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Nach 1918
Aus Österreichs Höhe und Niedergang - Eine Lebensschilderung
Seite - 403 -
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der Führung und der Güte der Truppen war es zu danken, daß die Armee zu trotzen vermochte ...wie ein weit ins Meer vor- springender Fels." Ich wiederhole, daß dies die wörtliche Wiedergabe der offiziösen Publikation ist. Mit aller Entschiedenheit muß ich mich aber gegen den Bericht des damaligen Erzherzog-Oberkommandanten wenden, in welchem mir der Vorwurf „einer überschwenglichen Darstellung des Erfolges" gemacht wird. Ich verweise diesen Vorwurf in das Gebiet einer effektiven Unrichtigkeit! Man möge alle Feldaktengenauestens untersuchen und mir auch nur eine einzige Meldung (Bericht, Mitteilung) vorweisen, in der ich den tatsächlich errungenen Erfolg auch nur mit einem Worte überschwenglich geschildert hätte! Ich habe überhaupt nichts als die Situationsmeldungen der Gruppenkommandanten und die iVn- zahl der eroberten (150) Geschütze gemeldet. Es ist also nicht meine Schuld, wenn dann beim Armeeoberkommando Entschlüsse für alle Armeen gefaßt wurden, die nicht zum Erfolge führten. Private, vielleicht telephonische Gespräche der Organe der beiden Hauptquartiere— wenn sie stattgefunden haben sollten— durften aber nie die Basis für Konklusionen schwerstwiegender Natur sein. Aus dem Bericht des Armeeoberkommandanten an den Kaiser ist allerdings zu entnehmen, daß den indirekten, subkutanen Erzäh- lungen— insoweit sie meine mißliebig gewordene Person betrafen— Gehör geschenkt wurde, daß also gewissermaßen hinter meinem Rücken ein Plebiszit stattgefunden hatte, von dem mir nie Kenntnis oder Gelegenheit zur Aufklärung gegeben wurde. Übrigens konnten solche Geheimberichte nie aus der Truppe stam- men, da ich just aus diesen Kreisen hundertfache Beweise des Ver- trauens und treuesterAnhänglichkeit besitze, diemir bis indie jüngste Vergangenheit und selbst aus entfernten Gefangenenlagern geboten wurden. Die in dem Berichte enthaltene Angabe, daß meine persönliche Verfassung gelitten hätte, war eine willkürliche Annahme, die mit den Tatsachen absolut nicht übereinstimmte. Wie hätte ich auch jenen einzig dastehenden, bis ins Mark zielenden Verfolgungen, denen ich dann später ausgesetzt war, Widerstand leisten können, wenn ich nicht im Besitz vollster Lebenskraft gewesen wäre? Nur in einer Richtung muß ich mich der erzherzoglichen Beurtei- lung vollkommen anschließen: ,,Ich wäre von allem Anfange an skeptisch gewesen!" Das stimmt! Ich habe auch immer den 26» 40J
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Aus Österreichs Höhe und Niedergang Eine Lebensschilderung
Titel
Aus Österreichs Höhe und Niedergang
Untertitel
Eine Lebensschilderung
Autor
Auffenberg von Komarów
Verlag
Drei Masken Verlag München
Ort
München
Datum
1921
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.4 x 21.6 cm
Seiten
536
Kategorien
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