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Nach 1918
Aus Österreichs Höhe und Niedergang - Eine Lebensschilderung
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dem nur noch ein Bataillon und ein Reservespital gleichzeitig ge- langten. Wenn wirklich einer der befürchteten Raids der russischen Kavallerie zwecks Störung des Aufmarsches erfolgt wäre, hätten sich die eingebrochenen Kavalleriekörper vielleicht eines operierenden Armeekommandos bemächtigen können. Nachmittag fuhr ich nach Przemysl, um mit dem Kommandanten des X. Korps, General der Infanterie von Meixner, zu sprechen, dessen Korps die Alarmstellung im ganzen Räume bezogen hatte, darin die 4.Armee aufmarschieren sollte. Desgleichen sprach ich mit dem Festungskommandanten Feldmarschalleutnant von Kusmanek, der mir über den günstigen Fortschritt der Instandsetzungsarbeiten berichtete und die Hoffnung aussprach, nach deren Beendigung ein höheres Kommando in der Feldarmee zu erhalten. Diese Hoffnung verwirklichte sich nicht. Dafür war es ihm vergönnt, die Festung wider einen wütenden, doch voreüig unternommenen Ansturm der Russen erfolgreich zu verteidigen. Die 4. Armee bestand nach mehrfachen Änderungen aus folgenden Armeekörpern II. Korps mit der 4. und 25. Infanterie- und 13. Landwehr-Infan- terietruppendivision : Truppen aus Niederösterreich und Südmähren, 39 Bataillone, 6 Eskadronen und 26 Batterien, darunter zwei schwere Haubitz-und zwei Gebirgsbatterien. Korpskommandant: General der Infanterie Schemua. Bekanntlich war er Chef des Generalstabes zur Zeit als ich Kriegsminister war und trat gleichzeitig mit mir zu- rück. Als Divisionäre fungierten Feldmarschalleutnant von Stöger- Steiner, der drei Jahre später das Kriegsportefeuille übernahm (4. In- fanterietruppendivision), FeldmarschalleutnantvonKreysa (13. Land- wehr-Infanterietruppendivision) und Erzherzog Peter Ferdinand {25. Infanterietruppendivision). Im ganzen war es ein schönes Korps, das zu den besten Erwartungen berechtigte, die sich— namentlich anfangs— auch erfüllten. VI. Korps mit der 15. und 27. Infanterie- und der 39. k. Land- wehr-Infanterietruppendivision : Truppen aus Nordungarn (Magy- aren, Slowaken und Ruthenen), 39 Bataülone, 6 Eskadrons, 26 Bat- terien, darunter zwei schwere Haubitz- und drei Gebirgsbatterien. Korpskommandant: General der Infanterie von Boroevid. Er war ebensobegabt alswillenskräftig—einestählerneFührertype. Ehrgeizig bis zum äußersten, ordnete er seinen Zielen und Zwecken alles unter. Frei von jeglichem Gefühlsballast, ging er durch dickunddünn seinen Weg, der ihn ohne Zweifel ans Ziel gelangen ließ. Nach Komaröw wurde er an StelleBrudermannsKommandantder 3.Armee, später der siegreiche Marschall an der Isonzofront und schließlich in den allge- 268
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Aus Österreichs Höhe und Niedergang Eine Lebensschilderung
Titel
Aus Österreichs Höhe und Niedergang
Untertitel
Eine Lebensschilderung
Autor
Auffenberg von Komarów
Verlag
Drei Masken Verlag München
Ort
München
Datum
1921
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.4 x 21.6 cm
Seiten
536
Kategorien
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