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Die Dmsionäre waren Feldmarschalleutnant von Roth bei der 3.,
Baron Kirchbach bei der 8. und Feldmarschalleutnant Nikic bei der
41.Landwehr-Infanterietruppendivision.BiseinschließlichderSchlacht
vonKomarow zählte das Korps 41 Bataillone, 6^/4 Eskadrons, 23 Bat-
terien—darunterzweischwereHaubitzbatterien—,nach derSchlacht,
beziehungsweise nach Abgabe der 41. Division an das XVII, Korps,
um eine Division weniger.
Der Armee waren noch drei Marschbrigaden zugewiesen. Sie wur-
den von Generalen des Ruhestandes befehligt und sollten, gegen die
bisherigen Bestimmungen, als Armeekörper und nicht als Ersatz ver-
wendet werden. Das bewährte sich jedoch nur wenig imd konnte
nicht lange aufrecht erhalten werden.
Der 4. Armee waren außerdem noch die 6. und 10. Kavallerietrup-
pendivision untergeordnet. Erstere, von Feldmarschalleutnant von
Wittmann befehligt, stand schon vom i, August an im Grenzsiche-
rungsdienste imd war aus 3 Dragoner- und i Husarenregiment zu-
sammengestellt. Die 10. Division kam erst am 23. August in den
Verband der Armee und wurde aus 3 Husaren- und i Ulanenregi-
ment gebildet.
In Summe zählte die Armee— ohne Marschbrigaden— 166 Ba-
taillone, 70 Eskadrons und 100 Batterien.
Am II. August begann ich mit der Besichtigung der Truppen. Sie
erstreckte sich auf alle erreichbaren Truppenkörper der Armee.
Selbstverständlich war dies nicht etwa mit taktischen Detailinspi-
zierungen verbimden. Der Zweck bestand ausschließlich darin, daß
ich Kenntnis des Aussehens, von der inneren Verfassung und dem
innewohnenden Geiste gewänne. Namentlich auf Geist imd Stim-
mimg wollte ich wirken. Den richtigen Akkord zu finden war nicht
schwer. Wenn man die weiter abliegenden Ursachen, die schweren
politischen Fehler zurückstellte und nur die letzten Motive betrach-
tete, die zum Kriege geführt hatten, klangen einem doch unwill-
kürlich Töne aus dem Herzen, die in den Gemütern der braven Sol-
daten ihren Widerhall fanden. „Der heüige Krieg
. . .!" Begeisterte
Zurufe, die mir überall zuteil wurden, das Verhalten der Truppen in
den schwersten Momenten, die bald kommen sollten, imd vor allem
das Wiederfinden nach solch äußersten Prüfungen, endlich zahllose
Stimmen und Äußerungen von Soldaten aller Grade meiner Armee,
erbrachten mir den beglückenden Beweis des großen Vertrauens:
das wertvollste Geschenk, das mir auch die später zu erduldenden
wahnwitzigenUngerechtigkeiten vonandererSeitemutigertragenhalf.
EingehendbefaßteichmichmitdenRegimenterntschechischerNatio-
nalität. DerEindruck, denich bei diesen Inspizierungen erhielt, warem
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Aus Österreichs Höhe und Niedergang
Eine Lebensschilderung
- Titel
- Aus Österreichs Höhe und Niedergang
- Untertitel
- Eine Lebensschilderung
- Autor
- Auffenberg von Komarów
- Verlag
- Drei Masken Verlag München
- Ort
- München
- Datum
- 1921
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.4 x 21.6 cm
- Seiten
- 536
- Kategorien
- Geschichte Nach 1918