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Nach 1918
Aus Österreichs Höhe und Niedergang - Eine Lebensschilderung
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war! 12 Uhr mittags noch immer alles still. Eigentlich unverständ- lich. Viele liebe Briefe von daheim. Denke mit Rührung an die Meinen und auch an unser liebes Österreich!" „2 Uhr nachmittags. Es rührt sich nichts. Großer Angriff vom VT. imd IX. Korps kommt nicht von der Stelle. Na, wenn er nur genug Kräfte bindet. Das Stoßen ist doch Sache der beiden anderen Armeen. Automobilist Göbel kommt direkt von Berlin. Bringt mir Grüßevom Botschafter Hohenlohe. Erzählt, daß Komarow große Be- geisterung inDeutschland ausgelöst hat. SetzenVertraueninmich." „Wenn die starke i . Armee hinter Tanewregion nicht nachhaltig- sten Widerstand leistet und die beiden anderen Armeen heute nicht durchstoßen, ist weiteres Ausharren unmöglich und— luivernünftig. Abendberichte: VI. und IX. Korps halten den Gegner beiderseits umfaßt. Können ihn aber nicht niederringen. Ähnliche Situation wie bei Komarow in den ersten Tagen. Eine verdeckt aufgefahrene Batterie soll nichtzubekämpfen sein, hält aberjeden eigenen Angriffs- versuch nieder. Immer die gleiche Geschichte. Hätten wir moderne 15 cm, ging's schon. XVII. Korps hält sich gut. Auch Marschbri- gaden und abgesessene Kavallerietruppendivisionen behaupten sich vortrefflich. I^etztere viele Verluste. Generalstabshauptmann Reimer, unser bester Herrenreiter, tot, desgleichen I<eutnant Conrad, der drittälteste Sohn des Generalstabschefs. Ungeheure feindliche Über- legenheit macht sich besonders bei Gruppe Erzherzog geltend. Über Narol gegen Cieszanow Kosakendivision im Anrücken. War voraus- zusehen, daß Gegner in dieser Richtung vordringt. Doch befinden sich ja beim Erzherzog vier Kavallerietruppendivisionen! Armee- hauptquartier ist jetzt gegen Norden ganz exponiert. Für die Nacht werden Sicherungsmaßnahmen getroffen." ,,ii. September. 2 Uhr nachts kommt Generalmajor Krauß mit Meldung, daß Gruppe Erzherzog, besonders II. Korps stark zurück- gedrängt ist. Starke Verluste. Dispositionsänderung nötig. Linker Flügel wird bis über die Rata zurückgenommen. Dadurch Anschluß an XVII. Korps schwierig. Jetzt ist doch so ein verdammter aus- springender Winkel da, den ich hasse, weü er vom Artilleriefeuer konzentrisch gefaßt werden kann.— „Da durch diese Verschiebung die gefährdete Situation desArmee- hauptquartiers noch unsicherer, verlege ich dasselbe nach vorwärts, Niemirow. Rasche Reisevorbereitungen, dann Abfahrt bei Morgen- grauen in ernster Stimmung. Kanzleien werden in abseitsgelegener Gendarmeriekaserne etabUert. In nächster Nähe Hauptquartier des IX. Korps. Entsende den Korpsstab aufs Gefechtsfeld zu persön- lichem Eingreifen in Kampf. Besonders, um Angriff auf das vom 354
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Aus Österreichs Höhe und Niedergang Eine Lebensschilderung
Titel
Aus Österreichs Höhe und Niedergang
Untertitel
Eine Lebensschilderung
Autor
Auffenberg von Komarów
Verlag
Drei Masken Verlag München
Ort
München
Datum
1921
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.4 x 21.6 cm
Seiten
536
Kategorien
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