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biografiA. - Lexikon österreichischer Frauen, Band 3, P – Z
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Schmid | S 2911 Schmid Johanna (Hansi), verh. Andry; Schriftstellerin Geb. Imst, Tirol, 23. 6. 1864 Gest. München, Bayern (Deutschland), 24. 2. 1946 Laufbahn: War als Schriftstellerin in München tätig, verfasste Gedichte, dramatische Werke und Epen. Qu.: DB NS-Lit. Graz. W.: Gedichte: „Unter dem Hollunderbaum“ (1929), „Traubenblut“ (1931), „Rubinrot“ (1932), „Astern“ (1933); Epen: „Immergrün oder Ewig Dein“ (1926), „Primula officinalis“ (1927), „Cyklamen oder die Republik der Mütter“ (1928), „Pappeln, Lorbeer und Zypressen“ (1930) L.: Giebisch/Pichler/Vancsa 1948 Schmid Maria, verh. Raidel (Reidel, Reidl); Lehrerin und Erzieherin Geb. Rehmen (Au), Vbg. (Au, Bregenzerwald), 8. 10. 1794 Gest. Brederis, Vbg. (Rankweil), 14. 1. 1864 Herkunft, Verwandtschaften: Tochter von Franz Schmid und Maria Katharina, geb. Ber- linger; 10 Gechwister, darunter Bruder Johann Joseph Schmid (1785–1851), Pädagoge und Fachschriftsteller; Schwester: Katharina (* 1799), verehelicht mit H. Pestalozzi; ihre große Hinterlassenschaft vererbte M. Sch., selbst kinderlos, ihrem Neffen Karl Pestalozzi, dem Urenkel des Pädagogen. LebenspartnerInnen, Kinder: M. Sch. verlobte sich mit S. L. Roth (1796 –1849 erschossen), Seelsorger, Erzieher, Publizist und Politiker, 1818–20 bei Pestalozzi lehrend, später Natio- nalheld der Siebenbürger Sachsen, mit dem sie gemeinsam erzieherisch tätig zu sein hoffte. Nach der Rückkehr Roths in seine Heimat löste M. Sch. die Verbindung, trotz offensicht- licher Zuneigung. Obwohl Roths Briefe an M. Sch. erhalten blieben, sind die Gründe für die Trennung unklar. Widerstände der Familien gegen eine Heirat werden angenommen, maßgebend dürfte aber M. Sch.s. fehlende Bereitschaft gewesen sein, die Schweiz zu ver- lassen. 1834 verheiratet. Laufbahn: M. Sch. arbeitete als Lehrerin in Dornbirn und Bregenz und übersiedelte 1818, veranlasst durch ihren Bruder, als Erzieherin an die von Johann Heinrich Pestalozzi (1746 –1827) geleiteten Erziehungsanstalten nach Yverdon-les-Bains/Iferten (Kt. Waadt). In der Schweiz vervollkommnete sie ihre Bildung und ihre pädagogischen Fähigkeiten. Be- sonders verdient machte sie sich um die bis 1819 in Clendy (Yverdon), dann im Schloss von Yverdon untergebrachte Armenanstalt bzw. -schule, in der Lehrer ausgebildet wurden. 1825 folgte sie als einzige Lehrerin Pestalozzi, als dieser das Institut in Yverdon auflassen und sich an die Stätte seines ersten Wirkens, den Neuhof b. Birr (Kt. Aargau) zurückziehen musste. Nach dem Tod Pestalozzis und ihrer Heirat führte M. Sch. gemeinsam mit ihrem Mann einen Gastbetrieb in Brederis. Ausz.: Tafel zum Gedenken an die Lehrerfamilie Schmid an ihrem Geburtshaus in Au. L.: Folberth 1924, Folberth 1962, ÖBL, http://www.au-schoppernau.at/…/lehrerfamilie- schmid/
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biografiA. Lexikon österreichischer Frauen, Band 3, P – Z
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
biografiA.
Untertitel
Lexikon österreichischer Frauen
Band
3, P – Z
Herausgeber
Ilse Korotin
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2016
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79590-2
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1238
Kategorie
Lexika
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