Hanslick 1870,
Hoffmann 1991, Lehmann 1868, Mendel 1875, Mozart 1994, ÖBL, Schilling 1837, Wagner
1967a, Weston 1971, Weston 1977, Wurzbach 1865
Nicola Faerber
Schleifer Emilie, geb. Schellinger; Schriftstellerin
Geb. Vöcklabruck, OÖ, 28. 2. 1825
Gest. Salzburg, Sbg., 19. 2. 1879
Herkunft, Verwandtschaften: Tochter eines Forstmeisters.
LebenspartnerInnen, Kinder: Verheiratet mit Moriz Leopold Schleifer (1817–1877),
Schriftsteller und Jurist.
Laufbahn: E. Sch. veröffentlichte Novellen in Zeitschriften.
W.: „Ein Opfer der Liebe.Versdrama“ (1858)
L.: ÖBL
Schleiffer Frieda (Friederike), geb. Popper; Vereinsfunktionärin
Geb. Wien, 15. 6. 1865
Gest. KZ Theresienstadt, 18. 2. 1943
Herkunft, Verwandtschaften: Tochter von Moritz Popper (ca. 1830 Trentschin, Ungarn –
3. 3. 1917, Wien) und Rosa Popper (Juli 1838, Bad Rajetz, Ungarn (Rajecké Teplice, Slo-
biografiA.
Lexikon österreichischer Frauen, Band 3, P – Z
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- Titel
- biografiA.
- Untertitel
- Lexikon österreichischer Frauen
- Band
- 3, P – Z
- Herausgeber
- Ilse Korotin
- Verlag
- Böhlau Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 2016
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79590-2
- Abmessungen
- 17.4 x 24.5 cm
- Seiten
- 1238
- Kategorie
- Lexika