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Aus Österreichs Höhe und Niedergang - Eine Lebensschilderung
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Österreicher bisher Sieger geblieben wareni). Ich führte in derselben etwa 200 000 Mann mit 600 Geschützen. Die Russen waren etwa um 20 000 Mann und 100 Geschütze stärker als wir und fochten überdies teüweise auf ihrem, ihnen wohlbekannten und wohlherge- richteten Artillerieschießplatz, während uns das Glück in den Einzel- heiten wahrlich nicht allzu sehr begünstigte. Den Truppen zolle ich größtes und vollstes Lob. Sie fochten mit beispielgebender Bravour, Tapferkeit und Ausdauer, Doch ohne Un- bescheidenheit glaube ich, daß der richtigen Auffassung, sowie der Konsequenz und Festigkeit der obersten Führung ein guter Teü am Erfolge zugekommen war. Auch in der mittleren Führung bewähr- ten sich die meisten Kommandanten sehr. Was die Nationalitäten betrifft, hat man in dieser Schlacht, in Summe genommen, keinen Unterschied im Verhalten konstatieren können. Die Deutschen, Magj^aren, Tschechen und Slowaken haben hervorragend gefochten. Desgleichen sind Paniken und Rückschläge bei Regimentern der ver- schiedensten Nationalitäten vorgekommen. Ich betone daher, daß in dieser Schlacht eine Differenz des Verhaltens nachStämmen undNa- tionalitäten nicht zu beobachten war. Das offizielle Communique des Generalstabes über den Sieg von Komarow lautete: ,,Einwöchige erbitterte Schlacht im Räume Zamosd—Tyszowce führte gesternzum vollständigen Sieg derArmee Auffenberg. Scharen von Gefangenen, bisher 160 Geschütze erbeutet. Russen im Rück- zug über den Bug. Auch bei der Armee Dankl, die nun Lublin angreift, ununterbro- chene Erfolge. In Ostgalizien Lemberg noch in unserem Besitz. Gleichwohl dort Lage gegenüber starküberlegenem russischen Vorstoß sehr schwierig." Der Schlußsatz war insofern unrichtig; als in jenem Momente Lem- berg schon geräumt worden war. Et bedeutete einen Wermuts- ^) Bei Custozza kämpften zirka 60000 Österreicher gegen 70 cxx) Italiener. Bei Trautenau 30000 Österreicher gegen 25 000 Preußen. Bei Novara 50000 Österreicher gegen 60000 ItaUener. In den anderen Schlachten des Feldzuges 1848/49 standen einander noch geringere Kräfte gegenüber. Bei Aspem, der nächstgrößten gewonnenen Schlacht, zirka 100000 Österreicher gegen 70000—80000 Franzosen. Bei Leipzig allerdings 250000 Verbündete gegen 170000 Franzosen. Erstere bestanden aber aus vier Kontingenten. Bei König- grätz kämpften auf jeder Seite etwas über 200000 Mann, ähnhch vne bei Komaröw. Bei Gravelotte, der größten Schlacht des deutsch-französischen Elrieges, auf deutscher Seite zirka 230000 Mann gegen 180000 Franzosen. Liaojang weist gleiche, Mukden größere Verhältnisse auf wie Komaröw. Erst die größten Schlachten des Weltkrieges zeigten wesentlich größere Dimensionen als Komaröw. 21 Auffenberg 3^1
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Aus Österreichs Höhe und Niedergang Eine Lebensschilderung
Titel
Aus Österreichs Höhe und Niedergang
Untertitel
Eine Lebensschilderung
Autor
Auffenberg von Komarów
Verlag
Drei Masken Verlag München
Ort
München
Datum
1921
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.4 x 21.6 cm
Seiten
536
Kategorien
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