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biografiA. - Lexikon österreichischer Frauen, Band 3, P – Z
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Schlesak | S 2899 Schlesak Therese, geb. Ploberger; Politische Aktivistin und Beamtin Geb. ? Gest. ? Laufbahn: Th. Sch. war Mitarbeiterin der „Arbeiterzeitung“ und wurde am 31. Jänner 1935 im Rahmen einer Polizeiaktion festgenommen, die die Zerschlagung des Führungsappa- rates der RS bewirken sollte. Sie hatte erst am 22. Dezember 1934 eine Haftstrafe wegen Betätigung für die Sozialdemokratische Partei verbüßt. Th. Sch. beteiligte sich am Verbin- dungsdienst mit der illegalen sozialdemokratischen Führung in der Tschechoslowakei. Qu.: DÖW. L.: Dokumentationsarchiv 1984 Schlesinger Julie, geb. Schiel; Philanthropin und Vereinsfunktionärin Geb. Wien, 24. 3. 1815 Gest. Wien, 18. 7. 1902 Herkunft, Verwandtschaften: Vater: Michael David Schiel, Schriftgießer; sozial und geistig im gehobenen Bürgertum des Wiener Judentums verwurzelt. LebenspartnerInnen, Kinder: 1837 Heirat mit Hermann Schlesinger (1800 –1883), Ge- schäftsmann. Freundschaften: J. Sch. war mit Julie Rettich, Betty Paoli, Marie Ebner v. Eschenbach, Ida Fleischl, Paul Heyse und Adolf Wilbrandt befreundet. Laufbahn: J. Sch. begann 1850 beim Theresien-Kreuzer-Verein, der von ihrer Freundin The- rese Mayer-Weikersheim zur Unterstützung armer jüdischer Schulkinder gegründet worden war, zu arbeiten. Ihr Lebenswerk widmete sie aber dem Allgemeinen österreichisch-israe- litischen Taubstummen-Institut, das 1844 in Nikolsburg entstanden und 1852 nach Wien übersiedelt war. 1853 kamen J. Sch. und Marie Schnapper als erste Frauen in den Vorstand. Dort leitete sie den wirtschaftlichen Teil der Verwaltung und kümmerte sich um die finan- zielle Fundierung des Instituts (1857 Errichtung eines geeigneten Gebäudes), besonders aber um die einzelnen Zöglinge. 1878 feierte sie ihr 25-jähriges Vorstandsjubiläum mit der Verleihung des goldenen Verdienstkreuzes. 1879 trat sie aus der Verwaltung aus und wurde Ehrenpräsidentin des Instituts (bis 1902). 1874 half sie außerdem bei der Einrichtung von Volksküchen für Arme, die sich streng an die rituellen Speisegesetze hielten. L.: Bettelheim 1897–1917, Brunner 1894, Malleier 2000, ÖBL, Remy 1999, Schlesinger 1903, Wachstein 1926, Wininger Bd. 5, Die Neuzeit 25, 1885, Dr. Bloch’s Österr. Ws. 19, 1902; 33, 1916, NFP 19, 20. 7. 1902 Schlesinger Nanette, geb. Todesco; Wohltäterin, Mäzenin und Philanthropin Geb. Wien, 1789 Gest. Wien, 28. 4. 1867 Herkunft, Verwandtschaften: Tochter von A. Todesco. Laufbahn: Lebte seit etwa 1817 in Wien und wirkte als unbekannte Wohltäterin. In ihrem Tes- tament vermachte sie ihr Vermögen zahlreichen Wohltätigkeitsvereinen und -einrichtungen. L.: Von Arnstein bis Zuckerkandl 1993, Wurzbach, ÖBL-Datenbank, NFP 22, 25. 5. 1867
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biografiA. Lexikon österreichischer Frauen, Band 3, P – Z
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
biografiA.
Untertitel
Lexikon österreichischer Frauen
Band
3, P – Z
Herausgeber
Ilse Korotin
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2016
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79590-2
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1238
Kategorie
Lexika
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