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Nach 1918
Aus Österreichs Höhe und Niedergang - Eine Lebensschilderung
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Kindruck hatte, es befände sich dort alles im besten Gange, wurde die Deckung der östlichen Flanke dieser Armee anfänglich nur als konventionelle Dispositionsfloskel angesehen. Es war doch nicht gut anzunehmen, daß das Armeeoberkommando wirklich des Glaubens sein könnte, es würde der schwachen Armeeabteilung des Erzherzogs Josef Ferdinand gelingen, zwei ganz verschiedenen Aufgaben zu entsprechen. InAusführung der Dispositionen desArmeeoberkommandoswurden die eigenen Weisungen und Maßnahmen getroffen, die eine teüweise Neugruppierung der Armee bezweckten. Zu deren Formiertmg muß- ten die Truppen schon am 3. September zu starken Märschen, leider mitunter sogar zu Gewaltmärschen, veranlaßt werden. So kam's, daß beispielsweise die auf dem Ungeheuern Schlachtraum von fast 4000 Quadratkilometern verstreuten 150 erobertenGeschütze nurzum Teil eingebracht werden konnten, und daß nicht einmal die Perlu- strierung des Schlachtfeldes stattfand. Zur Vorrückung gegen Süden wurde die Armee in drei große Ko- lonnen gegliedert. Westliche Kolonne : IX. Korps, dem auch die 25. Infanterietruppendivision des II. Korps zugewiesen wurde. Links davon VI. Korps, östliche Kolonne : XVII. Korps, nunmehr end- gültig aus der 19. Infanterietruppendivision und der 41. ungarischen Landwehr-Infanterietruppendivisionzusammengesetzt, mitZuweisung der 2. Kavallerietruppendivision, sowie der beiden Marschbrigaden 2 und 9. Die 6. Kavallerietruppendivision, der einige bei Rawa Ruska eingetroffene Marschbataillone unterstellt wurden, zog voraus. Die 3. Infanterietruppendivision des XIV. Korps folgte als Staffel links rückwärts. Zur Rückendeckung wurden — wie erwähnt — unter Kommando des Erzherzogs Josef Ferdinand das II. Korps mit der 4. und 13. Infanterietruppendivision und die 8. Infanterietruppen- division des XIV. Korps, sowie die 9. Kavallerietruppendivision ver- wendet. Sie hatten zunächst noch die Verfolgung offensiv zu be- wirken und später nur nach Maßnahme eines gegnerischen Druckes zu weichen. Ungeheure Schwierigkeiten verursachte die Traindisponierung, in deren Einzelheiten hier nicht eingegangen werden soll. Besonderer Wert wurde auf den Fortbetrieb der Lokalbahn Jaroslau—Rawa Ruska gelegt. Auf derselben wurden dann bis zum letzten Moment, also noch während der Schlacht bei Rawa Ruska—Grodek, auch tat- sächlichVerpflegungs-undMunitionstransportedenTruppenzugeführt. Nach diesen Leitmotiven wurde die Disposition für den 3. Sep- tember verfaßt und amAbend des 2.September denTruppen hinaus- gegeben. 330
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Aus Österreichs Höhe und Niedergang Eine Lebensschilderung
Titel
Aus Österreichs Höhe und Niedergang
Untertitel
Eine Lebensschilderung
Autor
Auffenberg von Komarów
Verlag
Drei Masken Verlag München
Ort
München
Datum
1921
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.4 x 21.6 cm
Seiten
536
Kategorien
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