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70 schwarzen Knöpfen mitbringen, du weist schon was vor welche, solche hoffe ich
du wirst sie auch vor dich nehmen cތest a dire zu rock und camisol. vergieß es alßo
nicht, daß weil du zu waßer kömst so kanst du alles leicht mit nehme>n@, und ob-
wohln es Kleinigkeit>en@, könn>en@ wir doch unsern klein>en@ pro¿t machen, item
nimm 7: oder 8. orologij da ciscisbek vor Herrn Mingotti aber vergieß es ja nicht
du kanst sie alle von waschborn nehme>n@, und wir kön>en@ gut pro¿tir>en@. item
solst du mitnehm>en@ ein halb Duzent federn ?o pi / wo mann Dint>en@ hinein thut
wie ich eine habe>,@ item drey fornimenti die carta per foderare una gran stanza>,@
ma gli pi belli disegni che potete trovare>.@ tutto questo è comisione ove avrete
subito il denaro e anche il pro¿to. gli ¿ori non le date via che tutto venderemo bene
a Coppenhag>en@ e s’impegna il Signor pietro come pure l’abito se non lo potete
vendere per 18 ghinee o lb. la carta per le stanze prendele bianca con ¿ori, e qual-
che Jozzi mi aveva scrito molto imperdinente ed io pi imperdinente gli risposi,
ora mi ha scrito una lettera che farebbe pietà a un sasso ed io ho fato pace con lui.
quel maledetto gluk parla si male di lui. gestern ware die erste opera und der teufel
hat den verÀucht>en@ champigni her geführt, welcher die pompeati so recomandirt
daß sie solche hier vor die erste singeri>n@ in der welt halt>en@ und ich versichere
dich daß ich mit furcht und zittern in scena gehe, gott wird mir helf>en@. o gott ich
hab soll>en@ die aspasia nel temistocle mach>en@>,@ allein weg>en@ der maledeta
pompeati >S. 3@ wird hier nichts drauß werden>,@ weil>en@ viele sich verwundern,
warum sie nicht die prima donna macht. Monsieur hager emp¿hlt sich dir. ich hofe
du wirst etliche licht buz>en@ nicht vergess>en@ mit denen wädl unten, ich glaub
es kostet eine halbe Krona. schreibe d>em@ jozzi und schicke ihm das band, er
hat mich darum gebetten>.@ vergieß nicht dir ein paar schöne tücher zu Kleydern
mitzunehm>en@ und hier wirst du schon die Doeßen bekomme>n@, o hätte ich nicht
das unglük von Engelland so könte ich bald auß allen mein>en@ Nöthen kom-
men. aber mein Gott warum schickts >sic@ du mir d>en@ Koffre nicht>,@ wilstu dann
daß ich soll nackend gehen>?@ >Du@ weist daß ich kein>en@ fezen anzuzieh>en@
>habe@, es fang>en@ die prob>en@ an, und ich schäme mich zu todt. basta du
hättest alles in der welt mach>en@ soll>en@, mein gott es ist vor einer wochen ein
schif ankomme>n@>,@ welches nur 3. täg unterwegs war. verzeihe mir>,@ alleine es
ist eine große nachläßigkeit, es ist ein glük daß die opern hier gefällt, alleine mit
all>en@ dießen>:@ wann nicht mehr leute komme>n@ so werden wir in 4: woch>en@
schon weg geh>en@. wie kanstu dan pretentir>en@ daß ich soll nakend weg geh>en@,
es ist hier schon sehr kalt, basta>.@ ich hofe du wirst indeß>en@ distrigirt seyn
worde>n@ und daß du selbst mit d>em@ Coffre komm>en@ kanst, laß die sachen
assicuren wann du schon auch dabey bist, du darfst sie schon nicht visitir>en@
laßen, wann du nur sagst so und so viel hundert>.@ ich kan nicht sag>en@ wie viel
ell>en@ papier vor eine stube, nimm es beylau¿g wie du selbst glaubst>,@ aber
nicht vor kleine scheiß stub>en@ von Engelland. vergieß mei>n@ Zeug nicht>,@ aber
nicht zu ei>nem@ Englisch>en@ Kleyd sondern zu ei>nem@ anterjeng ceތ est a dire
Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
- Titel
- Die Operisti als kulturelles Netzwerk
- Untertitel
- Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
- Band
- 1 & 2
- Herausgeber
- Daniel Brandenburg
- Verlag
- Österreichischen Akademie der Wissenschaften
- Ort
- Wien
- Datum
- 2021
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-7001-8898-8
- Abmessungen
- 21.0 x 29.7 cm
- Seiten
- 1048
- Kategorie
- Kunst und Kultur