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Nach 1918
Aus Österreichs Höhe und Niedergang - Eine Lebensschilderung
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Bataillonen besteht, sondern die 13. Kosakendivision ist^). Kein sehr erfreuliches Zeichen der Aufklärungstätigkeit unserer Kavallerie. Doch dieses Vorkommnis regt mich nicht sehr auf, ja ich freue mich sogar, daß es doch nur eine Kosakendivision ist. Schlagkraft daher beschränkt. Acht Bataillone wären böser gewesen. Habe sie als die Vorhut eines starken Heereskörpers gedeutet, der aus Osten vor- rückt. Mittag kommt vom VI. Korps die Meldung, daß beide Di- visionen des rechten Flügels (27. und 15.) vor einem überlegenen An- griff zurückgehen müssen. Um i Uhr wird Meldung ergänzt, daß die Truppen fluchtartig zurückfluten. 15. Infanterietruppendivision soll vollkommen gefechtsunfähig sein. ..." So unangenehm und schwerwiegend diese Nachricht auch war, niederdrückend wirkte sie sichtlich nicht. Speziell in mein Tagebuch setzte ich danach nur ein: ,,Ich beschließe auszuharren und auf das Eingreifen der 19. Division und des Erzherzogs (Josef Ferdinand) zu warten." Mitteilungen, die ich einundeinhalb Jahre später erhielt, ließen mich erkennen, daß am Morgen des 28. August auch die 27. Infan- terietruppendivision in eine höchst prekäre Situation geraten war. In der Nacht gab's einen blinden Alarm, dei; zu einer Ungeheuern Konfusion und zu schweren Verlusten führte. Zum Glück brachte der brave Oberstbrigadier von Sterz starke Teile der Division selbst- tätig auf die Pawlowkahöhe. Sie kamen gerade zurecht, um den schon von Süden kommenden Angriff einer russischen Division ab- zuwehren und so die Situation bis zum Eingreifen der 19. Infanterie- truppendivision zu retten. Jedenfalls eine verdienstvolle Tat. Anscheinend machte sich auch bald ein Umschwung geltend, denn es wurde gemeldet, daß die Divisionen des VI. Korps wieder vor- geführt werden und daß Erzherzog Josef Ferdinand eingegriffen habe. Laute Hurrarufe der sich eben trennenden Tischgesellschaft. Leider war der Jubel voreilig. Schon um 3 Uhr nachmittags wurde wieder der Rückzug der Mitte und des rechten Flügels des VI. Korps gemeldet. Auch das IX. Korps, dem sich der Gegner auf den Höhen von Komarow wieder gestellt hatte und der dort fest und tief ein- gegraben lag, kam nicht vorwärts. Ein von Generalmajor Gößmann durchgeführter Angriff wurde abgeschlagen und bis in die Gegend von Krasnobrod verfolgt. Dadurch gelangte die Straße Tomaszöw Zamosc wieder voll in Besitz des Gegners. Dabei ging auch das Kanonenregiment dieser Division (26. Landwehr-Infanterietruppen- ' ^) Später ersahman auch aus den GeschützprojektilengröIBerenKalibers, die man fand, daß es eine Kosakendivision war. Die Kosakendivisionen waren nämlich mit älteren Geschützen, jedoch stärkeren Kalibers, ausgerüstet. 300
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Aus Österreichs Höhe und Niedergang Eine Lebensschilderung
Titel
Aus Österreichs Höhe und Niedergang
Untertitel
Eine Lebensschilderung
Autor
Auffenberg von Komarów
Verlag
Drei Masken Verlag München
Ort
München
Datum
1921
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.4 x 21.6 cm
Seiten
536
Kategorien
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