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Nach 1918
Aus Österreichs Höhe und Niedergang - Eine Lebensschilderung
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Am Nachmittag war es vollkommen klar, daß die Bedrohung der nördlichen Flanke ausdemRäume von lyubaczow her eine imminente sei. Da trat die Notwendigkeit ein, die Sklolinie, vor allem die Gegend von Zaleska Wola, unter allen Umständen zu decken. Zur Verfügung stand mir nur das halbe Marschbataillon Nr. 8i, das bisher die Be- deckung des Hauptquartiers gebildet hatte. Ich setzte es auch so- fort ein. Überdies wurde aus dem Stande des VI. Korps ein Detache- ment aus zwei Bataillonen des Infanterieregiments 85, dem 17. Jäger- bataillon, und eine Batterie unter Kommando desObersten von Bol- beritz gegen Zaleska Wola herangezogen— die Infanterie mittels Autotrains, die der Armee-Btappenkommandant mit anerkennens- werter Raschheit zur Verwendung gestellt hatte. Dieses Detache- ment traf in den ersten Vormittagsstunden des 13. im Räume von Zaleska Wola ein, gerade zur richtigen Zeit, um den Kampf gegen die von Norden vordringende Kosakendivision aufzunehmen. Es ist fraglich, wie sich der weitere Rückzug gestaltet hätte, wenn durch diese Verfügungen nicht eine Deckung der Sklo- und dadurch der Rückzugslinie geschaffen worden wäre. Im großen und ganzen er- reichten alle Teile der Armee die für diesen Tag vorgeschriebenen Marschziele, allerdings erst in den späten Abendstunden imd bei strömendem Regen, der sehr zur Unzeit fiel und bald alle Wege in Kotlachen verwandelte. Die Nacht war höchst bedrohlich, auch die Situierung des Hauptquartiers sehr exponiert. Der wolkenbruch- artige Regen führte mir die grausigsten Büder vor Augen, wenn ich an die schlechten, spärlichen Kommunikationen und an die endlosen Trainkolonnen dachte. Die gegen Mitternacht ausgegebene Disposition für den 13. Sep- tember gründete sich auf einervomArmeeoberkommando ergangenen allgemeinen Orientierung. Danach sollte die 2. Armee den Feind ver- lündern, Przemyslsüdlichzuumgehen. Die 3. Armeehatte dieStrecke Przemysl — Jaroslau direkt zu sperren. Die i. sowie die 4. Armee hatten sich westlich des San zu gruppieren, um dem Gegner angriffs- weise entgegenzugehen, falls er über den San debouchiere! Es wurde ausdrücklich betont, daß eine direkte Sanverteidigung in dieser Strecke nicht beabsichtigt sei, womit auch ausgesprochen war, daß auf die feldmäßigen Brückenköpfe von Jaroslau und Sieniawa nicht mehr reflektiert wurde. Außerdem war zu trachten, die Armee mög- lichst bald an und über den San zu bringen. Dem wurde in den eigenen Dispositionen volle Rechnung getragen, doch mußte darauf Rücksicht genommen werden, daß der ganze rechte Armeeflügel, vor allem die 6 Divisionen des VI. und IX. Korps noch nachfolgten. Dies bedingte, daß der linke Flügel, die Armeegruppe Erzherzog und die 362
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Aus Österreichs Höhe und Niedergang Eine Lebensschilderung
Titel
Aus Österreichs Höhe und Niedergang
Untertitel
Eine Lebensschilderung
Autor
Auffenberg von Komarów
Verlag
Drei Masken Verlag München
Ort
München
Datum
1921
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.4 x 21.6 cm
Seiten
536
Kategorien
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