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Die Operisti als kulturelles Netzwerk - Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
Seite - 138 -
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138 Edition der Briefe 5 10 15 20 25 30 Brief ௘ Nr. 29 Franz Pirker aus London an Marianne Pirker in Hamburg, 27. September 1748 A Madame Madame Marianne Pirker pres>entement@ à Hambourg. No 10 von 27t>en@ >septem@bris >1@748. London den 27t>en@ >septem@bris A>nno@ 1748 Allerliebste Marianna So, wie die Juden auf den Messias, so habe ich heüte auf einen Brief von dir ge- wartet, aber meine Hofnung hat fehl geschlag>en@, welches mich um desto mehr an¿chtet, weil morgen der Hof von Clifden hereinkommet, und ich kan der Milady How keinen Brief von dir geben. Ich bilde mir zwar ein, daß die Wienerische affaire dich wird abgehalten hab>en@, daß du mit dem schreiben nicht klecken können. Ich war heüte mit aller meiner Incomoditet auf der Börse und 2 mahl in Comun Garden. Die 2 Schiffe, The Anna Catherina Reynart Pieteraz wollen schon Sonndags abgehen, Es sind zwar noch andre mehr hier, aber Gott weis, wann sie Ladung bekomm>en@>,@ dann diese ?2/ sind von KauÀeüt>en@ zum Deüfel gewunsch>en@, daß sie sich so lang hier aufgehalten, und bis 50000 lb Ste>rling@ Schad>en@ gemacht, weil die Güter zu allen Messen in Teütschland zu spät kom- men. Es kan zwar seyn, daß ein Schif in einer Wochen abgehet, aber es ist halt nicht gewiß. Indessen weis der Liebe Gott, daß ich mir solche Mühe gegeben Caution aufzutreib>en@, und 1 Guinée, so mir zu dein>em@ Kleid abgegang>en@, daß ich darüber aus Ärgernis, und Lauffen krank geword>en@, und zwar wie im lezten Winter, daß wäre noch abgegang>en@, und just jezt, da der Hof herein kommt, und der Coffre fortzuschick>en@. Wann mir Monsieur Koch, der jezt mein Trost, mir nicht ein Pulver gegeb>en@, Gott vergelte ihms, so hätte ich heüte nicht ausgehen können, welches mich zwar sehr sauer angekommen. Ich bin ein recht armer Narr, du kanst dirs unmöglich vorstellen, was ich ausstehen muß. Wegen der Caution hat man mir das Maul gemacht, wie >S. 2@ mit dem Geld, und wanns zur Sache gekommen, so waren lauter Wind. Der Hausherr hat mir vorhinein das Compli- ment gemacht, wann die Haus Kiper ihm anständig und tüchtig, so will er endlich die Caution anemm>en@ und pr  tendirt mir noch eine grosse Gnad zu thun. In summa alle diese Juden haben ganz andre Manieren und Weg, und unsre raisons, sie mögen noch so gut und ehrlich seyn, die gelten bey ihnen nichts, da hilft kein persuadir>en@ od>er@ reden, so wenig als den Deüfel wied>er@ zum Engel zu mach>en@. Ich war bey meinem Landsmann dem Schnirbrustschneider, der ver- sprache mir die 2 Guinées zu geben /: dein Stoff macht 48 Sch>illing@ aus, und des Jozzi Hut 15 Sch>illing@ zusamen 3 lb 11 Sch>illing@ :/ weil aber das Weib
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Die Operisti als kulturelles Netzwerk Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
Titel
Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Untertitel
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
Band
1 & 2
Herausgeber
Daniel Brandenburg
Verlag
Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7001-8898-8
Abmessungen
21.0 x 29.7 cm
Seiten
1048
Kategorie
Kunst und Kultur
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