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Nach 1918
Aus Österreichs Höhe und Niedergang - Eine Lebensschilderung
Seite - 398 -
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Auf Grund dieses meines persönlichen Kontaktes mit sehr wesent- lichen Teilen der 4. Armee muß ich Eurer Majestät gehorsamst be- richten, daß bei derArmee das Vertrauen in die Führung des Generals der Infanterie Auffenberg gelitten hat, sowie daß ich denEindruck gewann, daß er unter der Wucht der Ereignisse zusammengebrochen ist, daß seine Leistungsfähigkeit und seine Widerstandsfähigkeit in einer Weise abgenommen hat, die die Entfaltung seiner Talente un- möglich macht, und endlich, daß er seine Armee nicht mit der Zu- versicht in den Kampf führen würde, die die Vorbedingung für den Erfolg ist. « Aus diesen Gründen glaube ich in voller Würdigung der bisherigen Verdienste des Generals der Infanterie Auffenberg diesen General auffordern zu müssen, sich krank zu melden, um an die Spitze der Armee eine frische, noch unverbrauchte Kraft zu stellen. Erzherzog Josef Ferdinand hat in den Kämpfen der 4. Armee in ganz hervorragender Weise sein Korps und auch seine Armee- gruppe geführt. War außerordentlich tapfer für seine Person und ist bei der Truppe sehr beliebt. General der Infanterie Conrad sowie ich halten denselben für den geeignetsten General zur Führung der 4. Armee. In An- hoffnung der Allerhöchsten Genehmigung habe ich denselben mit dem 4. Armeekommando betraut."— • Schreiben d. d. 7. Oktober 1914 des Chefs des Generalstabes, General der Infanterie Conrad an den Chef der Militärkanzlei des Kaisers, General der Infanterie Bolfras (hinterlegt in den Akten der Müitärkanzlei zu Nr. 74, also amtlich). ,,. . . dieEnthebungAuffenbergskamauchmir als Überraschung; der Hergang war folgender: Als wir injenemRaum anlangten, wo wirden Truppen Ruhegönnen und die Vorbereitungen für die erneuerte Offensive treffen wollten, bat ich Seine kaiserlicheHoheit, dieTruppenzu besuchen, wasHöchst- derselbe ohnehin auch selbst ins Auge faßte. Ausgenommen die Fahrt zum Abschied vom deutschen Landwehrkorps, an der ich artigkeits- halber teilnehmen mußte, habe ich Seine kaiserliche Hoheit bei keiner dieser Fahrten begleitet, erstens hatte ich nicht die Zeit dazu, zweitens wollte ich, daß Seine kaiserHche Hoheit als Armeeoberkommandant hervortrete, und drittens bin ich einFeind jeder persönlichen Wichtig- tuerei. Item, Seine kaiserliche Hoheit besuchte die Truppen allein, 398
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Aus Österreichs Höhe und Niedergang Eine Lebensschilderung
Titel
Aus Österreichs Höhe und Niedergang
Untertitel
Eine Lebensschilderung
Autor
Auffenberg von Komarów
Verlag
Drei Masken Verlag München
Ort
München
Datum
1921
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.4 x 21.6 cm
Seiten
536
Kategorien
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