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Nach 1918
Aus Österreichs Höhe und Niedergang - Eine Lebensschilderung
Seite - 308 -
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bot sich uns der Schlüssel. Die Schlacht wurde nämlich zugutem Teil aufdem ständigen Artillerieschießplatz desLublinerKorps geschlagen. Die Russen kannten daher nicht nur alle Schußdistanzen, sondern fanden auch in den zahlreichen Zielergräben die vorzüglichsten Dek- kungen. Einer der vielen Glücksfälle, die ohneAusnahme denRussen in den Schoß fielen. Immerhin waren die Resultate und Ereignisse des Tages be- friedigend. 30. August (5. Schlachttag). Die Frühmeldungen, die sich auf die Abendsituation des Vortages bezogen, lauteten nicht ungünstig. Die 4. Division hatte für diesen Tag den Auftrag erhalten, in östlicher Richtung auf Grabowiec zu marschieren, mit der Absicht, den Rücken der gegen Süden einschwenkenden Divisionen des II. Korps auf weite Distanz zu decken. In weiterer Folge sollte sie— ebenfalls gegen Süden einschwenkend— die Einkreisung des Gegners vervoll- ständigen. Natürlich unter der Voraussetzung, daß das X. Korps, besonders die 45. Infanterietruppendivision— beide der i. Armee angehörend— die Deckung der linken Flanke der 4. Armee über- nehmen würde. Tagebuch: ,,XVII. Korps meldet das Vorgehen der 19. Infanterie- truppendivision und des Erzherzogs Josef Ferdinand. Güi;stige Ergebnisse. Das verdächtige, überaus starke Artilleriefeuer aus der Richtung des IX. Korps fängt wieder an. Russische Artillerie nach Zahl und Kaliber zweifelsohne überlegen. Ich besorge einen gegne-^ Tischen Vorstoß aus der Richtung von Komaröw. VI. Korps meldet das Zurückgehen der Artillerie des IX. Korps. Ist auch aus der Schall- richtung und der Stärke des Geschützdonners zu entnehmen. Nach Berechnung der Evidenzgruppe stehen mir jetzt 4 großrussische Korps (ArmeevonMoskau) gegenüber. 150—180 feindliche Bataillone und ca. 50 weitere Bataillone sind am 26. und 27. gegen Norden abgedrängt worden, doch meine Truppen (inkl. der Marschbataillone ca. 180 Bataillone) sind durch den furchtbaren 5tägigen Kampf schon stark hergenommen. Daher plötzlicher Umschwung der bis- herigen sehr guten Haltung nicht ganz ausgeschlossen. Ich hätte abernicht einGewehrmehrzurVerfügung. Alles einsetzen, warebenso richtig als notwendig. Doch nicht die Manöver allein entscheiden, sondern auch die Truppen. Ob auch alle Regimenter des IX. Korps weiter durchhalten werden? Die rein tschechischen Regimenter der 19. Infanterietruppendivision kämpfen sehr brav. EinschwererSchlag ist der völlige Zusammenbruch der 15. Infanterietruppendivision. Kanonendonner steigert sich zu gewaltiger Höhe, flaut dann plötzlich wieder ab. (Russisches XIX. Korps hat tatsächlich Gegen- 308
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Aus Österreichs Höhe und Niedergang Eine Lebensschilderung
Titel
Aus Österreichs Höhe und Niedergang
Untertitel
Eine Lebensschilderung
Autor
Auffenberg von Komarów
Verlag
Drei Masken Verlag München
Ort
München
Datum
1921
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.4 x 21.6 cm
Seiten
536
Kategorien
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