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Österreichische Historiker - Lebensläufe und Karrieren 1900–1945, Band 2
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Johannes Holeschofsky Hugo Hantsch (1895–1972) Ein grossösterreichischer Verfechter der Reichsidee I. Einleitung Der Ordinarius für Allgemeine Geschichte der Neuzeit an der Universität Wien 1922–1945, Heinrich von Srbik, wurde zu Beginn der Zweiten Republik all seiner wissen- schaftlichen Funktionen enthoben und kurzfristig von französischen Besatzungsorganen inhaftiert. Sein Lehr- stuhlnachfolger, der Benediktinerpater Hugo Hantsch, saß während des NS-Regimes zeitweise als Häftling im KZ Buchenwald und wurde mit einem Publikationsverbot be- legt1. Dennoch wurden Srbik und sein Schüler Hantsch in der österreichischen Historiografiegeschichte in einen ideellen Zusammenhang gebracht und meist gemeinsam gelobt bzw. getadelt2. Wer Hantsch rühmt, sieht auch in 1 Zu Hugo Hantsch : NL im Stiftsarchiv Melk (= StA Melk, NL HH), enthält außer den Jugendtagebüchern vor allem Material zur Zeit nach 1945, unter anderem vier Kartons mit Korrespondenz. Die einzige mo- nografische Biografie ist ungedruckt : Christof Tölg, Ideologie und Politik im Werk von Hugo Hantsch (1918–1938) (Diplomarbeit Wien 1988). Weiters siehe die Nekrologe : Günther Hamann, in : ÖGL 10 (1972) 529–538, sowie in : ÖAW Almanach 123 (1973) 338–367 (wird im Folgenden zitiert) ; R[obert] A. Kann in : ÖGL 10 (1972) 538f.; Jean Rudolf von Salis, in : ÖGL 10 (1972) 540 ; Fritz Posch, in : ZH- VSt 73 (1972) 153–159 ; Gerald Stourzh, in : Austrian History Yearbook 9/10 (1975) 507–514 ; Heinrich Lutz, in : MIÖG 81 (1973) 231–240. Siehe ferner Fritz Fellner, Doris A. Corradini, Österreichische Geschichtswissenschaft im 20. Jahrhundert. Ein biographisch-bibliographisches Lexikon (VKGÖ 99, Wien 2006) 166f.; Fritz Fellner, Österreichs historische Mission und die Reichsidee. Werk und Wirken des His- torikers Hugo Hantsch in der Diskussion um ein österreichisches Geschichtsbewußtsein, in : Brennpunkt Mitteleuropa. FS für Helmut Rumpler zum 65. Geburtstag, hg. v. Ulfried Burz (Klagenfurt 2000) 83–96. Zu Hantschs Wirken als Vorsitzender der Kommission für Neuere Geschichte Österreichs 1947–1967 in der Nachfolge Srbiks siehe Fritz Fellner, Franz Adlgasser, Doris Corradini, „… ein wahrhaft patriotisches Werk.“ Die Kommission für Neuere Geschichte Österreichs 1897–2000 (VKGÖ 91, Wien/Köln/Weimar 2000) 122–161. Zu Srbik siehe den Beitrag von Martina Pesditschek in diesem Band. 2 Differenzierter äußerte sich zu dieser Frage Christian Gerbel, Zur „gesamtdeutschen“ Geschichtsauffassung, der akademischen Vergangenheitspolitik der Zweiten Republik und dem politischen Ethos der Zeitgeschichte, Abb. 30 : Hugo Hantsch um 1920
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Österreichische Historiker Lebensläufe und Karrieren 1900–1945, Band 2
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
Österreichische Historiker
Untertitel
Lebensläufe und Karrieren 1900–1945
Band
2
Autor
Karel Hruza
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2012
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 3.0
ISBN
978-3-205-78764-8
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
678
Schlagwörter
Lebensläufe, Werke und gesellschaftliches Wirken österreichischer Historikerinnen und Historiker, Geschichtsforschung
Kategorie
Biographien
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