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Österreichische Historiker - Lebensläufe und Karrieren 1900–1945, Band 2
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412 Alena Janatková chischen Kollegen nach Prag3. Im Wiener „großen Zusammenhang des geistig-histori- schen Gewebes“4 wurde Swoboda auch von seinen Schülern und Kollegen geehrt und bei gegenseitiger Zitierung mit der Aura Dvořáks ummantelt : Swobodas Stellung in der Wie- ner kunsthistorischen Schule erschien im Kontext von Dvořáks „Kunsthistorikernach- wuchs aus Böhmen“ und Swoboda als der Verwalter von dessen „geistige[m] Erbe“5 ; ein Forscher von „wissenschaftliche[r] Exaktheit“, der selbst bei „der äußeren Beschränkung auf ‚lokale‘ Kunstphänomene zu einer Erweiterung seines Gesichtskreises“ gelangt und „seelische Grundhaltungen“ zu „Grundlagen einer Weltgeschichte der bildenden Kunst“ gemacht habe6 ; ein Kunsthistoriker, der entgegen der „Gefahr der Simplifizierung […] vor allem die Unterscheidung zwischen ‚Kerngebiet‘ und ‚Peripherie‘“ verfolgt und somit eine „ganz neue Bewertung der böhmisch-mährischen Kunst“ eingeleitet habe7. Als „Ab- solvent des Instituts für österreichische Geschichtsforschung“ war Swoboda demnach in der Lage, „das ganze Gebiet [der Kunstgeschichte] in globaler Weite zu überblicken“ und und Prag, in : Prager Professoren 1938–1948. Zwischen Wissenschaft und Politik, hg. v. Monika Glettler, Alena Mišková (Veröff. zur Kultur und Geschichte im östlichen Europa 17, Essen 2001) 175–190 ; Günter Busch : Karl Maria Swoboda (1969), in : Günter Busch, Hinweis zur Kunst. Aufsätze und Reden (Hamburg 1977) 240–244 ; Erich Bachmann, Dr. Karl M. Swoboda 80 Jahre, in : Mitteilungen des Adalbert Stifter Vereins 17 (1969) unpaginiert ; Renate Wagner-Rieger, Karl M. Swoboda, in : MIÖG 85 (1977) 429–431, und in : Österr. Hochschulzeitung (September 1977) 19 ; dies., In Memoriam Karl M. Swoboda, in : Karl Maria Swoboda, Die Gotik von 1150 bis 1300. Textfassung unter Mitarbeit von Maria Buchsbaum (Ge- schichte der bildenden Kunst in 8 Bänden, hier 2, Wien 1977) 5f.; FS Karl M. Swoboda zum 28. Januar 1959 (Wien 1959) 5–16 ; Dresslers Kunsthandbuch. Das Buch der lebenden deutschen Künstler, Altertumsforscher, Kunstgelehrten und Kunstschriftsteller 2 (Berlin 1930) 1300 ; Lebenslauf : Deutsche Universität, Philosophi- sche Fakultät, Kunsthistorisches Institut, K. 63 (Lehrkanzel für Kunstgeschichte 1931–32), UAP. Schriftenver- zeichnis : Karl M. Swoboda, Kunst und Geschichte. Vorträge und Aufsätze (MIÖG Erg.-Bd. 22, Wien/Köln/ Graz 1969) 258–265. 3 […] a mužete si představit radost, že se stávám nástupcem Maxe Dvořáka. Swoboda an Antonín Matějček, Wien, 26.04.1946, Archiv Národní Galerie, Praha [Archiv der Nationalgalerie, Prag] (= ANG), Korrespondenz An- tonín Matějček, Sign. AA 3571/409. Swoboda wurde am 27.06.1946 mit Rechtswirksamkeit vom 01.05.1946 zum ordentlichen Professor der Wiener Universität ernannt, siehe Aurenhammer, Zäsur (wie Anm. 2) 50, Anm. 153. 4 So Busch, Swoboda (wie Anm. 2) 242. 5 So Otto Benesch, Karl Maria Swobodas Stellung in der Wiener kunsthistorischen Schule, in : FS Swoboda (wie Anm. 2) 5f. In Verbindung mit Dvořáks Wirken am IÖG erscheint ebd. auch die österreichische Redak- tion der „Denkmäler der deutschen Kunst“, herausgegeben vom Deutschen Verein für Kunstwissenschaft, und die Orientierung der Wiener Schule nach der nordischen Kunst. 6 So Otto Demus, Karl Maria Swoboda als Forscher, in : FS Swoboda (wie Anm. 2) 7–11. Die von der Dog- matik einer orthodoxen Nachfolge befreiten Methoden habe Swoboda auf das Ganze der Kunstgeschichte ausgedehnt, so das Fazit. 7 So Renate Wagner-Rieger, Karl Maria Swoboda als Lehrer, in : FS Swoboda (wie Anm. 2) 12–16. Als Vorstand des am schlechtesten untergebrachten Instituts der gesamten Universität Wien sei Swoboda uner- müdlich um eine Lösung der Raumfrage bemüht gewesen.
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Österreichische Historiker Lebensläufe und Karrieren 1900–1945, Band 2
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
Österreichische Historiker
Untertitel
Lebensläufe und Karrieren 1900–1945
Band
2
Autor
Karel Hruza
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2012
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 3.0
ISBN
978-3-205-78764-8
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
678
Schlagwörter
Lebensläufe, Werke und gesellschaftliches Wirken österreichischer Historikerinnen und Historiker, Geschichtsforschung
Kategorie
Biographien
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