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biografiA. - Lexikon österreichischer Frauen, Band 3, P – Z
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S | Schmidek2914 Schmidek Rosa, geb. Schleiffer, Simon-Schleiffer; Vereinsfunktionärin Geb. Baden bei Wien, NÖ, 4. 12. 1885 Gest. ?, wahrscheinlich Budapest, Ungarn 1944 Herkunft, Verwandtschaften: Tochter von Dr. med. Jakob Schleiffer (29. 5. 1857, Keszthely, Ungarn  – 15. 1. 1912, Wien) und Ernestine, geb. Wolf (14. 4. 1865, Eisenstadt  – Jänner 1942, Newburyport, Massachusetts). Die drei jüngeren Schwestern R. Sch.s, Dr. med. Louise Schleiffer, verh. Braun (Okt. 1890, Wien  – 6. 2. 1980, Wien), Dr. Marianne Schleiffer, verh. Hoffman(n) (6. 3. 1894, Wien  – März 1989, Newburyport, Mass.) und Hedwig (Hedi) Schleiffer (21. 3. 1899, Wien  – 4. 3. 1993, Cambridge, Mass.) wurden im Jahre 1923 Miteigentümerinnen des Hauses in der Ficht- nergasse 20, in dem über viele Jahre bis Mitte der 1920er Jahre auch die Vereinsfunktionärin Frieda Schleiffer, Ehefrau von R.s Onkel Ignaz Schleiffer, gelebt hatte. LebenspartnerInnen, Kinder: Im Jahre 1908 heiratete R. Sch. in der Synagoge in der Müllnergasse in Wien in erster Ehe Rudolf Simon. Im selben Jahr kam ihre Tochter Elisabeth (Lisl) Johanna Simon, verh. Ney (23. 10. 1908, Wien  – ? wahrscheinlich 1945, Auschwitz) zur Welt. Später ließ sich das Paar scheiden und R. heiratete am 25. 8. 1918 den ungarischen Fabrikanten und Kaufmann Jenö Schmidek (10. 5. 1879, Budapest  – ?, wahrscheinlich 1944 Budapest), mit dem sie einen Sohn bekam, Peter Paul Jakob Schmi- dek (14. 1. 1921, Budapest – 2006), der sich später Meir Shamgar nannte. Laut dessen Berichten in Yad Vashem wurden R. Sch. und ihr Mann Jenö 1944 von Nazis in Budapest ermordet. Der gleichen Quelle zufolge starb R.s Tochter Lisl Ney 1945 in Auschwitz, der Enkel Andris Ney (* 1933, Cherson) wurde 1945 in Budapest von Nazis aus einem Fenster geworfen und starb. Laufbahn: R. Sch. war 1917 (als R. Simon-Schleifer) Vorstandsmitglied des 1906 als „Hiet- zinger Frauen-Wohltätigkeitsverein“ gegründeten „Wiener Frauenvereins zum Schutze ar- mer verlassener Kinder“ und 1918 Mitglied der „Damen-Kommission“ dieses Vereins. L.: Unterweger 2013 Ulrike Unterweger Schmidl Anna (Maria), geb. Schmidt; Buchhändlerin Geb. Wien, 7. 6. 1782 Gest. Wien, 17. 2. 1845 Herkunft, Verwandtschaften: Tochter eines Kleidermachers. LebenspartnerInnen, Kinder: Verheiratet mit Johann Michael Schmidl (1779 –1832), Buch- händler, Verleger, Schriftsteller und Bibliothekar. Laufbahn: Sch. A. führte die Buchhandlung ihres Mannes nach dessen Tod unter „Michael Schmidls sel. Witwe“ weiter. 1836 schloss sie einen Gesellschafts-Vertrag mit Ignaz Klang, ein Neffe ihres Mannes, der 1830 als Lehrling in die Buchhandlung eingetreten war. Der Vertrag wurde jedoch 1839 wieder aufgelöst. L.: ÖBL, Bd. 10 (Nebeneintrag)
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biografiA. Lexikon österreichischer Frauen, Band 3, P – Z
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
biografiA.
Untertitel
Lexikon österreichischer Frauen
Band
3, P – Z
Herausgeber
Ilse Korotin
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2016
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79590-2
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1238
Kategorie
Lexika
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