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Aus Österreichs Höhe und Niedergang - Eine Lebensschilderung
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iiieeoberkonimando zueist ergangenen Disposition war das Ab- schwenken gegenSüden und dasEingreifen zurDegagierungder 3.Ar- mee oder das Rückgehen über den San gewissermaßen zur Wahl gestellt. Objektiv betrachtet lagen die Verhältnisse folgendermaßen: Im ersteren Falle mußte aus mehrfach erwähnten Gründen unbe- dingt für eine entsprechende Rückendeckung vorgesorgt werden. Das 4.ArmeekommandoberechnetediedafürerforderlichenKräftemitmin- destens 4 Infanterie-und 2 Kavalleriedivisionen*), unter der Voraus- setzung, daß die i. Armee den Schutz der linken Flanke im opera- tiven Sinne bewirken müsse. Für die Offensive nach Süden blieben daher 8 Infanterie- und i Kavalleriedivision zur Verfügung. Immer- hin eine sehr beträchtliche Kraft, wenngleich nicht übersehen werden durfte, daß alle diese Divisionen durch Schlachten und Märsche ab- genützt waren. Die Stoßrichtung Nord zu Süd wäre für den Gegner sehr empfindlich gewesen. Allerdings war es erforderlich, den linken Flügel stark zu staffeln, da man auf Stöße der im weiten Bogenvon Osten herangeführten russischen Hauptkräfte gefaßt sein mußte. Hauptsache blieb aber doch die Rückendeckung im engeren und weiteren Sinne. (Eigene Armeegruppe Erzherzog Josef Ferdinand und I. Armee.) Wendete man sich der zweiten Alternative zu, ,,Abschwenken gegen den San", so hätte man vorher noch die taktische Verfolgung des geschlagenen Gegners mindestens i—2 Tage durchführen und ihn hierdurch gründlich deroutieren können. Möglicherweise wäre der darauffolgende Rückmarsch der 4. Armee an den San nicht ohne Schwierigkeiten zu bewerkstelligen gewesen. Doch im Vergleich zu den Verhältnissen, unter denen acht Tage später— nach der Schlacht von Rawa Ruska— der Rückzug tatsächlich durchgeführt werden mußte, wäre ein Rückmarsch nach der Schlacht von Komaröw, vom etwa 4. September an, als ein einfacher Friedensmarsch erschienen. Summasummarum : derStoß gegenSüden blieb immer ein Wagnis. Wollte man ihn aber in Anbetracht der großen Ziele doch wagen, so wäre die Grundbedingung dazu eine genügend starke Rücken- deckung und eine weitere Deckung im operativen Sinne durch die I. Armee gewesen. Wir werden jedoch alsbald sehen, daß diese Ope- ration auch ohne die erwähnten Bedingungen angeordnet wurde, ihr daher von Haus aus große Gefahren erwuchsen. Am 2. September kam um die Mittagsstunde ein telephonisches Aviso des Armeeoberkommandos, das die Absendung der Disposition i) Armee-Gruppe Erzherzog Josef Ferdinand. 326
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Aus Österreichs Höhe und Niedergang Eine Lebensschilderung
Titel
Aus Österreichs Höhe und Niedergang
Untertitel
Eine Lebensschilderung
Autor
Auffenberg von Komarów
Verlag
Drei Masken Verlag München
Ort
München
Datum
1921
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.4 x 21.6 cm
Seiten
536
Kategorien
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