Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Geschichte
Nach 1918
Aus Österreichs Höhe und Niedergang - Eine Lebensschilderung
Seite - 374 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 374 - in Aus Österreichs Höhe und Niedergang - Eine Lebensschilderung

Bild der Seite - 374 -

Bild der Seite - 374 - in Aus Österreichs Höhe und Niedergang - Eine Lebensschilderung

Text der Seite - 374 -

Trainopfer noch immer als das weit kleinereÜbel erschienenwaren— die Batterien und Munitionskolonnen mußte ich doch zurückbringen, um meine Armeeeinheiten schlagfähig zu erhalten. Ohne Rasttag wäre dies direkt unmöglich gewesen. Das II. Korps kam durch das Stehenbleiben am 20. September, also durch den Rasttag, allerdings in eine exponierte Lage und hätte von den Russen eventuell auch gefaßt werden können, aber schließlich mußte etwas riskiert werden, wenn ich nicht die ganze Armee riskieren wollte. Tagebuch: ,,19. September. Durch Hauptmann Aichinger, Kimd- schaftsoffizier, Spionageaffäre aufgedeckt. Endziel: Umsturz in Krakau, Sprengung der Brücken daselbst, Überfall einiger Werke usw. Entsetzlich, was alles gegen ims vorbereitet wird und wer da alles mitwirkt. So etwas war noch nicht da ! Nicht einmal 1849 ^^^ 1859 in Italien. Man weiß nicht, ob man diese Organisation mehr verfluchen oder die Größe der Konzeption mehr bewundern soll!" ,,Soos bringt vom Armeeoberkommando genaue Situation der rus- sischen Gruppierung. Also tatsächlich 64 Infanterietruppendivisionen. Etwa 30 sind bisher schon geschlagen worden. Haben aber Zeit zur Retablierung gehabt. Sind bei Grodek und in den Kämpfen gegen die I. Armee wieder erfolgreich gewesen. Und wir— alles in allem 41 Divisionen!" ,,20. September. Über Gegner wird gemeldet, daß Kolonnen mitt- lerer Stärke aus nördlicher Richtung vorgehen. Könnten eventuell II. Korps treffen. Ist das Risiko des Rasttages! Solange aber kein Druck von Osten dazukommt, keine ernste Gefahr." ,,Entsetzliches Wetter. Autos vor unseren Fenstern versinken förmlich. Arme Truppen. Ihr ganzer Rasttag verregnet. Und wie wird sich morgen auf den schlechten Vizinalwegen der Rückmarsch des ganzen rechten Armeeflügels gestalten! Freilich, den Gegner trifft's auch. Doch der muß in der gegenwärtigen Situation nicht unbedingt marschieren! Der liebe Herrgott scheint wieder auf Seite der ,starken Bataillone' zu stehen." ,,Brief an Conrad, Personalien betreffend. Ohne Änderung wird's nicht abgehen. Doch Form wahren. Kränkungen verdienter Männer vermeiden." „Generalstabshauptmann Prinz Parma, Schwiegersohn des Erz- herzogs Friedrich, kommt aus Stabsquartier des Erzherzogs Peter zu mir. Tut sehr devot und dienstbeflissen. Muß was zu bedeuten haben! General Misdevid meldet sich zu neuer Dienstleistung ab. Braver alter Soldat. Einer von jenen, die immer zu haben sind, sich auspressen lassen und in Ergebung auf Belohnung und Anerkennung warten. Solche werden dann fast ausnahmslos enttäuscht." 374
zurück zum  Buch Aus Österreichs Höhe und Niedergang - Eine Lebensschilderung"
Aus Österreichs Höhe und Niedergang Eine Lebensschilderung
Titel
Aus Österreichs Höhe und Niedergang
Untertitel
Eine Lebensschilderung
Autor
Auffenberg von Komarów
Verlag
Drei Masken Verlag München
Ort
München
Datum
1921
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.4 x 21.6 cm
Seiten
536
Kategorien
Geschichte Nach 1918
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Aus Österreichs Höhe und Niedergang