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biografiA. - Lexikon österreichischer Frauen, Band 3, P – Z
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Schlicker | S 2903 Laufbahn: Ab 1920 war H. Sch. als Schauspielerin in Wien, München, Düsseldorf und Stettin, später an verschiedenen Bühnen in Leipzig, Sachsen und Berlin tätig. Sie spielte auch in Filmen wie „Mädchen in Uniform“ (1931 unternahm sie eine Tournee mit dem Jeß- ner-Ensemble). Um 1934 folgte der Ausschluss aus der RTK und der RFK. Sie emigrierte nach Frankreich, unternahm eine Tournee durch die Niederlande und Großbritannien und arbeitete in Paris für Theater und Film. 1939/1940 folgte die Emigration nach Buenos Aires. Sie trat unter anderem mit dem Exilensemble Freie Deutsche Bühne in Buenos Aires auf. 1947 gründete sie eine eigene Schauspielschule (Escuela de Arte Escénico de la Sociedad Hebraica Argentina). H. Sch. übernahm 1963 vorübergehend die künstlerische Leitung des „Deutschen Theaters in Buenos Aires“. Sie war später als Regisseurin, Schauspiellehrerin und für das Fernsehen tätig und hatte maßgeblichen Einfluss auf das Theater nach 1945. Qu.: Judaica-Archiv/ÖNB. L.: Röder/Strauss 1980–1983. Trapp/Mittenzwei 1999, Wikipedia, http://www.imdb.de/ Schlicker Anna; Gemeinderätin Geb. 8. 11. 1872 Gest. (von Faschisten ermordet) Herkunft, Verwandtschaften: Kommt aus einer vielköpfigen Familie, die Eltern starben frühzeitig an einer Lungenkrankheit. Laufbahn: A. Sch. verdiente sich ihren Lebensunterhalt durch Feldarbeit bei Bauern und kam im Alter von 13 Jahren als Haushaltsgehilfin nach Wien. Später arbeitete sie in einer Fabrik. Über den Bildungsverein „Helios“ kam sie zur sozialdemokratischen Partei, in der sie seit 1892 tätig war. Sie war Sektionsleiterstellvertreterin und Funktionärin und ab 1921 Leiterin des Bezirksfrauenkomittees (Hernals). Von 1925–1932 war sie Fürsorgerätin. Als Nachfolgerin von Peter Schön kam sie in den Gemeinderat und wurde 1932 wiedergewählt. Qu.: Tagblattarchiv (Personenmappe). L.: Pasteur 1986, Die sozialdemokratischen Gemeinderätinnen von Wien. In: Die Unzufrie- dene Nr. 23, 11. 6. 1932, Und noch zwei Jubilarinnen der Frauenorganisation [Marie Scherl, Anna Schlicker]. In: Die Frau 41. Jg., Nr. 12, Dezember 1932 Schlier Paula; Lyrikerin, Schriftstellerin und Journalistin Geb. Neuburg an der Donau, Bayern, Deutsches Reich (Deutschland), 12. 3. 1899 Gest. Bad Heilbrunn, Bayern, BRD (Deutschland), 28. 5. 1977 Herkunft, Verwandtschaften: Tochter eines Militärarztes. LebenspartnerInnen, Kinder: Intensive Beziehung zu Ludwig von Ficker (1880 –1967), dem Gründer und Herausgeber der österreichischen Zeitschrift „Der Brenner“. 1959, nach dem Tod der Mutter, der sie in schwere Existenzsorgen gestürzt hatte, heiratete sie ihren Unter- mieter Dr. Karl Rossmann. Ausbildungen: Sie besuchte eine Höhere Töchterschule. Der „geringe Bildungswert“ ihrer schulischen Ausbildung wurde von ihr als lebenslänglicher Mangel empfunden. Laufbahn: Im Ersten Weltkrieg war P. Sch. drei Jahre als Hilfsschwester in einem Lazarett tätig. Nach Kriegsende beschloss sie, aus der Enge des bürgerlichen Elternhauses auszubre- chen. Ab ca. 1921 arbeitete sie in verschiedenen schlecht bezahlten Stellungen als Sekretärin
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biografiA. Lexikon österreichischer Frauen, Band 3, P – Z
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
biografiA.
Untertitel
Lexikon österreichischer Frauen
Band
3, P – Z
Herausgeber
Ilse Korotin
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2016
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79590-2
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1238
Kategorie
Lexika
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