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Die Operisti als kulturelles Netzwerk - Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
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204 Edition der Briefe 5 10 15 20 25 30 Brief ௘ Nr. 47 Franz Pirker aus London an Marianne Pirker [in Hamburg], 10. Oktober 1748 >ohne Adressierung@ >S. 2 links:@ No x> /14.\ vom 10t>en@ >octo@bris >1@748. London den x> \10t>en@/ >o@ct>o@bris 1748 Herzallerliebste Marianna Deine 2 schäzbahrste>,@ eines von 27t>en@ >septem@bris das andre von 1 >octo@bris>,@ sind \gestern/ mir just als wie eine Medicin zur Herzens Stärkung eben in tem- po gekommen, da ich vor unsäglich>en@ Kopfschmerzen fast rasend war. Gott segne dich 1000 mahl in allen deinen Unternehmungen in specie in deiner ersten Opera, die ich hoffe, daß sie wird gut und zu deinen und meinen Vergnügen abgelauffen seyn. Ich kan dir die Freüde und Verwirrung nicht vorstell>en@>,@ die mir der Einschlus verursachet, und haü¿ge Thränen erpresset, Gott seye ein reichlicher Belohner davor. Nun wisse daß ich dags daraüf als dir leztens ge- schrieb>en@ gleichwohl habe Ader gelassen. Es ist mir zwar sehr übel darauf word>en@, aber nachgedens >sic@ war ich wie im Himmel, allein Nachts ¿nge der Kopfschmerz wieder an und das wird allzeit bis Morg>en@ \gegen/ Dag da ich einen gelind>en@ Schweis bekomme der mich soulagiret. Gestern aber hat er um 3 Uhr Nachmittag angefang>en@, und hat gewehrt bis 2 Uhr Morgens, da ich sehr stark geschwizt. Den eig>en@nen Dag der Aderlaß hab ich auch ein laxativ \lonicen/ genohmen allތinglese, und morgen mus ich wieder zum Purgier>en@ einnemmen. Es ist kein rechtes Fieber sonder ein rasender Kopfschmerz>en@, wie die Migrania zum verzweiÀ>en@, und es ist ein hiziger Flus der allein im Kopf stekt, und mein>en@ Aug>en@ entsezlich zusezet, verzeihe dahero, wann ich dir sehr wenig schreibe, und die Capitl>en@ zu beantwort>en@ verschiebe wenn mir Gott wieder die liebe Gesundheit schickt. Ich werde alles so viel ich kan so thun, wie Ich du ge/schrieb>en@. >S. 2@ Signor Paradies und Signor Baroni hab>en@ mich besucht, und der erster hat mir sein Haus angetrag>en@. Sie lass>en@ ihr Co>m@pl>iment@ dir machen und Baroni wu>n@dert sich daß Monsieur Brockes nicht schreibet, noch du von ihm was. Wegen den Coffrè werde ich mirs höchst angelegen seyn lassen, daß du solchen so bald als möglich bekomst. auf das übrige kan ich nichts sag>en@, denn mein armer Kopf ist so schwach, daß er nicht ein- mahl denken kan>,@ ich bite dich derowegen 1000mahl um verzeih>en@, ich kan der Aug>en@ und des Kopfs halber unmöglich mehr schreib>en@. Ich küsse die >sic@ zu 1000mahl>en@ habe mich imer lieber. Gott vergelte dies was du gethan, und ich bin bis in Tod Dein armer getreüester Pirker
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Die Operisti als kulturelles Netzwerk Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
Titel
Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Untertitel
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
Band
1 & 2
Herausgeber
Daniel Brandenburg
Verlag
Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7001-8898-8
Abmessungen
21.0 x 29.7 cm
Seiten
1048
Kategorie
Kunst und Kultur
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