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Aus Österreichs Höhe und Niedergang - Eine Lebensschilderung
Seite - 379 -
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Gegner! Nachmittags Abfahrt vom Herrenhaus Lipnica, bei echt galizischem, wunderschönem Herbstwetter. Gegend lieblich. Er- innert an das heimatliche Tal von Rodaun mit dem ,Roten Stadl'." „Bin in Zaklyczin beim Bezirksrichter gut imtergebracht. Echte Polen. In ihrer Situation ist's nicht leicht." „FongaroUibringtausNeu-SandecvomArmeeoberkommandomerk- würdige Nachrichten. Man nennt uns das »fahrende Hauptquartier', weil wir nacheinander Ortsveränderungen vornehmen mußten. Als ob dies eine Annehmlichkeit wäre. Ist doch durch sachliche Not- wendigkeit und nicht zuletzt durch die wechselnden Maßnahmen des Armeeoberkommandos bedingt. Man fragt nach meinem körperlichen Befinden! Merkwürdig!! Deutliche Anzeichen, daß eine Kampagne gegen mich im Gange ist. Ich fühle es schon seit einiger Zeit. Aber Zweck und Ziel sind mir noch nicht recht verständlich. Sollten Generalstabsoffiziere oder sonstige Organe einen Tratsch arrangiert haben? Wundern würde es mich nicht." ,,Nachrichten über den Vormarsch des Gegners auf der Straße über Rzeszowund nördlich davon. Also doch } Will er die i. Armee treffen, bevor deutsche Verstärkungen heran sind imd sie sich selbst in der Umgruppierung befindet? Unwahrscheinlich wäre es nicht!" „Viele Briefe von daheim und sonst aus der Welt. Noch immer zahlreiche Gratulationen. Passen in die jetzige Situation wenig hin- ein." ,,Wetter wird kalt und unsichtig. Fliegerbeobachtung erschwert. vSchade!" Die Situation, in die die Armee vom 25. September an gelangte, zeigt Textskizze 10, Seite 381. ,,26. September. Im Haus tmten eine Apotheke. Gerüche verur- sachen mir Kopfweh." ,,Frühsituation erbringt Bestätigung über allgemeinen russischen Vormarsch. Konstatiert aber zunächst nur schwächere Abteüungen. Dürften Vorhuten sein. -Allerdings wäre es auch möglich, daß er gegen eigene Front nur demonstriert, um gegen Norden zu verschie- ben. Erwägung über direkte Verstärkung der i. Armee durch eigenes XIV. Korps (steht hinter dem linken Armeeflügel in Reserve). Ver- hältnisse hierfür höchst ungünstig, weil i. Armee mit dem Rücken am Unterlauf des Dunajec steht. Ein (eigener) Vorstoß geradeaus träfe aber auf lauter sehr starke Fronten. Vielleicht sind die Russen herwärts des San noch nicht fertig, was allerdings bisher noch nicht vorgekommen ist." (Traf diesmal jedoch zu! Hierdurch kam's, daß die eigene, zv\ischen dem 2. und 4. Oktober einsetzende Offensive an- fänglich erfolgreich verlief.) 379
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Aus Österreichs Höhe und Niedergang Eine Lebensschilderung
Titel
Aus Österreichs Höhe und Niedergang
Untertitel
Eine Lebensschilderung
Autor
Auffenberg von Komarów
Verlag
Drei Masken Verlag München
Ort
München
Datum
1921
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.4 x 21.6 cm
Seiten
536
Kategorien
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