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Die Operisti als kulturelles Netzwerk - Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
Seite - 174 -
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174 Edition der Briefe 5 10 15 20 25 30 Brief ௘ Nr. 38 Franz Pirker aus London an Marianne Pirker in Hamburg, 3. Oktober 1748 A Madame Madame Marianne Pirker pres>entement@ à Hambourg. No 12 No 12 >sic@. vom 3t>en@ >octo@bris >1@748. London den x> 3ten >octo@bris 1748 Allerliebste Marianna Erlaube mir, daß ich gleich anfangs zu deiner Regl etwas von unsern Briefwechsel anmerke, und damit du nicht irr werdest, so habe alles nach den neüen oder teüt- schen Stylo gerechnet. Deinen lezten Brief von 29 24t>en@ >septem@bris dat>iert@ habe hier den 29t>en@ und also in 6 Dägen erhalten. Er ist die Antwort auf meinen Brief, den ich, nachdem ich dein erstes von Hamburg aus>,@ vom 3t>en@ >septem@- bris dat>iert@, erhalten, an dich untern 10t>en@ hui>us@ geschrieben. Woraus folget, daß en entweders x> mein Brief 15 Däge unterwegs gewest, od>er@ du hast so lang zu antworten verschoben. Überhaupt nach deinen datis schreibt man dort eben wie hier Dienst- und Freidags. Ich habe von Hamburg aus 5 Briefe von dir empfangen, davon einer 8, der andere 7. zwey 6, und dein erster nur 5 Däge bis hieher unterwegs gewes>en@>.@ Der lezte hat die Post um einen Dag versaumt, und die 2 mahl da ich ohne Brief geblieb>en@, hast du d>ann@ wie du selbst schreibest, die Post übersehen. Das ist das ganze Geheimnis. Nun hast dich nicht >X@ über den DintenÀeck dich zu entschuldigen, allein mir ist er zum übeln omen und Trauer B>rief@ geworden, weil ich daraus ganz andern Trost in meinem beklagenswürdi- gen Zust>and er@hoffet. Zu dem muß ich mich auch sonst über dich beschweren, daß ?du/ meine Neügierigkeit, und ?zu >X@/ i>X@dere, was dich anbetrift, so kurz angebunden, und da du doch weist, daß es mir in meiner Gefängnis das einzige Vergnügen machen kan. Wenigsten hätte ich geglaubet, daß du mein beygelegtes Zettl mit einer kleinen ¿nesse entgegen zu antwort>en@ würdigen würdest, aber du glaubest vieleicht, daß es für einen so unglücklichen, wie ich, zu viel seye, wenn er dann und wann um sich zu erleichtern auf was angenehmes denket. Wenn du nur auch dein ?den/ Beütel so als mit Guineen, als das Papier mit Comissionen fühlest füllen köntest: Ich will dir zum Troz, weil du so ungern schreibest, wenigsten viel zu lesen machen, und demnach erstlich deinen Brief beantworten, nemlich den vom 24t>en@ hui>us@ denn es solte heüte vermög des Windes wieder einer ein- lauffen, und der Deüfel weis, was mit der Post vorgehet. Daß Herr von Churfeld nichts davon geschrieb>en@ ist erstlich nicht so, dann ich habe ja gemeldet, daß er einen Brief von Baron Lopresti selbst >hat einge@schlossen, worinnen er meldet, daß er dich der Kayserin pr  sentiren wolle, und den übrigen von der associrt>en@
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Die Operisti als kulturelles Netzwerk Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
Titel
Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Untertitel
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
Band
1 & 2
Herausgeber
Daniel Brandenburg
Verlag
Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7001-8898-8
Abmessungen
21.0 x 29.7 cm
Seiten
1048
Kategorie
Kunst und Kultur
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