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Die Operisti als kulturelles Netzwerk - Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
Seite - 155 -
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155Edition der Briefe 5 10 15 20 25 30 Brief ௘ Nr. 33 Franz Pirker aus London an Marianne Pirker in Hamburg, 30. September 1748 A Madame Madame Marianne Pirker pres>entement@ à Hambourg. No x> ?No/ 11. von 30t>en@ >septem@bris >1@748. London den 30t>en@ >septem@bris 1748. Meine liebe Marianna Nun schreibe ich wieder diesen Brief ohne von dir einen erhalt>en@ zu haben>,@ dieses mahl zwar aus Mangel der Post wegen contrair Wind. Wie übel ist es ge- than, daß ich der Mylady How keinen Brief von dir geben können. Der Prinz und Prinzessin haben mich gesehen und gar genädig gedankt>,@ die Prin>zessin@ hat auch auf unser Fenster gesehen. Die Milady How hat mich zwar gesehen>,@ aber ich habe mit ihr nicht sprechen gekönt. Nun sollst du auch mein Project wissen. Ich habe der Milady Midlesex einen recht beweglich>en@ Brief geschrieben und ihr vorgestellet, daß ich das Billiet unmöglich alles grossen Verlusts darauf ungeacht anbringen könne, ich bite sie demnach mich von meinen bevorstehendem Unter- gang zu retten, und bey ihren Herrn zu bit>en@, daß er mir Geld gebe. Der Brief ist so gemacht, daß er gedrukt zu werden verdienet. Nun wolte ich solchen durch den Poli ihr geben lassen, als wenn er von dir kämme allein er ist auf dem Land, so war ich dann gezwungen, denselben durch die Peny Post zu schicken. Er ist ?ihr/ auch zugekommen, daß habe ich erfahren, sie ?war/ aber eb>en@ zum wegfahren nacher Kiow, stehet also zu erwart>en@ ob, und was sie darauf antworte? Nicolai und Engel wolten absoluté, daß ihr solchen in Carlington haus geben ?soll/, allein das wolte ich durchaus nicht thun, noch weniger auf der Gassen. Meine raison ist, Sie würde es für einen affront in specie in des Prinzens Haus aufgenommen haben, und mein Entzweck ist sie zum Mitleiden zu bewegen, und durch die Überrei- chung gäbe ich ihr eine Maulschelle. Wann sie ein Mensch und eine Emp¿ndung hat, so müssen sie meine angeführte Gründe rühren, ist sie aber unemp¿ndlich, so würde sie auch Entschuldigungen gefunden haben, wann ich ihn ihr selbst ge- geben hätte. Daß wäre gar zu viel, wann der arme Pirker dahin gekommen wäre auf der Gassen Briefe zu überreichen. Sonndags war ein erschrecklicher Dag in unserm Haus, oben heülte und weinte der Reginelli weil ihm der Milord zwar die 6 lb Monatl>ich@ zu bezahlen zugesagt, sich aber nicht schriftlich obligiren wol- len. In der Mitte war ich entsezlich unruhig wegen Überreichung des Briefes, und unten rauften und schlugen sich Real und die Green, welches zwar fast alle anderte Däge wenigsten geschiehet. Mondags ist der Regi>nelli@ wieder bis 2 Stunden vor des Milords Haus gewest, und ich zweiÀe, daß er mit ihm gesproch>en@. Morinson
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Die Operisti als kulturelles Netzwerk Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
Titel
Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Untertitel
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
Band
1 & 2
Herausgeber
Daniel Brandenburg
Verlag
Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7001-8898-8
Abmessungen
21.0 x 29.7 cm
Seiten
1048
Kategorie
Kunst und Kultur
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